Aus der Compassion-Welt

Aus der Compassion-Welt

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat spätestens seit März unser Leben verändert. In Deutschland konnten und können zahlreiche Maßnahmen gegen Corona wieder gelockert werden und viele von uns kehren Stück für Stück zu einer gewissen Normalität zurück. Doch in anderen Teilen der Welt kämpfen Menschen weiter, teilweise unter schwierigsten Umständen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen darüber, welche Auswirkungen die Pandemie auf unsere Arbeit hat und wie unsere Mitarbeiter auf die Herausforderungen vor Ort reagieren.

Unsere Mitarbeiter helfen, wo immer es möglich ist

Aktuell können die Programmaktivitäten nicht in den Kirchengemeinden stattfinden. Die Aussetzung der Gruppenveranstaltungen dient dem Schutz und der Sicherheit der Kinder. Dennoch sind unsere Mitarbeiter und Kirchen- und Gemeindepartner entschlossen, sich weiterhin um die Kinder und ihre Familien zu kümmern. Sie begleiten die Familien durch die Herausforderungen von Lockdowns und Quarantäneverordnungen und kümmern sich nach Möglichkeit um Gesundheitsfragen. In vielen Ländern ist durch Ausgangsbeschränkungen, wegfallende Verdienstmöglichkeiten und steigende Lebensmittelpreise die alltägliche Versorgung mit Nahrungsmitteln gefährdet. Hier helfen unsere Partnerkirchen durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen. Zudem erhalten die Kinder zusätzliche Lernmaterialien und -Begleitung für die Zeit der Schulschließungen.

Schutz und Aufklärung in den Compassion-Kinderzentren

Wir sind dankbar, dass – ganz unabhängig von der aktuellen Situation – die Kinder in den Compassion-Kinderzentren auf der ganzen Welt regelmäßig zu Themen der Hygiene und Krankheitsvorbeugung unterrichtet werden, insbesondere über das Händewaschen! Händewaschen ist eine der besten Möglichkeiten, die Verbreitung von Coronaviren zu verhindern. Zudem werden Schutzmasken, Desinfektionsmittel und weitere Hygienematerialien verteilt.

Unsere Mitarbeiter beobachten sorgfältig die weltweiten Entwicklungen. Unsere oberste Priorität ist es, die Übertragung des Coronavirus unter den Kindern zu verhindern. Aus diesem Grund sind alle Besuche der nationalen Büros, Kinderzentren und Partnerkirchen abgesagt. Wir möchten alles dafür tun, um die Verbreitung des Virus zu begrenzen und die Belastung der Gesundheitssysteme in den Ländern, in denen wir tätig sind, zu verringern.

Schutz unserer Paten und Unterstützer

Wir verpflichten uns, alles zu tun, was wir können, um die Übertragung des neuen Coronavirus unter unseren Paten und Unterstützern zu verhindern. Deshalb halten wir uns eng an die nationalen Richtlinien für Großveranstaltungen. Es bedeutet leider auch, dass wir bis zum Ende dieses Jahres vorerst keine Besuche bei den Patenkindern ermöglichen können.

Hier gibt Sidney Muisyo, Leiter des Globalen Compassion-Programms, einen Überblick über die veränderte Programmarbeit, während die Kinderzentren geschlossen bleiben müssen. Konkrete Infos über die Lage und die Maßnahmen in den einzelnen Ländern finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Hier gibt Sidney Muisyo, Leiter des Globalen Compassion-Programms, einen Überblick über die veränderte Programmarbeit, während die Kinderzentren geschlossen bleiben müssen. Konkrete Infos über die Lage und die Maßnahmen in den einzelnen Ländern finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

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Bete mit uns

Das Virus kann uns alle treffen. Wir bitten dich, mit uns für die Kinder, Familien, Kirchengemeinden, Mitarbeiter und Paten zu beten, die bereits von diesem Ausbruch betroffen sind. Bitte beten Sie mit uns gemeinsam für:

  • Schutz vor dem Virus für alle bei Compassion registrierten Kinder und ihre Familien.
  • Gesundheit und Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter in den internationalen und nationalen Büros sowie für die Mitarbeiter und Freiwilligen in den Compassion-Kinderzentren.
  • Kinder, die sich nach einer Patenschaft sehnen, um während dieser langen Wartezeit ermutigt, geliebt und betreut zu werden.
  • Paten und ihre Familien, die von dem Virus betroffen sind.

Gott segne dich für deine Fürsorge um seine Kinder, die in extremer Armut leben. Und danke, dass du mit deinen Gebeten an sie denkst.

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Bete mit uns

Das Virus kann uns alle treffen. Wir bitten dich, mit uns für die Kinder, Familien, Kirchengemeinden, Mitarbeiter und Paten zu beten, die bereits von diesem Ausbruch betroffen sind. Bitte beten Sie mit uns gemeinsam für:

  • Schutz vor dem Virus für alle bei Compassion registrierten Kinder und ihre Familien.
  • Gesundheit und Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter in den internationalen und nationalen Büros sowie für die Mitarbeiter und Freiwilligen in den Compassion-Kinderzentren.
  • Kinder, die sich nach einer Patenschaft sehnen, um während dieser langen Wartezeit ermutigt, geliebt und betreut zu werden.
  • Paten und ihre Familien, die von dem Virus betroffen sind.

Gott segne dich für deine Fürsorge um seine Kinder, die in extremer Armut leben. Und danke, dass du mit deinen Gebeten an sie denkst.

Wie du helfen kannst

Das Risiko, die Angst, die Ungewissheit und die Folgen betreffen die Ärmsten der Armen am stärksten. Neben dem Gesundheitsrisiko gibt es etwas anderes, das brutal zuschlägt: Hunger und wirtschaftliche Probleme.

In vielen Ländern des Globalen Südens gibt es ähnliche Maßnahmen, wie wir sie in Deutschland hatten, aber die Folgen sind fataler. Wer das Haus nicht verlassen darf, kann nicht dafür sorgen, dass die Familie etwas zu essen bekommt. Hunderttausende kleine Straßengeschäfte mussten schließen. Für viele Familien existenzbedrohend.

Wir können helfen. Denn: Wir stehen zusammen!

Covid-19 darf nicht das letzte Wort haben. Armut darf nicht das letzte Wort haben.

Helfen Sie mit, dass unsere Partner-Kirchen und -Gemeinden vor Ort denen helfen können, die es am nötigsten haben.

SPENDE HEUTE für den Fonds „Aktuelle Nothilfe“.
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Wie du helfen kannst

Das Risiko, die Angst, die Ungewissheit und die Folgen betreffen die Ärmsten der Armen am stärksten. Neben dem Gesundheitsrisiko gibt es etwas anderes, das brutal zuschlägt: Hunger und wirtschaftliche Probleme.

In vielen Ländern des Globalen Südens gibt es ähnliche Maßnahmen, wie wir sie in Deutschland hatten, aber die Folgen sind fataler. Wer das Haus nicht verlassen darf, kann nicht dafür sorgen, dass die Familie etwas zu essen bekommt. Hunderttausende kleine Straßengeschäfte mussten schließen. Für viele Familien existenzbedrohend.

Wir können helfen. Denn: Wir stehen zusammen!

Covid-19 darf nicht das letzte Wort haben. Armut darf nicht das letzte Wort haben.

Helfen Sie mit, dass unsere Partner-Kirchen und -Gemeinden vor Ort denen helfen können, die es am nötigsten haben.

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Corona Länder-Infos

[Stand Ende Januar]

Es bricht uns das Herz, dass Menschen aus der weltweiten Compassion-Familie einer Infektion mit COVID-19 erlegen sind. Zudem gibt es bestätigte Erkrankungen, soweit dies durch Tests sicher zu belegen ist, sowie zahlreiche Verdachtsfälle.

Viele sind direkt betroffen: unsere Partnerkirchen, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sogar Patenkinder und ihre Angehörigen. In allen Ländern, in denen wir arbeiten, sind die Testmöglichkeiten sehr begrenzt, weshalb es eine kaum einzuschätzende Dunkelziffer an Infektionen gibt. Daher verzichten wir auf die Veröffentlichung von Zahlen zu COVID-19-Erkrankungen innerhalb der von Compassion unterstützten Familien und unserer Partnerkirchen.

Klar ist, dass die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten von COVID-19-Patienten in vielen Ländern sehr unzureichend sind. Die Mitarbeiter unserer Partnerkirchen setzen daher alles in Bewegung, um bei Erkrankungen und medizinischen Notfällen schnell und bestmöglich zu helfen. Bitte bete weiterhin für diejenigen, deren Leben und Gesundheit unmittelbar bedroht sind.

Die Länder, in denen wir arbeiten, sind bestrebt, die Ausbreitung des Coronavirus durch verschiedene Maßnahmen wie Beschränkungen für öffentliche Versammlungen oder Ausgangssperren zu verlangsamen. Wir tun unser Bestes, um dich über die veränderten Bedingungen unserer Arbeit auf dem Laufenden zu halten. In den aktuellsten Berichten aus den Ländern erfährst du, wie sich die jeweiligen Richtlinien und Maßnahmen auf das Compassion-Programm auswirken. Diese Übersicht wird stetig aktualisiert. Wir danken dir für deine anhaltende Unterstützung und deine Gebete.

ÄTHIOPIEN

COVID-19, bewaffnete Konflikte, Überschwemmungen und mehrfache Heuschreckeninvasionen verursachen eine humanitäre Krise in Äthiopien. Im November 2020 begannen in der Region Tigray Kämpfe, die humanitäre Hilfe blockierten und Tausende von Menschen veranlassten, als Flüchtlinge im Sudan Sicherheit zu suchen. Im ganzen Land kämpfen Familien aufgrund der Instabilität, des wirtschaftlichen Abschwungs und der Zerstörung der Ernten um ihren Lebensunterhalt und die Beschaffung von Nahrungsmitteln. In einigen Regionen ist ein 50%iger Anstieg der Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerer akuter Unterernährung zu verzeichnen. Das International Rescue Committee hat eine Prognose veröffentlicht, nach der in der ersten Hälfte des Jahres 2021 11 Millionen Äthiopier hungern werden.

In einigen Regionen dürfen die Kinder in kleinen Gruppen für verschiedene Aktivitäten und Unterricht zurückkehren. In anderen Regionen bleiben die Zentren aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Mitarbeiter besuchen die Kinder regelmäßig zu Hause, schauen nach Anzeichen von Missbrauch und bieten bei Bedarf Traumaberatung an. Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen in Äthiopien haben mehr als 680.000 Lebensmittelpakete und 415.000 Hygiene-Kits verteilt und rund 29.000 Personen medizinisch unterstützt. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter dafür gesorgt, dass sämtliche 526 Kinderzentren über funktionierende Handwascheinrichtungen verfügen, zu denen Kinder, Familien und das gesamte Umfeld Zugang haben.

BANGLADESCH

Die Zahl der bestätigten COVID-19-bedingten Todesfälle in Bangladesch überstieg am 1. Januar 2021 die Zahl von 7.500. Die jüngste Häufung von Fällen hat die Besorgnis über eine mögliche zweite Welle von COVID-19 während des Winters verstärkt. Viele Restriktionen, einschließlich Ausgangssperren, wurden von der Regierung aufgehoben, aber Gesichtsmasken und Kontakteinschränkungen sind in öffentlichen Bereichen weiterhin erforderlich. Das Land hat weiterhin mit den langfristigen Auswirkungen der schlimmsten Überschwemmung seit einem Jahrzehnt zu kämpfen, die eine halbe Million Menschen obdachlos gemacht hat. Die Behörden meldeten Tausende von Fällen von durch Wasser übertragenen Krankheiten, einschließlich Durchfall und Hautkrankheiten, in der überfluteten Küstenregion. Inzwischen ist die Hälfte der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen und hat somit keinen ständigen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln.

Die meisten Compassion-Zentren haben die Aktivitäten für Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppen unter freiem Himmel wieder aufgenommen. Wo das nicht möglich ist, halten die Mitarbeiter durch Hausbesuche und Telefonate regelmäßigen Kontakt zu den Kindern und ihren Familien. Mitarbeiter von Compassion Bangladesch und den Partnerkirchen konnten mehr als 268.000 Lebensmittelpakete und 269.000 Hygienepakete an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie über 5.000 Menschen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter berichten, dass viele Familien keinerlei Einkommen mehr haben, weshalb ihnen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um sich mit dem Notwendigsten zu versorgen.

BOLIVIEN

In den zwei Wochen nach den Weihnachtsfeiertagen stiegen die COVID-19-Fälle in Bolivien sprunghaft an: Täglich wurden durchschnittlich 1.153 Infektionen gemeldet. La Paz und Santa Cruz, zwei der größten Städte des Landes, waren besonders stark betroffen. Diese zweite Welle ist Berichten zufolge ernster als die erste, da mehr Patienten intensive Pflege benötigen.

Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren finden nicht statt. Die Partnerkirchen setzen sich dafür ein, dass die Patenkinder und ihre Familien mit Nahrungsmitteln, Materialien zur Krankheitsprävention und Hygieneartikeln versorgt werden. Die Mitarbeiter halten Telefonkontakt und versorgen die Familien sowohl mit Hinweisen zu Hygiene und Krankheitsprävention als auch mit geistlicher und emotionaler Unterstützung. Zudem organisieren sie telefonische Unterstützung bei medizinischen Fragen. Das Landesbüro hat Ärzte- und Psychologen-Teams aufgestellt, die die Partnerkirchen unterstützen und Schulungen durchgeführt, um den Kirchen bei der sicheren Wiederaufnahme ihrer Aktivitäten zu helfen. Seit Beginn der Krise haben sie mehr als 686.000 Lebensmittelpakete und 333.000 Hygienesets an gefährdete Kinder und Familien geliefert und über 39.000 Personen medizinisch unterstützt.

BRASILIEN

In Brasilien wurden Mitte Januar 8,5 Millionen bestätigte COVID-19-Infektionen überschritten. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt über 210.000 und ist somit die zweithöchste der Welt. Sao Paulo und Rio de Janeiro sind am stärksten betroffen, wobei die indigene Bevölkerung überproportional betroffen ist. Mehrere Staats- und Lokalregierungen in ganz Brasilien haben Verordnungen erlassen, die das Tragen von Gesichtsmasken vorschreiben. Eine Ausgangssperre ist nicht in Kraft. Millionen sind arbeitslos und es herrscht Sorge über eine wachsende Finanzkrise und Inflation.

Das Programm in den Compassion-Kinderzentren bleibt weitgehend ausgesetzt. Trotzdem kümmern sich die Mitarbeiter vor Ort darum, dass die Familien der Patenkinder in ihren Grundbedürfnissen versorgt sind, einschließlich der Lieferung von mehr als 350.000 Lebensmittelpaketen und 278.000 Hygiene-Kits. Zudem wurden über 23.000 Menschen medizinisch versorgt. Die Compassion-Partnergemeinden halten Telefonkontakt zu den Familien und ermutigen Kinder und Familien durch biblische Andachten, Videos und Gebet. Etwa 25% der Zentren sind in der Lage, Aktivitäten mit kleinen Gruppen von Kindern und Jugendlichen durchzuführen.

BURKINA FASO

Burkina Faso kämpft weiterhin mit der COVID-19-Pandemie sowie mit bewaffneter Gewalt und akuter Ernährungsunsicherheit. Die Instabilität hat zur Binnenvertreibung von über 1 Million Menschen geführt – die Hälfte davon sind Kinder, die aktuell größtenteils keine Schule besuchen können. Viele sind ohne sauberes Wasser, Nahrung, Unterkunft oder medizinische Versorgung. Es wurde von hungerähnlichen Zuständen berichtet, und Helfer sagen, dass eine halbe Million Kinder unter 5 Jahren akut unterernährt sind. In dieser Situation sind Frauen und Kinder besonders von Ausbeutung, Gewalt und Unterernährung bedroht.

Je nach Region erlauben viele Zentren den Kindern, in kleinen Gruppen für Aktivitäten und Unterricht zurückzukehren. Einige Zentren bleiben aus Sicherheitsgründen geschlossen und die Mitarbeiter dort machen weiterhin Hausbesuche und stehen in telefonischem Kontakt mit den Familien. Mitarbeiter der Gemeinden haben über 511.000 Lebensmittelpakete und 376.000 Hygienesets an Familien verteilt und arbeiten weiter daran, das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen. Darüber hinaus konnten bisher mehr als 80.000 Menschen medizinisch versorgt werden.

DOMINIKANISCHE REPUBLIK

Die Dominikanische Republik hat weiterhin die höchste COVID-19-Infektionsrate unter den Karibik-Staaten und erlebt einen sprunghaften Anstieg der Fälle. Das Land wurde im vergangenen Jahr auch von tropischen Stürmen und Hurrikans heimgesucht. Die medizinische Versorgung ist begrenzt, einige Krankenhäuser sind voll oder nahezu voll ausgelastet. Die Betten auf Intensivstationen sind besonders knapp. Eine landesweite Ausgangssperre ist in Kraft, und in der Öffentlichkeit sind weiterhin Gesichtsmasken vorgeschrieben.

Alle Compassion-Kinderzentren sind geschlossen. Gesundheitsexperten von Compassion haben den Partnerkirchen Handlungsempfehlungen und Aufklärungsmaterial weitergegeben. Unter Berücksichtigung der Regierungsrichtlinien unterstützen die Mitarbeiter der Partnerkirchen die Familien der Patenkinder mit praktischer und emotionaler Hilfe, einschließlich der Lieferung von mehr als 142.000 Lebensmittelpaketen und 69.000 Hygienekits. Compassion arbeitet mit Ärzten vor Ort zusammen, um den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon zu ermöglichen; zudem wurden bisher über 7.000 Personen medizinisch unterstützt. Mentoren und Tutoren halten über Online-Treffen und soziale Medien Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen.

ECUADOR

Ecuador hat eine hohe Anzahl an positiven Fällen von COVID-19, die meisten davon in der Hauptstadt Quito. Der Minister für öffentliche Gesundheit sagte, dass die Geschwindigkeit der Virusübertragung in 17 der 24 Provinzen des Landes zugenommen hat und die durchschnittliche Positivitätsrate landesweit 21% beträgt. Die Zahl der Tests ist jedoch nach wie vor äußerst begrenzt, und die Zahl der Todesfälle deutet darauf hin, dass die Zahl der positiven Fälle wahrscheinlich höher ist als berichtet. Handel, Industrie, Tourismus sowie Verkehrs- und Gesundheitswesen des Landes sind von der wirtschaftlichen Rezession stark betroffen, und Experten gehen davon aus, dass ein Anstieg der Arbeitsplatzverluste viele Familien in extreme Armut stürzen wird. Darüber hinaus sind indigene Gruppen in Ecuador stark vom Virus betroffen; viele, die in abgelegenen Gebieten leben, haben kaum Zugang zu Tests oder Krankenhäusern.

Alle Partnerkirchen von Compassion haben ihre eigenen und die Angebote der Kinderzentren eingestellt. Mitarbeiter bieten weiterhin emotionale und geistliche Unterstützung an, indem sie regelmäßig mit den Familien telefonieren und, wo es möglich ist, Hausbesuche machen. Unter Berücksichtigung der lokalen Vorgaben konnten die Gemeinden bisher mehr als 511.000 Lebensmittelpakete und 165.000 Hygienesets an Familien verteilen und haben seit Beginn der Pandemie über 17.000 Personen medizinisch behandelt – unter anderem konnten Familien beim Zugang zu medizinischer Telefonberatung unterstützt werden. Einige Partnergemeinden konnten Online-Gottesdienste, -Gebetstreffen und Kinderschutz-Schulungen abhalten. Das Landesbüro von Compassion Ecuador hat Beratung und Seelsorge für 2.500 Pastoren und mehr als 2.200 Mitarbeiter von Partnerkirchen ermöglicht.

EL SALVADOR

Aktive COVID-19-Fälle sind in El Salvador seit dem Sommer rückläufig, abgesehen von einem kleinen Anstieg im Dezember. Inzwischen arbeitet die Wirtschaft wieder ohne Einschränkungen. Das Land hat die Flughäfen wieder für internationale Flüge geöffnet und fördert aktiv den Tourismus, um die Wirtschaft anzukurbeln und verlorene Arbeitsplätze wiederherzustellen. Obwohl es nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt die Regierung, immer eine Maske zu tragen.

Die Partnerkirchen von Compassion versorgen die bedürftigsten Familien von Patenkindern mit Lebensmitteln und verfügbaren Medikamenten. Zudem werden Online-Lernmaterialien entwickelt, damit die Kinder von zu Hause aus weiter lernen können. Bisher konnte Compassion El Salvador mehr als 310.000 Lebensmittelpakete und 157.000 Hygiene-Kits verteilen und 52.000 Personen medizinisch versorgen. Es werden Mittel zur Verfügung gestellt, um Familien bei der Anlage von Hausgärten zu unterstützen. Compassion El Salvador hatte die Möglichkeit, über lokale Radioprogramme ganze Städte und Regionen mit Gesundheitsinformationen und ermutigenden Botschaften zu erreichen. Einige Mitarbeiter der Kinderzentren konnten mit den Kindern sogar ihre Geburtstage online feiern. Viele Betreuerinnen haben Gebetsgruppen gebildet, um in dieser Zeit besonders für die Kinder zu beten.

GHANA

Ghana hat sehr niedrige Zahlen an COVID-19-Infektionen und konnte eine zweite Welle bisher erfolgreich vermeiden. Das Land wurde für seine Reaktion und die Art, wie es die Zahlen niedrig gehalten hat, gelobt. In der Öffentlichkeit sind Gesichtsmasken vorgeschrieben und große Sportveranstaltungen, politische Kundgebungen und Festivals sind ausgesetzt. Einrichtungen im Freien und Ghanas nationale Touristenorte sind geöffnet, während Nachtclubs, Bars, Strände und Kinos bis auf weiteres geschlossen bleiben. Restaurants sind in Betrieb und Gottesdienste können bis zu zwei Stunden am Stück stattfinden. Konferenzen, Workshops, Hochzeiten und private Beerdigungen sind bis zu einer maximalen Teilnehmerzahl von 100 Personen erlaubt.

Viele Compassion-Kinderzentren in Ghana haben wieder damit begonnen, Teile der Programmarbeit durchzuführen und laden Kinder und Jugendliche in Kleingruppen für den Unterricht in das Zentrum ein, auch um aktuelle Fotos zu machen und Briefe zu schreiben. Einige Zentren, die noch nicht wiedereröffnet werden konnten, hatten die Möglichkeit, mit lokalen Fernsehsendern zusammenzuarbeiten, um Unterrichtsinhalte für die Schüler zu Hause auszustrahlen. Die Kinderzentren kümmern sich weiterhin um die medizinische Notfallversorgung der Patenkinder, werden bei Kindesschutz-Fällen aktiv und leisten Nothilfe, wo benötigt. Bisher konnten mehr als 157.000 Lebensmittelpakete und 136.000 Hygiene-Kits verteilt sowie fast 48.000 Personen medizinisch unterstützt werden.

GUATEMALA

Guatemala hat konstant niedrige Zahlen aktiver bestätigter Fälle von COVID-19, wobei eine hohe Dunkelziffer zu vermuten ist. Guatemalas Regierung gestattete am 1. Oktober die Wiedereröffnung von Theatern, Bars, Turnhallen, Nationalparks und einigen Touristenorten. In Gebieten, in denen sich COVID-19 weiter ausbreitet, darunter Guatemala-Stadt und die meisten anderen Städte, gelten Besuchsbeschränkungen und andere restriktive Maßnahmen. In öffentlichen Räumen müssen Masken getragen werden. Die Hurrikans Eta und Iota, die im November über Zentralamerika zogen, sorgten für Überschwemmungen, Zerstörung von Straßen, Ackerland und Gebäuden, Vermisste und Todesfälle.

Alle Compassion-Kinderzentren sind für Gruppenveranstaltungen geschlossen. Ehrenamtliche halten wöchentlich den Kontakt zu allen Patenkindern, mindestens über Telefon, um gemeinsam mit den Familien zu beten und den Mitarbeitern über die Sorgen und Nöte der Familie zu berichten. Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben konnten die Mitarbeiter der Gemeinden bisher mehr als 476.000 Lebensmittelpakete und 172.000 Hygienesets an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie die medizinische Versorgung von über 8.000 Personen ermöglicht. Zudem wurden Bastelmaterialien und Kinderzeitschriften verteilt.

HAITI

Die Zahl der Fälle von COVID-19 hat zuletzt zugenommen. Angesichts des niedrigen Niveaus warnen Mitarbeiter im Gesundheitswesen allerdings, dass die Zahlen wahrscheinlich viel höher liegen. Viele Haitianer haben ein tiefes Misstrauen gegenüber der Regierung und den Gesundheitsbehörden und ziehen es vor, sich zu Hause selbst zu behandeln. Darüber hinaus waren die Kliniken und Krankenhäuser schon vor der Pandemie überlastet, da viele Haitianer wegen chronischer Gesundheitsprobleme wie Unterernährung, Diabetes und Bluthochdruck medizinische Behandlung benötigen. Die Regierung hat die Ausgangssperre aufgehoben, das Tragen von Masken in öffentlichen Bereichen, in denen Abstände nicht gewährleistet werden können, ist allerdings weiterhin vorgeschrieben.

Die Compassion-Kinderzentren sind wieder für Gruppenaktivitäten geöffnet, wobei die Empfehlungen des öffentlichen Gesundheitswesens befolgt werden. Es gelten strenge Maßnahmen, um Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen. Bisher konnten die Mitarbeiter über 162.000 Lebensmittelpakete und 92.000 Hygiene-Kits verteilen und mehr als 12.700 Menschen mit medizinischer Hilfe unterstützen.

HONDURAS

Die geringen Testkapazitäten in Honduras erschweren eine Einschätzung, wie sehr das Land von COVID-19 betroffen ist. Das öffentliche Gesundheitssystem verfügt nur über begrenzte Kapazitäten zur Behandlung schwerer Fälle von COVID-19. Sicherheitskräfte wurden eingesetzt, um Ausgangssperren durchzusetzen. Die Verwendung von Gesichtsmasken und Hygienegel in der Öffentlichkeit ist vorgeschrieben. Honduras wurde im November 2020 von den Hurrikans Eta und Iota getroffen. Die Stürme forderten mindestens 100 Todesopfer und verursachten Schäden in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar an Häusern und in der Landwirtschaft, was zu einer weit verbreiteten Ernährungsunsicherheit führte. Die Kaffeeernte in Honduras wird durch Pandemie-Restriktionen bedroht, die einheimische Arbeiter zu Hause halten und ausländische Erntehelfer daran hindern, das Land zu betreten.

Alle von Compassion verantworteten Gruppenveranstaltungen sind abgesagt. Die Mitarbeiter der Compassion-Partnergemeinden haben mehr als 215.000 Lebensmittelpakete und 142.000 Hygienesets verteilt und bestärken die Eltern und Bezugspersonen der Patenkinder darin, Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen konnten über 2.700 Menschen medizinisch versorgt werden. Alle Mitarbeiter, die Nahrungsmittel verteilen, wurden von den lokalen Behörden in Schutzmaßnahmen geschult. Mitarbeiter der Partnerkirchen halten über Telefongespräche Kontakt zu den Familien und bieten, wo möglich, Livestream-Unterricht für die Kinder an.

INDONESIEN

Indonesien hat im Dezember eine Welle von COVID-19-Infektionen erlebt. Neue Fälle nehmen in den vier bevölkerungsreichsten Provinzen des Landes rapide zu. Durch die geringen Testkapazitäten ist dennoch wahrscheinlich, dass nur ein Bruchteil der Infektionen erfasst wird. Die Schulen bleiben geschlossen, öffentliche Verkehrsmittel und der Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen sind jedoch weithin verfügbar. Abstand Halten und Gesichtsmasken sind an öffentlichen Orten vorgeschrieben. Die Einschränkungen für größere Versammlungen und nicht unbedingt notwendige Reisen variieren in den einzelnen Provinzen und Städten.

Der Status der Compassion-Kinderzentren ist sehr unterschiedlich. Während einige wenige für normale Programmaktivitäten geöffnet sind, können sich viele nur in kleinen Gruppen für begrenzte Aktivitäten treffen, und die meisten Kinder und Familien können nur durch Hausbesuche erreicht werden. Mitarbeiter haben sowohl Online-Inhalte als auch gedruckte Unterrichtseinheiten für die Kinder erstellt. Sie verteilen wöchentlich Hilfsgüter wie Seife, sauberes Wasser, Vitamine und Lebensmittel und helfen einigen Familien, kleine Nutzgärten anzulegen. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter über 1 Million Lebensmittelpakete und 758.000 Hygienekits verteilt und über 77.000 Personen medizinisch unterstützt.

KENIA

Die bestätigten Fälle von COVID-19 in Kenia erreichten im November 2020 einen Höhepunkt und sinken seitdem. Allerdings sind die Testkapazitäten sehr begrenzt und die Dunkelziffer daher möglicherweise hoch. Die Schüler konnten am 4. Januar erstmals seit März wieder in die Schule zurückkehren. Kenia ist das letzte Land in Ostafrika, das seine Schulen wieder vollständig geöffnet hat. Experten geben an, dass zwei Drittel der Bevölkerung durch die Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind; die Zahl der Menschen, die in Ernährungsunsicherheit leben, stieg um 38%. Viele Familien arbeiten als Tagelöhner und haben Mühe, sich selbst zu ernähren. Vorfälle häuslicher Gewalt haben seit Beginn der Pandemie stark zugenommen.

Die Mehrheit der Kinderzentren hat in begrenztem Umfang wieder Treffen aufgenommen; es sind in der Regel kleine Gruppen von Kindern zu Hause und/oder kleine Gruppen von Jugendlichen in den Kinderzentren. Die restlichen Zentren bleiben aus Sicherheitsgründen geschlossen, und die Mitarbeiter dort machen weiterhin Hausbesuche und Telefonate, um nach den Familien zu sehen.  Die Mitarbeiter der Partnerkirchen bemühen sich um psychologische Unterstützung, da viele Kinder und Familien Angst um ihre Zukunft haben. Wir sind dankbar, dass Mitarbeiter über 204.000 Lebensmittelpakete und 38.000 Hygiene-Sets an gefährdete Kinder und ihre Familien liefern sowie mehr als 39.000 Personen medizinisch unterstützen konnten.

KOLUMBIEN

Kolumbien erlebte einen alarmierenden Anstieg neuer COVID-19-Infektionen, da die Menschen über die Feiertage verreist waren. Die Hauptstadt Bogota und die zweitgrößte Stadt Medellin verhängten am 5. Januar erneut Abriegelungen, um die Ausbreitung einzudämmen. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in Kolumbien lag Mitte Januar bei rund 1,9 Millionen. In einigen Städten sind die Intensivstationen für COVID-19-Patienten fast überfüllt. Es wird geschätzt, dass 10% der Bevölkerung während der Pandemie den Arbeitsplatz verloren haben.

Das Programm in den Compassion-Kinderzentren ist weiterhin ausgesetzt. Die Partnerkirchen betreuen und unterstützen Familien, die unter Quarantäne stehen oder positiv auf COVID-19 getestet wurden. In den letzten Monaten haben die Mitarbeiter der Gemeinden über 542.000 Lebensmittelpakete und 260.000 Hygienesets an Familien verteilt und die medizinische Versorgung von mehr als 9.500 Personen ermöglicht. In Gegenden, wohin keine Lebensmittel ausgeliefert werden können, werden Gutscheine für Märkte vor Ort angeboten. Die Mitarbeiter haben für die Kinder Beschäftigungsmöglichkeiten für zu Hause entwickelt und einige Kinderzentren konnten mit den Kindern sogar ihre Geburtstage online feiern. Zudem begleiten sie die Kinder und Familien durch tägliche Anrufe; besonderes Augenmerk gilt weiterhin dem Schutz der Patenkinder vor Missbrauch und Gewalt.

MEXIKO

Mexiko erlebt einen sprunghaften Anstieg neuer COVID-19-Infektionen und der damit verbundenen Sterblichkeit. Bis Ende Januar wurden mehr als 147.000 Todesfälle gemeldet – mit über 8% der Infizierten die vierthöchste Sterblichkeitsrate der Welt. Die Gesundheitsbehörden haben die Bürger aufgerufen, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben, die Richtlinien zu Kontaktbeschränkungen zu befolgen, häufig die Hände zu waschen und in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. Die Schulen bleiben in fast allen mexikanischen Bundesstaaten geschlossen. Die mexikanische Wirtschaft wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen und in die tiefste Rezession seit den 1930er Jahren gestürzt. Je nach Region gelten unterschiedliche Formen von Ausgangssperren.

Alle Kinderzentren von Compassion-Partnergemeinden haben ihre Gruppenprogramme vor Ort ausgesetzt, aber die Mitarbeiter machen Hausbesuche und rufen die Familien regelmäßig an. Über 80% der Kinderzentren führen Online-Aktivitäten durch. Einige Betreuer konnten Unterrichtsstunden auf Video aufnehmen und den Patenkindern zum eigenständigen Lernen nach Hause schicken. Alle Gemeindepartner von Compassion haben Handzettel zu Krankheitsprävention und -behandlung erhalten, die sie ausdrucken und in ihrem Umfeld verteilen können. Die meisten Kinderzentren versorgen die Familien der am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmitteln und reagieren auf Notlagen jeglicher Art. Die Mitarbeiter der Kinderzentren konnten mehr als 278.000 Lebensmittelpakete und 145.000 Hygiene-Kits verteilen und über 17.000 Personen medizinisch versorgen.

NICARAGUA

Nicaragua meldet weiterhin sehr geringe Fallzahlen und kaum Todesfälle. Unabhängige Gesundheitsorganisationen schätzen die Zahl der Fälle jedoch viel höher ein. Laut Veröffentlichung eines Ärztenetzwerk im Oktober könnten die realen Todeszahlen um den Faktor 15 bis 20 höher liegen. Berichten zufolge sind die Krankenhäuser unterbesetzt und haben Mühe, mit der Pandemie fertig zu werden. Auch die Zahl der Unterernährten steigt im ganzen Land. Nicaragua hat offiziell keine inländischen Reisebeschränkungen oder nationale Quarantänemaßnahmen verhängt. Im November wurde Nicaragua von den Hurrikanen Eta und Iota getroffen, die Überschwemmungen, Zerstörung und Todesopfer verursachten.

Viele Compassion-Kinderzentren in Nicaragua planen eine schrittweise Wiedereröffnung oder haben damit begonnen. Mitarbeiter aus vielen Zentren machen weiterhin Hausbesuche und bieten Online-Programme für Kinder und Familien an. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter etwa 218.000 Lebensmittelpakete und 106.000 Hygienepakete verteilt und 5.400 Personen medizinisch versorgt. Zudem konnten Mitarbeiter den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon ermöglichen.

PERU

Der peruanische Gesundheitsminister gab am 7. Januar bekannt, dass ein Anstieg der Coronavirus-Fälle nach Weihnachten auf eine zweite Welle der Pandemie hindeuten könnte. Krankenhäuser in und um die Hauptstadt Lima hatten in der ersten Januarwoche nur 16 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten zur Verfügung. Die Anzahl der Todesfälle ist mit rund 4% Sterberate gemessen an den bestätigten Fällen weiterhin verhältnismäßig hoch. Weiter im Norden, entlang der Küste, waren die Krankenhäuser voll. Die Schulen sind geschlossen, außer in ländlichen Gebieten, in denen es keine COVID-19-Infektionen gibt. Dort konnte der Unterricht in begrenztem Umfang wieder aufgenommen werden. Strenge Ausgangssperren bleiben landesweit in Kraft, variieren aber je nach Region. Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und das Tragen von Gesichtsmasken an öffentlichen Orten sind vorgeschrieben. Alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte, auch zu Hause und innerhalb der Familie, sind verboten.

Alle Partnergemeinden von Compassion haben ihr Programm für Kinder und Jugendliche ausgesetzt. Mitarbeiter des Compassion-Landesbüros und der Partnergemeinden haben diejenigen Kinder und Familien im Blick, die wegen extremer Armut, möglichen Missbrauchs oder ihrer gesundheitlichen Verfassung am meisten gefährdet sind. Mitarbeiter und Pastoren bieten Patenkindern und Eltern online Seelsorge und Beratung an und bleiben unter Einhaltung der jeweils geltenden Sicherheitsbestimmungen auch durch Hausbesuche in Kontakt mit den Familien. Die Partnerkirchen arbeiten eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um die Familien mit Lebensmitteln zu versorgen und konnten so über 570.000 Lebensmittelpakete und 371.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie seit Beginn der Pandemie mehr als 33.000 Personen darin unterstützt, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen.

PHILIPPINEN

Auf den Philippinen infizieren sich zwischen 1000 und 2000 Personen pro Tag, wobei davon auszugehen ist, dass nicht alle Infektionen erfasst werden. Die philippinische Regierung hat bis Mitte Januar ein Einreiseverbot für Reisende aus 20 Ländern verhängt, darunter Großbritannien, Frankreich, Australien, Kanada und Südafrika. Große öffentliche Versammlungen und der Besuch von Schulklassen sind untersagt. Einkaufszentren, Restaurants und wichtige Geschäfte sind weiterhin in Betrieb. Alle Regionen stehen unter einer Art Quarantäne mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Gesichtsmasken sind vorgeschrieben, und Ausgangssperren werden von den lokalen Regierungen verhängt.

Compassion-Partnerkirchen und Kinderzentren führen vorerst keine Gruppenprogramme mehr durch, aber in einigen Regionen können sich Jugendliche in kleinen Gruppen treffen, solange sie dabei die Abstandsregeln beachten. Es wird dafür gesorgt, dass in allen Kinderzentren Handwascheinrichtungen zur Verfügung stehen. Einige Mitarbeiter in jedem Kinderzentrum arbeiten weiterhin an der Bereitstellung von Hilfsgütern. Bisher konnten mehr als 781.000 Lebensmittelpakete und 461.000 Hygiene-Kits verteilt werden. Darüber hinaus wurden in dieser Zeit über 75.000 Menschen medizinisch unterstützt. Mitarbeiter der Partnerkirchen bieten Beratung an und besuchen Familien regelmäßig, wenn es Verdachtsfälle von Missbrauch gibt. Die Kinderzentren helfen und informieren Eltern, wie sie die zur Verfügung gestellten Ressourcen nutzen und ihre Kinder im Fernunterricht unterstützen können.

RUANDA

Die ruandische Regierung verschärfte am 4. Januar die Einschränkungen für Unternehmen und öffentliche Aktivitäten als Reaktion auf einen Anstieg der Fälle von COVID-19 und damit verbundenen Todesfällen. Im Vergleich zu vielen Ländern ist die Zahl der Fälle und der Todesfälle gering, aber die Hälfte aller Todesfälle trat im Dezember 2020 auf. Es gilt eine Ausgangssperre von 20 Uhr bis 4 Uhr morgens, und in der Öffentlichkeit sind Gesichtsmasken vorgeschrieben.

Kinderentwicklungszentren in Ruanda sind nur für kleine Gruppentreffen von Kindern und Jugendlichen geöffnet. Die Mitarbeiter achten auf die COVID-19-Präventionsmaßnahmen und halten sich an die lokalen Richtlinien. Soweit möglich, stehen die Mitarbeiter der Kinderzentren im Telefonkontakt mit Patenkindern und deren Eltern und Bezugspersonen. Hausbesuche werden durchgeführt, wo dies sicher ist. Die durch Unterernährung und chronische Krankheiten am stärksten gefährdeten Kinder werden bestmöglich unterstützt. Die Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen konnten bisher mehr als 79.000 Lebensmittelpakete und 414.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie über 52.000 Personen geholfen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Landesbüro von Compassion Ruanda macht zusammen mit lokalen Mitarbeitern Beratungsangebote für Familien.

SRI LANKA

Die frühe Abriegelung Sri Lankas und umfassende Tests haben zu einer der erfolgreichsten Pandemiebekämpfungsmaßnahmen in Südasien geführt, mit bemerkenswert niedrigen COVID-19-Zahlen. Allerdings gibt es seit Oktober 2020 steigende Infektionszahlen von COVID-19 in und in der Nähe der Hauptstadt Colombo. Das Land begrüßte Ende Dezember 2020 seine ersten ausländischen Touristen seit neun Monaten. Die Behörden hoffen, dass die Neuankömmlinge die ersten von Tausenden von Touristen sein werden, die helfen werden, die Wirtschaft des Landes wieder anzukurbeln. Vor der Pandemie hatten fast 2 Millionen Menschen Arbeitsplätze, die vom Tourismus abhingen.

Die Compassion-Kinderzentren haben sämtliche Gruppenveranstaltungen ausgesetzt. In einigen wenigen Zentren konnten jedoch wieder kleine Gruppentreffen für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden. Mindestens einmal in der Woche rufen die Mitarbeiter die Familien der Patenkinder an und in einigen Gebieten war es möglich, die Familien unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneverordnungen zu Hause zu besuchen. In Kindesschutzfällen werden die Mitarbeiter weiterhin aktiv. Unter Einhaltung der Regierungsrichtlinien haben die Mitarbeiter bisher über 147.000 Lebensmittelpakete und 60.000 Hygiene-Kits verteilt und liefern weiterhin Saatgutpakete und Informationen zur Krankheitsprävention. Zudem führen Mitarbeiter Online-Schulungen und -Gebetstreffen für Familien durch, unterstützen die Kinder beim häuslichen Lernen und versorgen sie bei Krankheit und Unfällen. Die Kinder schreiben teilweise von zu Hause aus Briefe an ihre Paten.

TANSANIA

Die Regierung von Tansania stellt bereits seit dem Frühjahr 2020 keine Informationen und Zahlen zu COVID-19 zur Verfügung. Angesichts der vermuteten anhaltenden Verbreitung in Daressalam und an anderen Orten in Tansania besteht nach wie vor ein hohes Risiko der Infektion mit COVID-19. Die US-Botschaft berichtet, dass die Gesundheitseinrichtungen überlastet sind, was zu lebensbedrohlichen Verzögerungen bei der medizinischen Notfallversorgung führen kann. Allerdings dürfen Touristen, die negativ auf COVID-19 getestet wurden, wieder einreisen. Die Schulen wurden nach dreimonatiger Schließung wiedereröffnet, so dass Tansania das erste Land in Ostafrika ist, das Schülern die Rückkehr in die Schule ermöglicht hat. Kontaktbeschränkungen und das Tragen von Masken sind nicht verpflichtend.

Seit dem 5. September finden wieder Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren statt. Die Kinder kommen in mehreren Schichten, damit so viel Abstand wie möglich gehalten werden kann. Hygienematerial und mehrere Handwaschstationen stehen in jedem Zentrum zur Verfügung, Klassenzimmer und Spielgeräte werden regelmäßig desinfiziert. Bei Bedarf werden die Patenkinder und ihre Familien medizinisch versorgt und die Mitarbeiter der Kinderzentren werden weiterhin bei Fragen des Kindesschutzes aktiv. Bisher konnten sie mehr als 56.000 Lebensmittelpakete und 104.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 23.000 Personen medizinisch versorgen. Die Mitarbeiter schulen die Kinder weiterhin darin, wie sie sich vor Infektionen schützen können.

THAILAND

Thailand hatte seit September kaum neue COVID-19-Fälle gemeldet und begonnen, sich wieder für den Tourismus zu öffnen, der normalerweise einen großen Beitrag zu seiner Wirtschaft leistet. Trotz der guten Nachrichten haben die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie die in Armut lebenden Menschen besonders hart getroffen. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage der Vereinten Nationen geben 65 % der Menschen in Thailand an, dass ihre Einkommen aufgrund der Pandemie völlig unzureichend oder sehr unzureichend sind. Ein COVID-19-Ausbruch auf einem Fischmarkt im Dezember 2020 hat sich auf 56 der 77 thailändischen Provinzen ausgebreitet. 28 Provinzen wurden zum Hochrisikogebiet erklärt und es wurden neue Restriktionen verhängt, um diesen bisher schwersten Ausbruch des Landes zu bekämpfen. Die Schulen sind für einen Monat geschlossen.

Seit 15. Oktober haben die meisten Compassion-Zentren wieder geöffnet, wobei nur eine begrenzte Anzahl von Kindern gleichzeitig anwesend ist und auf die strenge Einhaltung der Abstandsregeln geachtet wird. In Gebieten, in denen die Zentren noch nicht eröffnet werden können, bleiben die Mitarbeiter mit den Patenkindern telefonisch und gelegentlich durch persönliche Besuche in Kontakt, wobei auch hier auf die Einhaltung der Regierungsrichtlinien geachtet wird. Bisher konnten über 123.000 Lebensmittelpakete und 71.000 Hygiene-Kits an Patenkinder und ihre Familien verteilt und mehr als 2.800 Menschen medizinisch versorgt werden.

TOGO

Die Zahl der COVID-19-Fälle in Togo ist nach wie vor relativ niedrig, jedoch zuletzt mit leicht ansteigender Tendenz. Dennoch verlängerte die Regierung ein weiteres Mal den Ausnahmezustand – nun bis März 2021. Versammlungen von mehr als 15 Personen sind verboten, und es gelten unterschiedliche Ausgangssperren. Jeder muss sich zu jeder Zeit und an jedem Ort an vorbeugende Maßnahmen wie Händewaschen, Tragen von Masken und Abstand von anderen halten.

In einigen Compassion-Zentren in Togo konnten die Treffen in kleinen Gruppen wieder aufgenommen werden. Kinder und Jugendliche nehmen am Unterricht und anderen Aktivitäten teil und halten sich dabei an die lokalen Richtlinien. Die Mitarbeiter der Partnerkirchen führen Hausbesuche durch und versorgen die am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmittelpaketen. Sie überprüfen die Gesundheit der Kinder und Familien, stellen im Krankheitsfall finanzielle Mittel zur Verfügung und beten mit ihnen. Die Kinderzentren konnten mehr als 415.000 Lebensmittelpakete und 285.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 51.000 Personen medizinisch unterstützen. Einige Compassion-Partnerkirchen konnten öffentliche Handwaschgelegenheiten einrichten. Die Zentren unterstützen die Schüler, die nicht die Schule besuchen können, beim individuellen Lernen. Sie bieten Auffrischungskurse für Schülerinnen und Schüler an, die Abschlussprüfungen ablegen werden und betreuen Jugendliche, die sich in einer Lehre oder Berufsausbildung befinden.

UGANDA

Uganda hat einen sprunghaften Anstieg neuer Fälle von COVID-19 registriert. Ugandas Gesundheitsminister sagte im Dezember, dass die zweite Welle von COVID-19 das Gesundheitssystem belastet. Mediziner äußerten sich besorgt über die Möglichkeit eines Malariaausbruchs parallel zur Pandemie. Das Welternährungsprogramm sagt voraus, dass die 1,2 Millionen Flüchtlinge in Uganda im Jahr 2021 von Unterernährung bedroht sein werden.

Die Compassion-Entwicklungszentren in Uganda arbeiten je nach Region mit unterschiedlichen Kapazitäten. Viele Zentren konnten Kinder und Jugendliche wieder zu Unterricht und weiteren Gruppenaktivitäten in kleinen Gruppen einladen. Andere bleiben geschlossen, während die Mitarbeiter Hausbesuche und Telefonanrufe machen, um nach den Familien zu sehen und Hilfe zu leisten, zum Beispiel bei Krankheiten und Unfällen oder Angelegenheiten des Kinderschutzes. Darüber hinaus konnten die Mitarbeiter der Kinderzentren mehr als 100.000 Lebensmittelpakete und 311.000 Hygiene-Kits an von Compassion unterstützte Familien verteilen und über 67.000 Personen medizinisch unterstützen.

Auf der ganzen Welt leisten die Mitarbeiter von Compassion harte Arbeit, um Kinder und Familien wo immer möglich zu unterstützen. Obwohl viele Kinderzentren für Gruppenaktivitäten vorübergehend geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet sind, bedeutet das nicht, dass alle Maßnahmen und Inhalte des Compassion-Programms eingestellt wurden. Deine monatliche Unterstützung wird gerade in dieser Zeit mehr denn je gebraucht. Viele Mitarbeiter unserer Partnerkirchen besuchen die Kinder regelmäßig zu Hause, um sich über ihr Wohlergehen und das ihrer Familien zu informieren. Sie verteilen medizinische Hilfsgüter, Hygiene-Materialien, zusätzliche Nahrungsmittel, Wasser und vieles andere, um in dieser Krisenzeit zu helfen. Bisher konnten rund 8,7 Millionen Lebensmittelpakete und über 5,8 Millionen Hygiene-Kits weitergegeben werden (Stand Ende Januar). Die Mitarbeiter der Kinderzentren haben weiterhin die mentale und emotionale Gesundheit der Familien im Blick und achten besonders auf Anzeichen von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch. Zudem bieten sie Gebet und geistliche Begleitung an und sorgen dafür, dass die Kinder trotz geschlossener Schulen mit Lernmaterialien und altersentsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten versorgt sind. Vielen Dank für deine treue Unterstützung!

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