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Meine
Schablonen sind aus Papier. Die Schablonen sind praktisch. Ich bringe sie gerne von Bild zu Bild, wo sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Ich kann sie zuerst als Baum, dann als Ärmel dann als Gletscherspalte einsetzen. Sie verbinden die Bilder einer Generation. Sie erfrischen. Sie sind zuverlässig. Sie neutralisieren. Sie setzen sich von selber zu Ideen zusammen. Sie ersetzen schmierige Pinseleien. Ich
schneide gerne mit stumpfen Scheren. Ich
schneide z. B. Rosen mit Nagelscheren. Sehr schnell kann ich dann nach
Belieben Rosen auf dem Bild verteilen und sehen, wo sie sich bewähren. Aus
einer kleinen Rose kann ich blitzschnell ein das Bild überziehendes
Muster machen. Ich
schneiden gerne Rautenformationen mit scharfem Messer am Stahllineal
entlang Ich
schneide gerne Dreiecke, die Rücken an Rücken schöne Harlekinsmuster
ergeben. Dann
kommt also das Harlekinmuster aus dem Rosenmuster. Darüber
eins aus Kreuzen. Darüber eins aus gelben Rauten. Darüber eine schöne
Schicht einfach Schwammrot. Sehr schön ist auch, wenn viele Formate auf
dem Boden liegen und ganze Serien von Mustern über alle kommen. Ein
sehr kleines Bild erhält von einem sehr großen Muster eine Ahnung von
einem sehr großen Bild. Ein großes Bild kann seine unendlichen Weiten
mit kleinen Mustern angenehm strukturieren. Ein sehr großes Bild mit
großem Muster etc. Sieben
Muster in sieben Farben übereinander sehen schön aus. Das
ist dann eine große Verlockung für eine Frau, da draufgemalt zu
werden. Schwierig wird es, wenn eine Madonna versucht, dort zu sitzen. Sie trägt ja viel Kultur und Natur, Wünsche, Vorstellungen, Verbote, Angebote. Sie ist ja keine von meinen privaten Frauen. Sie soll von mir etwas kriegen, was sie in ihrem ganzen Madonnenleben noch nicht hatte.
Die RahmenJedes
Bild hat seinen Rahmen. Ein
sehr guter Tischler stellt dafür sehr gute Rohlinge her aus Kiefern-
oder Erlenholz. Nach
Bedarf oder Wunsch werden sie von mir weiterbearbeitet, gehobelt
geraspelt geschliffen (manche haben auch ein ganzkleinbisschen Haue
gern). Dann
wird das Holz mit einem Leimanstrich gegen Nässe geschützt. Dann
bekommt es seinen Bolus: zwei Wochen lang täglich drei Anstriche. Bolus
ist eine italienische rote Erde, die mit Kunstharz gebunden wird und
dick genug aufgetragen ein sehr guter Grund zum vergolden ist. Vor
dem Vergolden werden die Farbschichten geschliffen bis sie glänzen. Das
Vergolden Die
meisten Rahmen bekommen Platin, einige bekommen Gold, wenige Silber. Der
glattgeschliffene Bolusgrund wird mit einer Mischung aus Spiritus und
Wasser befeuchtet und mit Blättern von Gold, Platin oder Silber belegt.
Oder und. Tags
drauf ist alles trocken genug und das Metall kann poliert werden.
Dadurch glänzt es und haftet gut am Rahmen. Zum Polieren wird ein Achat
benutzt.
Achate Für alle Rahmenprofile gibt es schön geformte Achate zum Polieren.
Farbaufbau Die
Malmittel bestehen aus Pigmenten und ihren Füllstoffen. Sie werden nach
Bedarf angemischt und mit Kunstharz gebunden. Die
Farbschichten verzahnen sich wie Putz und wie beim Verputzen gibt es
viele Möglichkeiten des Auftrags: spachteln, reiben, streichen,
wischen, spritzen, waschen, kratzen, tropfen, sprühen, werfen-feste
oder werfen-leicht, wasserdünn oder pastendick, mit Spachteln,
Pinseln, Schwämmen, Fingern, Lappen, Stängeln, Schuhen. Und
da alles bis zum Trocknen wasserlöslich ist, ist das Wasserbecken ein
wichtiger Aufenthalt für Bilder. Nach
dem Trocknen können Farbschichten geraspelt, gekratzt, geschliffen
werden Und
das alles erlebt jedes Bild. Jedes
Bild hat mindestens so viele Farbschichten wie sein Rahmen. Draussen Was
staubt und lärmt wird draußen gemacht. Rahmen werden draußen geformt
und geschliffen, Formate aus Hartfaser werden gesägt und in die Rahmen
eingepasst. Im
Sommer können draußen Farben trocknen.
Leinwand Leinwand
sieht schön aus, fühlt sich gut an. Farbe
draufzutun bedarf der besonderen Rechtfertigung. Hartfaserplatten Hartfaser
sieht nicht gut aus und es ist eine Freude, sie unter Farbe verschwinden
zu lassen. Hartfaser ist sehr strapazierfähig. Man kann darauf
rumlaufen. Man kann es in jede Grösse und Form zersägen. Allerdings
gibt es hin und wieder grosse Qualitätsunterschiede.
Radierungen Kaltnadelradierungen Das
schönste, das ich mit Kupferplatten machen kann ist, ihre Oberfläche
mit Zeichnungen zu zerkratzen. In die Kratzspuren wird Druckfarbe
gerieben, die Oberfläche geputzt, ein feuchtes Blatt Büttenpapier
daraufgelegt und beides zusammen unter die sehr schwere Druckwalze
geschoben. Vom hohen Druck in alle Kupferritzen getrieben, nimmt das
Papier alle Farbe auf und bekommt selber einen schönen Schimmer von
Grau (wenn es schwarze Farbe war) und vom Gewicht der Walze sanften
Glanz .Sehr gerne mag ich die Facetten, da wo das Kupfer zuende ist und
das leere Papier beginnt. Das
ist alles sehr intim und seitenverkehrt. Der Vorgang des Druckens ist
magisch - sofern man es mit den eigenen Drucken in kleiner Auflage zu
tun hat. Sonst ist es einfach bloß Arbeit. Wir
haben hier eine große Druckpresse. Kupfer ist auch da.
Spiegel Als
wäre noch einer im Raum mit eigener Urteilskraft, gutem Augenmaß.
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Schablonen. Es müssen ganze Schablonenberge sein. Es sind ganze Schablonenberge. |
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ein wenig Staub liegt auf dem Rahmen. Alles ist staubig. |
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ein fertig geschliffener Rahmen sollte etwa so aussehen. Es geht zwar immer noch glatter - aber irgendwann ist Schluss. |
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![]() mit Achaten wird der vergoldete Rahmen poliert. So schnell wird man den ein mal begonnenen Rahmen nicht los. |
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