Was für viele nur Abfall ist, trägt in Indonesien dazu bei, dass Kinder und Familien in Armut Geld verdienen können. In einem kleinen Ort führte ein Compassion-Kinderzentrum eine Wertstoffbank ein. Zwei ehemalige Patenkinder verantworten die Wertstoffbank.
„Schäm dich nicht dafür, dass du Müll sammelst und deinen Garten aufräumst. Wenn wir alles tun, was in unserer Macht steht, wird es einen Weg geben“, sagt Yanti, ehemalige Patenkind, zu den jüngeren Kindern. In den letzten drei Jahren haben Kinder und ihre Familien gelernt, mit ihrem Abfall sorgsam umzugehen und damit Geld zu verdienen. Im Kinderzentrum hat die 14-jährige Fania gelernt, welche Abfälle wertvoll sind, welche nicht, und sie in Kunststoff, Papier und Metall zu unterteilen. Deshalb sammelt sie nun Müll und bringt ihn zur Wertstoffbank im Kinderzentrum. Innerhalb einer Woche verdient sie damit rund einen US-Dollar. Mittlerweile hat sie 15 US-Dollar gespart.
„Die Herausforderung besteht darin, die Einstellung der Jugendlichen zu verändern. Sie betrachten das Sortieren von Abfällen als schmutzige Arbeit. Aber tatsächlich, wenn wir es konsequent tun, kann es sich lohnen“, erklärt Yanti.
Die Kinder und Jugendlichen des Kinderzentrums sind jede Woche dazu eingeladen, beim Sortieren des Abfalls zu helfen. Gemeinsam beginnen sie mit einem Gebet, bevor sie mit der Arbeit loslegen. Doch dann wird miteinander geredet und gelacht, während sie den Müll sortieren. Dieser Gemeinschaftsgeist ist ein weiteres positives Ergebnis des Projekts. Es beeindruckt auch die älteren Generationen, wie die Menschen nun zusammenkommen.
