Aus der Compassion-Welt

Aus der Compassion-Welt

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat spätestens seit März unser Leben verändert. In Deutschland konnten und können zahlreiche Maßnahmen gegen Corona wieder gelockert werden und viele von uns kehren Stück für Stück zu einer gewissen Normalität zurück. Doch in anderen Teilen der Welt kämpfen Menschen weiter, teilweise unter schwierigsten Umständen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen darüber, welche Auswirkungen die Pandemie auf unsere Arbeit hat und wie unsere Mitarbeiter auf die Herausforderungen vor Ort reagieren.

Unsere Mitarbeiter helfen, wo immer es möglich ist

Aktuell können die Programmaktivitäten nicht in den Kirchengemeinden stattfinden. Die Aussetzung der Gruppenveranstaltungen dient dem Schutz und der Sicherheit der Kinder. Dennoch sind unsere Mitarbeiter und Kirchen- und Gemeindepartner entschlossen, sich weiterhin um die Kinder und ihre Familien zu kümmern. Sie begleiten die Familien durch die Herausforderungen von Lockdowns und Quarantäneverordnungen und kümmern sich nach Möglichkeit um Gesundheitsfragen. In vielen Ländern ist durch Ausgangsbeschränkungen, wegfallende Verdienstmöglichkeiten und steigende Lebensmittelpreise die alltägliche Versorgung mit Nahrungsmitteln gefährdet. Hier helfen unsere Partnerkirchen durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen. Zudem erhalten die Kinder zusätzliche Lernmaterialien und -Begleitung für die Zeit der Schulschließungen.

Schutz und Aufklärung in den Compassion-Kinderzentren

Wir sind dankbar, dass – ganz unabhängig von der aktuellen Situation – die Kinder in den Compassion-Kinderzentren auf der ganzen Welt regelmäßig zu Themen der Hygiene und Krankheitsvorbeugung unterrichtet werden, insbesondere über das Händewaschen! Händewaschen ist eine der besten Möglichkeiten, die Verbreitung von Coronaviren zu verhindern. Zudem werden Schutzmasken, Desinfektionsmittel und weitere Hygienematerialien verteilt.

Unsere Mitarbeiter beobachten sorgfältig die weltweiten Entwicklungen. Unsere oberste Priorität ist es, die Übertragung des Coronavirus unter den Kindern zu verhindern. Aus diesem Grund sind alle Besuche der nationalen Büros, Kinderzentren und Partnerkirchen abgesagt. Wir möchten alles dafür tun, um die Verbreitung des Virus zu begrenzen und die Belastung der Gesundheitssysteme in den Ländern, in denen wir tätig sind, zu verringern.

Schutz unserer Paten und Unterstützer

Wir verpflichten uns, alles zu tun, was wir können, um die Übertragung des neuen Coronavirus unter unseren Paten und Unterstützern zu verhindern. Deshalb halten wir uns eng an die nationalen Richtlinien für Großveranstaltungen. Es bedeutet leider auch, dass wir bis zum Ende dieses Jahres vorerst keine Besuche bei den Patenkindern ermöglichen können.

Hier gibt Sidney Muisyo, Leiter des Globalen Compassion-Programms, einen Überblick über die veränderte Programmarbeit, während die Kinderzentren geschlossen bleiben müssen. Konkrete Infos über die Lage und die Maßnahmen in den einzelnen Ländern finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Hier gibt Sidney Muisyo, Leiter des Globalen Compassion-Programms, einen Überblick über die veränderte Programmarbeit, während die Kinderzentren geschlossen bleiben müssen. Konkrete Infos über die Lage und die Maßnahmen in den einzelnen Ländern finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

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Bete mit uns

Das Virus kann uns alle treffen. Wir bitten dich, mit uns für die Kinder, Familien, Kirchengemeinden, Mitarbeiter und Paten zu beten, die bereits von diesem Ausbruch betroffen sind. Bitte beten Sie mit uns gemeinsam für:

  • Schutz vor dem Virus für alle bei Compassion registrierten Kinder und ihre Familien.
  • Gesundheit und Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter in den internationalen und nationalen Büros sowie für die Mitarbeiter und Freiwilligen in den Compassion-Kinderzentren.
  • Kinder, die sich nach einer Patenschaft sehnen, um während dieser langen Wartezeit ermutigt, geliebt und betreut zu werden.
  • Paten und ihre Familien, die von dem Virus betroffen sind.

Gott segne dich für deine Fürsorge um seine Kinder, die in extremer Armut leben. Und danke, dass du mit deinen Gebeten an sie denkst.

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Bete mit uns

Das Virus kann uns alle treffen. Wir bitten dich, mit uns für die Kinder, Familien, Kirchengemeinden, Mitarbeiter und Paten zu beten, die bereits von diesem Ausbruch betroffen sind. Bitte beten Sie mit uns gemeinsam für:

  • Schutz vor dem Virus für alle bei Compassion registrierten Kinder und ihre Familien.
  • Gesundheit und Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter in den internationalen und nationalen Büros sowie für die Mitarbeiter und Freiwilligen in den Compassion-Kinderzentren.
  • Kinder, die sich nach einer Patenschaft sehnen, um während dieser langen Wartezeit ermutigt, geliebt und betreut zu werden.
  • Paten und ihre Familien, die von dem Virus betroffen sind.

Gott segne dich für deine Fürsorge um seine Kinder, die in extremer Armut leben. Und danke, dass du mit deinen Gebeten an sie denkst.

Wie du helfen kannst

Das Risiko, die Angst, die Ungewissheit und die Folgen betreffen die Ärmsten der Armen am stärksten. Neben dem Gesundheitsrisiko gibt es etwas anderes, das brutal zuschlägt: Hunger und wirtschaftliche Probleme.

In vielen Ländern des Globalen Südens gibt es ähnliche Maßnahmen, wie wir sie in Deutschland hatten, aber die Folgen sind fataler. Wer das Haus nicht verlassen darf, kann nicht dafür sorgen, dass die Familie etwas zu essen bekommt. Hunderttausende kleine Straßengeschäfte mussten schließen. Für viele Familien existenzbedrohend.

Wir können helfen. Denn: Wir stehen zusammen!

Covid-19 darf nicht das letzte Wort haben. Armut darf nicht das letzte Wort haben.

Helfen Sie mit, dass unsere Partner-Kirchen und -Gemeinden vor Ort denen helfen können, die es am nötigsten haben.

SPENDE HEUTE für den Fonds „Aktuelle Nothilfe“.
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Wie du helfen kannst

Das Risiko, die Angst, die Ungewissheit und die Folgen betreffen die Ärmsten der Armen am stärksten. Neben dem Gesundheitsrisiko gibt es etwas anderes, das brutal zuschlägt: Hunger und wirtschaftliche Probleme.

In vielen Ländern des Globalen Südens gibt es ähnliche Maßnahmen, wie wir sie in Deutschland hatten, aber die Folgen sind fataler. Wer das Haus nicht verlassen darf, kann nicht dafür sorgen, dass die Familie etwas zu essen bekommt. Hunderttausende kleine Straßengeschäfte mussten schließen. Für viele Familien existenzbedrohend.

Wir können helfen. Denn: Wir stehen zusammen!

Covid-19 darf nicht das letzte Wort haben. Armut darf nicht das letzte Wort haben.

Helfen Sie mit, dass unsere Partner-Kirchen und -Gemeinden vor Ort denen helfen können, die es am nötigsten haben.

SPENDE HEUTE für den Fonds „Aktuelle Nothilfe“.

Corona Länder-Infos

[Stand November 2020]

Es bricht uns das Herz, dass Menschen aus der weltweiten Compassion-Familie einer Infektion mit COVID-19 erlegen sind. Zudem gibt es bestätigte Erkrankungen, soweit dies durch Tests sicher zu belegen ist, sowie zahlreiche Verdachtsfälle.

Viele sind direkt betroffen: unsere Partnerkirchen, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sogar Patenkinder und ihre Angehörigen. In allen Ländern, in denen wir arbeiten, sind die Testmöglichkeiten sehr begrenzt, weshalb es eine kaum einzuschätzende Dunkelziffer an Infektionen gibt. Daher verzichten wir auf die Veröffentlichung von Zahlen zu COVID-19-Erkrankungen innerhalb der von Compassion unterstützten Familien und unserer Partnerkirchen.

Klar ist, dass die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten von COVID-19-Patienten in vielen Ländern sehr unzureichend sind. Die Mitarbeiter unserer Partnerkirchen setzen daher alles in Bewegung, um bei Erkrankungen und medizinischen Notfällen schnell und bestmöglich zu helfen. Bitte bete weiterhin für diejenigen, deren Leben und Gesundheit unmittelbar bedroht sind.

Die Länder, in denen wir arbeiten, sind bestrebt, die Ausbreitung des Coronavirus durch verschiedene Maßnahmen wie Beschränkungen für öffentliche Versammlungen oder Ausgangssperren zu verlangsamen. Wir tun unser Bestes, um dich über die veränderten Bedingungen unserer Arbeit auf dem Laufenden zu halten. In den aktuellsten Berichten aus den Ländern erfährst du, wie sich die jeweiligen Richtlinien und Maßnahmen auf das Compassion-Programm auswirken. Diese Übersicht wird stetig aktualisiert. Wir danken dir für deine anhaltende Unterstützung und deine Gebete.

ÄTHIOPIEN

COVID-19, Überschwemmungen und eine Heuschreckenplage verursachen eine humanitäre Krise in Äthiopien. In einigen Regionen ist ein 50%iger Anstieg der Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerer akuter Unterernährung zu verzeichnen. Aufgrund der wirtschaftlichen Krise und der Zerstörung der Ernten in Teilen des Landes haben die Familien Schwierigkeiten, Geld zu verdienen und Lebensmittel zu kaufen. Am 22. Oktober wurde ein neues Gesetz angekündigt, mit dem die Ausbreitung von COVID-19 gestoppt werden soll. Es erlaubt der Regierung, Personen bis zu zwei Jahre ins Gefängnis zu werfen, wenn sie wegen vorsätzlicher Verletzung der Anti-COVID-19-Maßnahmen verurteilt werden: Dazu gehört das Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit, das Sitzen von höchstens drei Personen an einem Tisch und die Einhaltung von 1,80 m Abstand zu anderen Personen.

Aktuell sind alle Treffen, Gruppenangebote und Schulungsmaßnahmen der Compassion-Kinderzentren eingestellt. Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen in Äthiopien haben mehr als 573.000 Lebensmittelpakete und 344.000 Hygiene-Kits verteilt und rund 22.000 Personen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter besuchen die Kinder regelmäßig und schauen nach Anzeichen von Missbrauch und bieten bei Bedarf Traumaberatung an. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter dafür gesorgt, dass sämtliche 526 Kinderzentren über funktionierende Handwascheinrichtungen verfügen, zu denen Kinder, Familien und das gesamte Umfeld Zugang haben. Kürzlich wurden Teile des Landes von Überschwemmungen heimgesucht; Mitarbeiter des Landesbüros beraten und unterstützen die betroffenen Partnerkirchen.

BANGLADESCH

Bangladesch wurde kürzlich von einer zweiten COVID-19-Welle erfasst. Zudem hat das Land mit den schlimmsten Überschwemmungen seit zehn Jahren zu kämpfen, die eine halbe Million Menschen obdachlos gemacht haben. Fachleute befürchten, dass Millionen bereits von COVID-19 betroffener Menschen durch die Überschwemmungen noch tiefer in die Armut gedrängt werden. Es wird angenommen, dass über 70% der Bevölkerung aufgrund von Bewegungseinschränkungen und Arbeitsplatzschließungen arbeitslos sind. Inzwischen ist die Hälfte der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen und hat somit keinen ständigen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln.

Gruppenveranstaltungen in den Compassion-Kinderzentren bleiben weiter ausgesetzt. Mitarbeiter von Compassion Bangladesch und den Partnerkirchen konnten mehr als 189.000 Lebensmittelpakete und 189.000 Hygienepakete an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie über 3.400 Menschen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter berichten, dass viele Familien keinerlei Einkommen mehr haben, weshalb ihnen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um sich mit dem Notwendigsten zu versorgen. Soweit möglich, halten sie über Telefon den Kontakt in die Familien aufrecht.

BOLIVIEN

Die bolivianische Regierung hat die staatlichen Quarantänebestimmungen vorerst verlängert, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. An öffentlichen Orten müssen Gesichtsmasken getragen werden, Abstandsregeln und Kontakteinschränkungen müssen eingehalten werden und große öffentliche Veranstaltungen werden ausgesetzt. In einigen Gebieten gilt eine Ausgangssperre. Bolivien hat sich dafür entschieden, die Schulen bis zum Ende des Jahres zu schließen. Alle Schülerinnen und Schüler werden bis mindestens 2021 weder online noch persönlich am Unterricht teilnehmen.

Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren finden nicht statt. Die Partnerkirchen setzen sich dafür ein, dass die Patenkinder und ihre Familien mit Nahrungsmitteln, Materialien zur Krankheitsprävention und Hygieneartikeln versorgt werden. Seit Beginn der Krise haben sie mehr als 513.000 Lebensmittelpakete und 242.000 Hygienesets an gefährdete Kinder und Familien geliefert und über 7.800 Personen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter halten Telefonkontakt und versorgen die Familien sowohl mit Hinweisen zu Hygiene und Krankheitsprävention als auch mit geistlicher und emotionaler Unterstützung. Zudem organisieren sie telefonische Unterstützung bei medizinischen Fragen. Das Landesbüro hat Ärzte- und Psychologen-Teams aufgestellt, die die Partnerkirchen unterstützen und Schulungen durchgeführt, um den Kirchen bei der sicheren Wiederaufnahme ihrer Aktivitäten zu helfen. Mit einer Videoschulung zum Thema Kinderschutz konnten mehr als 81.000 Kinder und ihre Familien erreicht werden.

BRASILIEN

In Brasilien wurden Anfang November 5,8 Millionen bestätigte COVID-19-Infektionen überschritten und die Gesundheitsbehörden befürchten eine zweite Welle. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt über 165.000 und ist somit die zweithöchste der Welt. Sao Paulo und Rio de Janeiro sind am stärksten betroffen. Mehrere Staats- und Lokalregierungen in ganz Brasilien haben Verordnungen erlassen, die das Tragen von Gesichtsmasken vorschreiben. Eine Ausgangssperre ist nicht in Kraft. Millionen sind arbeitslos und die Regierung beabsichtigt, die bisherige staatliche Unterstützung für Arbeitnehmer zu kürzen.

Das Programm in den Compassion-Kinderzentren bleibt ausgesetzt. Trotzdem kümmern sich die Mitarbeiter vor Ort darum, dass die Familien der Patenkinder in ihren Grundbedürfnissen versorgt sind, einschließlich der Lieferung von mehr als 269.000 Lebensmittelpaketen und 209.000 Hygiene-Kits. Zudem wurden über 14.000 Menschen medizinisch versorgt. Die Compassion-Partnergemeinden halten Telefonkontakt zu den Familien und ermutigen Kinder und Familien durch biblische Andachten, Videos und Gebet. Die Mitarbeiter kümmern sich insbesondere um die Familien, für die die Situation eine seelische und emotionale Belastung bedeutet. Zudem wurde eine Kinderschutzkampagne über die sozialen Medien gestartet und kleine Jugendgruppentreffen und Gottesdienste mit maximal 30 Personen gefeiert.

BURKINA FASO

Burkina Faso kämpft weiterhin mit der COVID-19-Pandemie sowie mit bewaffneter Gewalt und akuter Ernährungsunsicherheit. Die Instabilität hat zur Binnenvertreibung von über 1 Million Menschen geführt – 544.000 davon sind Kinder, die aktuell größtenteils keine Schule besuchen können. In der gegenwärtigen Situation sind Frauen und Kinder besonders anfällig für Ausbeutung, Gewalt und Unterernährung.

Alle Compassion-Partnerkirchen haben die Gruppenangebote in den Kinderzentren weiterhin ausgesetzt. Regelmäßige Kinderschutzmaßnahmen und Unterstützung bei Krankheit oder Unfällen werden aber fortgeführt. Mitarbeiter der Gemeinden haben über 464.000 Lebensmittelpakete und 299.000 Hygienesets an Familien verteilt und arbeiten weiter daran, das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen. Darüber hinaus konnten bisher mehr als 27.000 Menschen medizinisch versorgt werden. Einige Partnerkirchen haben Familien geholfen, einfache Handwascheinrichtungen für den Hausgebrauch zu bauen.

DOMINIKANISCHE REPUBLIK

Die Dominikanische Republik hat weiterhin die höchste COVID-19-Infektionsrate unter den Karibik-Staaten und wurde in diesem Jahr von tropischen Stürmen und Hurrikans heimgesucht. Das Gesundheitssystem ist angespannt. Die nationale Ausgangssperre, die an Wochentagen von 21:00 bis 5:00 Uhr und an Wochenenden von 19:00 bis 5:00 Uhr gilt, wurde vorerst verlängert. In der Öffentlichkeit sind weiterhin Gesichtsmasken vorgeschrieben.

Alle Compassion-Kinderzentren sind geschlossen. Gesundheitsexperten von Compassion haben den Partnerkirchen Handlungsempfehlungen und Aufklärungsmaterial weitergegeben. Unter Berücksichtigung der Regierungsrichtlinien unterstützen die Mitarbeiter der Partnerkirchen die Familien der Patenkinder mit praktischer und emotionaler Hilfe, einschließlich der Lieferung von mehr als 113.000 Lebensmittelpaketen und 47.000 Hygienekits. Compassion arbeitet mit Ärzten vor Ort zusammen, um den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon zu ermöglichen; zudem wurden bisher über 3.200 Personen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter der Gemeinden nehmen Predigten auf Video auf und bieten den Familien Gebetsunterstützung und telefonische Beratung an. Zudem bieten die Partnerkirchen Online-Schulunterricht an und nehmen kurze Video-Lektionen auf, die sich die Kinder zu Hause ansehen können.

ECUADOR

Ecuador hat eine hohe Anzahl an positiven Fällen von COVID-19, die meisten davon in der Hauptstadt Quito. Inzwischen ist die Neuinfektionsrate rückläufig. Handel, Industrie, Tourismus sowie Verkehrs- und Gesundheitswesen des Landes sind von der wirtschaftlichen Rezession stark betroffen, und Experten gehen davon aus, dass ein Anstieg der Arbeitsplatzverluste viele Familien in extreme Armut stürzen wird. Darüber hinaus sind indigene Gruppen in Ecuador stark vom Virus betroffen; viele, die in abgelegenen Gebieten leben, haben kaum Zugang zu Tests oder Krankenhäusern. Weiterhin wird zum Tragen von Schutzmasken und zur Einschränkung sozialer Kontakte ermutigt. Die Testkapazitäten in Ecuador sind äußerst begrenzt, aber die Daten zur allgemeinen Sterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren zeigen, dass die Fallzahlen deutlich höher liegen dürften.

Alle Partnerkirchen von Compassion haben ihre eigenen und die Angebote der Kinderzentren eingestellt. Durch regelmäßige Telefonanrufe unterstützen die Mitarbeiter die Familien der Patenkinder weiter emotional und geistlich. Unter Berücksichtigung der lokalen Vorgaben konnten die Gemeinden bisher mehr als 372.000 Lebensmittelpakete und 96.000 Hygienesets an Familien verteilen und haben seit Beginn der Pandemie über 14.000 Personen medizinisch behandelt – unter anderem konnten Familien beim Zugang zu medizinischer Telefonberatung unterstützt werden. Einige Partnergemeinden konnten Online-Gottesdienste, -Gebetstreffen und Kinderschutz-Schulungen abhalten. Das Landesbüro von Compassion Ecuador hat Beratung und Seelsorge für 2.500 Pastoren und mehr als 2.200 Mitarbeiter von Partnerkirchen ermöglicht.

EL SALVADOR

Seit Aufhebung der starken Restriktionen steigen die Infektionszahlen wieder leicht an. Inzwischen arbeitet die Wirtschaft in El Salvador wieder ohne Einschränkungen. Unterricht an Schulen und Universitäten bleibt bis zum 31. Dezember ausgesetzt. Das Land hat die Flughäfen wieder für internationale Flüge geöffnet und fördert aktiv den Tourismus, um die Wirtschaft anzukurbeln und verlorene Arbeitsplätze wiederherzustellen.

Die Partnerkirchen von Compassion versorgen die bedürftigsten Familien von Patenkindern mit Lebensmitteln und verfügbaren Medikamenten. Zudem werden Online-Lernmaterialien entwickelt, damit die Kinder von zu Hause aus weiterlernen können. Bisher konnte Compassion El Salvador mehr als 245.000 Lebensmittelpakete und 125.000 Hygiene-Kits verteilen, Zudem konnten fast 33.000 Personen medizinisch versorgt werden. Es werden Mittel zur Verfügung gestellt, um Familien bei der Anlage von Hausgärten zu unterstützen. Compassion El Salvador hatte die Möglichkeit, über lokale Radioprogramme ganze Städte und Regionen mit Gesundheitsinformationen und ermutigenden Botschaften zu erreichen. Einige Mitarbeiter der Kinderzentren konnten mit den Kindern sogar ihre Geburtstage online feiern. Viele Betreuerinnen haben Gebetsgruppen gebildet, um in dieser Zeit besonders für die Kinder zu beten.

GHANA

Ghana konnte eine zweite Welle von COVID-19 bisher erfolgreich vermeiden. In einer Fernsehansprache führte der ghanaische Präsident diese Entwicklungen auf die Wirksamkeit der Regierungspolitik, die Mitarbeit der Bürger und die Gnade Gottes zurück. Er ermutigte die Bürger, sich weiterhin an die Sicherheitsmaßnahmen zu halten. In einigen größeren Städten sind die Sperren bereits aufgehoben worden. Gottesdienste können bis zu zwei Stunden am Stück stattfinden. Es ist geplant, im Januar 2021 alle Schulen wieder vollständig zu öffnen.

Viele Compassion-Kinderzentren in Ghana haben wieder damit begonnen, Teile der Programmarbeit durchzuführen und laden Kinder und Jugendliche in Kleingruppen für den Unterricht in das Zentrum ein, auch um aktuelle Fotos zu machen und Briefe zu schreiben. Einige Zentren, die noch nicht wiedereröffnet werden konnten, hatten die Möglichkeit, mit lokalen Fernsehsendern zusammenzuarbeiten, um Unterrichtsinhalte für die Schüler zu Hause auszustrahlen. Die Kinderzentren kümmern sich weiterhin um die medizinische Notfallversorgung der Patenkinder, werden bei Kindesschutz-Fällen aktiv und leisten Nothilfe, wo benötigt. Die Mitarbeiter bringen Patenkindern und ihren Familien bei, wie sie sich durch Hygienemaßnahmen vor Ansteckung schützen können. Bisher konnten mehr als 98.000 Lebensmittelpakete und 93.000 Hygiene-Kits verteilt sowie fast 25.000 Personen medizinisch unterstützt werden.

GUATEMALA

In einigen Regionen Guatemalas zeichnet sich bereits eine Hungerkrise ab, die sich voraussichtlich noch verschärfen wird, ausgelöst durch Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste aufgrund von Ausgangssperren und Unterbrechungen der Nahrungsmittelproduktion und -verteilung. Guatemalas Regierung gestattete am 1. Oktober die Wiedereröffnung von Theatern, Bars, Turnhallen, Nationalparks und einigen Touristenorten. In Gebieten, in denen sich COVID-19 weiter ausbreitet, darunter Guatemala-Stadt und die meisten anderen Städte, gelten Besuchsbeschränkungen und andere restriktive Maßnahmen. Schulen bleiben im ganzen Land geschlossen und in der Öffentlichkeit müssen Masken getragen werden.

Alle Compassion-Kinderzentren sind für Gruppenveranstaltungen geschlossen. Ehrenamtliche besuchen alle Patenkinder wöchentlich, um gemeinsam mit den Familien zu beten und den Mitarbeitern über die Sorgen und Nöte der Familie zu berichten. Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben konnten die Mitarbeiter der Gemeinden bisher mehr als 376.000 Lebensmittelpakete und 135.000 Hygienesets an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie die medizinische Versorgung von über 7.200 Personen ermöglicht. Zudem wurden Bastelmaterialien und Kinderzeitschriften verteilt.

HAITI

Die Zahl der Fälle von COVID-19 hat zuletzt zugenommen. Angesichts des niedrigen Niveaus warnen Mitarbeiter im Gesundheitswesen allerdings, dass die Zahlen wahrscheinlich viel höher liegen. Viele Haitianer haben ein tiefes Misstrauen gegenüber der Regierung und den Gesundheitsbehörden und ziehen es vor, sich zu Hause selbst zu behandeln. Darüber hinaus waren die Kliniken und Krankenhäuser schon vor der Pandemie überlastet, da viele Haitianer wegen chronischer Gesundheitsprobleme wie Unterernährung, Diabetes und Bluthochdruck medizinische Behandlung benötigen. Die Regierung hat eine Ausgangssperre von Mitternacht bis 4 Uhr morgens verhängt und vorgeschrieben, dass in der Öffentlichkeit Masken getragen werden müssen.

Die Compassion-Kinderzentren sind wieder für Gruppenaktivitäten geöffnet, wobei die Empfehlungen des öffentlichen Gesundheitswesens befolgt werden. Es gelten strenge Maßnahmen, um Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen. Bisher konnten die Mitarbeiter über 162.000 Lebensmittelpakete und 92.000 Hygiene-Kits verteilen und mehr als 12.700 Menschen mit medizinischer Hilfe unterstützen.

HONDURAS

Die geringen Testkapazitäten in Honduras erschweren eine Einschätzung, wie sehr das Land von COVID-19 betroffen ist. Das öffentliche Gesundheitssystem verfügt nur über begrenzte Kapazitäten zur Behandlung schwerer Fälle von COVID-19; inzwischen werden teilweise mobile Krankenhäuser eingesetzt. Die Regierung hat allmählich damit begonnen, wieder Geschäfte zu öffnen. Zudem haben der öffentliche Nahverkehr sowie Flughäfen ihren Betrieb wieder aufgenommen, so dass internationale Touristen nun in das Land einreisen dürfen, wenn sie negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Alle von Compassion verantworteten Gruppenveranstaltungen sind abgesagt. Die Mitarbeiter der Compassion-Partnergemeinden haben mehr als 157.000 Lebensmittelpakete und 95.000 Hygienesets verteilt und bestärken die Eltern und Bezugspersonen der Patenkinder darin, Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen konnten über 2.100 Menschen medizinisch versorgt werden. Alle Mitarbeiter, die Nahrungsmittel verteilen, wurden von den lokalen Behörden in Schutzmaßnahmen geschult. Mitarbeiter der Partnerkirchen halten über Telefongespräche Kontakt zu den Familien und nehmen Videoinhalte für Kinder auf.

INDONESIEN

Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Infektionen seit März beginnen die Fallzahlen in Indonesien seit Oktober langsam zu sinken. Durch die geringen Testkapazitäten ist jedoch wahrscheinlich, dass nur ein Bruchteil der Infektionen erfasst wird. Indonesien weist die höchste Gesamtsterblichkeit in Südostasien auf. In der Hauptstadt Jakarta wurden im Oktober die Beschränkungen gelockert.

Die Compassion-Kinderzentren haben ihr Programm für die Patenkinder vorerst geschlossen, allerdings laufen Vorbereitungen für die Zeit, in der die Kinder zurückkehren dürfen. Einige Partnerkirchen konnten Jugendlichen einen Raum zur Verfügung stellen, in dem sie unter Einhaltung der Abstandsregeln WLAN und Computer für Online-Lernen nutzen können. Zudem werden die Kinder durch Handzettel, Radiosendungen und Livestream-Unterricht erreicht. Mitarbeiter haben sowohl Online-Inhalte als auch gedruckte Unterrichtseinheiten für die Kinder erstellt und besuchen die Kinder unter Beachtung der Richtlinien wöchentlich zu Hause. Sie verteilen Hilfsgüter wie Seife, sauberes Wasser, Vitamine und Lebensmittel und helfen einigen Familien, kleine Nutzgärten anzulegen. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter mehr als 771.000 Lebensmittelpakete und 606.000 Hygienekits verteilt und über 52.000 Personen medizinisch unterstützt.

KENIA

Nur wenige Wochen nach der Aufhebung strenger Beschränkungen, die die Ausbreitung von COVID-19 eindämmen sollten, erlebt Kenia einen neuen Anstieg der COVID-19-Fälle. Experten geben an, dass zwei Drittel der Bevölkerung durch die Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind; die Zahl der Menschen, die in Ernährungsunsicherheit leben, stieg um 38%. Vorfälle häuslicher Gewalt haben seit Beginn der Pandemie stark zugenommen.

Alle üblichen Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren sind weiterhin ausgesetzt, aber je nach Region und lokalem Ansteckungsrisiko finden Teile des Programms online, vor Ort im Kinderzentrum oder an den Haustüren der Kinder statt. Unter Einhaltung der lokalen Richtlinien können kleine Gruppen sich im Kinderzentrum treffen. Die Mitarbeiter der Partnerkirchen bemühen sich um psychologische Unterstützung, da viele Kinder und Familien Angst um ihre Zukunft haben. Wir sind dankbar, dass Mitarbeiter über 145.000 Lebensmittelpakete und 22.000 Hygiene-Sets an gefährdete Kinder und ihre Familien liefern sowie fast 19.000 Personen medizinisch unterstützen konnten. Die Compassion-Partnerkirchen setzen weiterhin Kindesschutzmaßnahmen um, verteilen Unterrichtsmaterial und helfen Kindern bei Krankheit oder Unfällen.

KOLUMBIEN

Die kolumbianische Regierung hatte im September bekanntgegeben, dass das Land den Höhepunkt der COVID-19-Ansteckungsfälle überschritten hat und den nationalen Gesundheitsnotstand aufgehoben, so dass alle Wirtschaftsbereiche wieder arbeiten können. Inzwischen steigt die tägliche Zunahme der neuen Fälle allerdings wieder an, sodass das Gesundheitsministerium neue Beschränkungen in Aussicht gestellt hat. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in Kolumbien hat  1.1 Mio. überschritten. Es wird geschätzt, dass 10% der Bevölkerung während der Pandemie den Arbeitsplatz verloren haben.

Das Programm in den Compassion-Kinderzentren ist weiterhin ausgesetzt. Die Partnerkirchen betreuen und unterstützen Familien, die unter Quarantäne stehen oder positiv auf COVID-19 getestet wurden. In den letzten Monaten haben die Mitarbeiter der Gemeinden über 410.000 Lebensmittelpakete und 210.000 Hygienesets an Familien verteilt und die medizinische Versorgung von mehr als 7.400 Personen ermöglicht. In Gegenden, wohin keine Lebensmittel ausgeliefert werden können, werden Gutscheine für Märkte vor Ort angeboten. Die Mitarbeiter haben für die Kinder Beschäftigungsmöglichkeiten für zu Hause entwickelt und einige Kinderzentren konnten mit den Kindern sogar ihre Geburtstage online feiern. Darüber hinaus haben Mitarbeiter des Landesbüros und der Compassion-Partnerkirchen Online-Unterrichtsstunden und -Andachten entwickelt, die Patenkindern und ihren Familien zur Verfügung gestellt werden. Zudem begleiten sie die Kinder und Familien durch tägliche Anrufe; besonderes Augenmerk gilt weiterhin dem Schutz der Patenkinder vor Missbrauch und Gewalt.

MEXIKO

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt die niedrige Testrate in Mexiko, dass die Pandemie dort “deutlich unterschätzt” wird. Auch die Todesrate von aktuell rund 10% der bestätigten Infektionen deutet darauf hin. Die mexikanische Wirtschaft wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen und in die tiefste Rezession seit den 1930er Jahren gestürzt. Je nach Region gelten unterschiedliche Formen von Ausgangssperren.

Alle Kinderzentren von Compassion-Partnergemeinden haben ihre Gruppenprogramme vor Ort ausgesetzt, aber über 80% der Kinderzentren führt Online-Aktivitäten durch. Einige Betreuer konnten Unterrichtsstunden auf Video aufnehmen und den Patenkindern zum eigenständigen Lernen nach Hause schicken. Alle Gemeindepartner von Compassion haben Handzettel zu Krankheitsprävention und -behandlung erhalten, die sie ausdrucken und in ihrem Umfeld verteilen können. Die meisten Kinderzentren versorgen die Familien der am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmitteln und reagieren auf Notlagen jeglicher Art. Die Mitarbeiter der Kinderzentren konnten mehr als 224.000 Lebensmittelpakete und 124.000 Hygiene-Kits verteilen und über 7.100 Personen medizinisch versorgen.

NICARAGUA

Genaue Zahlen zur Ausbreitung von COVID-19 in Nicaragua sind schwer zu beschaffen und Experten weisen darauf hin, dass Krankheits- und Todesfälle möglicherweise zu wenig gemeldet werden. Laut Veröffentlichung eines Ärztenetzwerk im Oktober könnten die realen Todeszahlen um den Faktor 15 bis 20 höher liegen. Es wurde berichtet, dass Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Lehrer in besonderem Maße von Infektionen betroffen sind. Auch die Unterernährung nimmt im ganzen Land zu. Nicaragua öffnet sich jedoch wieder für den Tourismus, ohne Reisebeschränkungen, Quarantäneauflagen oder Ausgangssperren zu verhängen.

In den Compassion-Kinderzentren finden vorübergehend keine Gruppentreffen oder -aktivitäten statt, allerdings entwickeln die Mitarbeiter vieler Kinderzentren Wiedereröffnungspläne. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter mehr als 184.000 Lebensmittelpakete und 90.000 Hygiene-Kits verteilt und fast 3.600 Personen medizinisch versorgt. Einige Partnerkirchen konnten Andachten und Gottesdienste auf Video aufnehmen und den Familien online zur Verfügung stellen. Zudem konnten Mitarbeiter den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon ermöglichen. Die Betreuer besuchen die Kinder regelmäßig und schicken ihnen ermutigende Botschaften.

PERU

Peru hat nach Brasilien, Mexiko und Argentinien die höchste Zahl an Todesfällen in Lateinamerika gemeldet. Darüber hinaus hat Peru laut einer Analyse der Johns Hopkins University eine sehr hohe Sterblichkeitsrate. Die Regierung hat die nationalen Quarantänemaßnahmen bis zum 18. Dezember verlängert. Kinder unter 12 Jahren müssen zu Hause bleiben und dürfen das Haus täglich nur für eine Stunde unter Aufsicht eines Erwachsenen und in einem Umkreis von 500 Metern um ihren Wohnort verlassen. Erwachsene über 65 Jahre und Risikopersonen dürfen ihr Zuhause nicht verlassen, es sei denn, sie gehen Lebensmittel einkaufen, zur Bank oder Apotheke oder im Falle eines medizinischen Notfalls. An öffentlichen Orten besteht Maskenpflicht und es muss ein Mindestabstand von 1 Meter eingehalten werden. Schulen sind weiterhin geschlossen und andere öffentliche und religiöse Veranstaltungen bleiben ausgesetzt. Alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte, auch zu Hause und innerhalb der Familie, sind verboten.

Alle Partnergemeinden von Compassion haben ihr Programm für Kinder und Jugendliche ausgesetzt. Mitarbeiter des Compassion-Landesbüros und der Partnergemeinden haben diejenigen Kinder und Familien im Blick, die wegen extremer Armut, möglichen Missbrauchs oder ihrer gesundheitlichen Verfassung am meisten gefährdet sind. Mitarbeiter und Pastoren bieten Patenkindern und Eltern online Seelsorge und Beratung an und bleiben unter Einhaltung der jeweils geltenden Sicherheitsbestimmungen auch durch Hausbesuche in Kontakt mit den Familien. Die Partnerkirchen arbeiten eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um die Familien mit Lebensmitteln zu versorgen und konnten so über 440.000 Lebensmittelpakete und 242.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie seit Beginn der Pandemie mehr als 19.000 Personen darin unterstützt, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen.

PHILIPPINEN

Die Philippinen befinden sich in Phase 3 des COVID-19-Plans der Regierung, die voraussichtlich bis März 2021 dauern wird. Mehr Unternehmen wird der Betrieb erlaubt und mehr Menschen dürfen unter Einhaltung der Gesundheitsmaßnahmen ihre Häuser verlassen. Das Schuljahr begann am 6. Oktober mit Fernunterricht, wobei die meisten Schülerinnen und Schüler die von der Regierung zur Verfügung gestellten gedruckten Unterrichtspakete benutzten. Die Lehrerinnen und Lehrer beantworten Fragen per Telefon und holen die Hausaufgaben der Schülerinnen und Schüler an den entsprechend ausgewiesenen Orten ab.

Compassion-Partnerkirchen und Kinderzentren führen vorerst keine Gruppenprogramme mehr durch, aber in einigen Regionen können sich Jugendliche in Gruppen von fünf bis zehn Personen treffen, solange sie dabei die Abstandsregeln beachten. Es wird dafür gesorgt, dass in allen Kinderzentren Handwascheinrichtungen zur Verfügung stehen. Einige Mitarbeiter in jedem Kinderzentrum arbeiten weiterhin an der Bereitstellung von Hilfsgütern. Bisher konnten mehr als 635.000 Lebensmittelpakete und 361.000 Hygiene-Kits verteilt werden. Darüber hinaus wurden in dieser Zeit über 46.000 Menschen medizinisch unterstützt. Mitarbeiter der Partnerkirchen bieten Beratung an und besuchen Familien regelmäßig, wenn es Verdachtsfälle von Missbrauch gibt. Die Kinderzentren helfen und informieren Eltern, wie sie die zur Verfügung gestellten Ressourcen nutzen und ihre Kinder im Fernunterricht unterstützen können.

RUANDA

Ruanda hat bisher eine geringe Zahl von COVID-19-Erkrankungen und Todesfällen zu verzeichnen und berichtet seit dem 14. September täglich mehr Genesungen als neue positive Fälle. Die Regierung organisiert breit angelegte Tests und Kontaktverfolger, um Menschen zu identifizieren, die Kontakt zu aktiven Fällen von COVID-19 hatten. Die meisten Unternehmen, darunter Restaurants, Hotels, Geschäfte und Tourismusbetriebe, haben wieder geöffnet. Der internationale Flugverkehr wurde wieder aufgenommen, die Landgrenzen bleiben jedoch weiterhin geschlossen. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler kehrt zurück in die Schulen. Die nationale Ausgangssperre wurde um zwei Stunden verkürzt; sie gilt nun von 22:00 bis 4:00 Uhr morgens.

Soweit möglich, stehen die Mitarbeiter der Kinderzentren im Telefonkontakt mit Patenkindern und deren Eltern und Bezugspersonen. Hausbesuche werden durchgeführt, wo dies sicher ist. Kleine Gruppen konnten sich wieder treffen, um Nutzgärten zu pflegen und ihr Vieh zu versorgen. Die durch Unterernährung und chronische Krankheiten am stärksten gefährdeten Kinder werden bestmöglich unterstützt. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden versorgen die Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen die Familien mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern und konnten bisher mehr als 78.000 Lebensmittelpakete und 326.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie über 17.000 Personen geholfen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Landesbüro von Compassion Ruanda macht zusammen mit lokalen Mitarbeitern Beratungsangebote für Familien.

SRI LANKA

Die frühe Abriegelung Sri Lankas und umfassende Tests haben zu einer der erfolgreichsten Pandemiebekämpfungsmaßnahmen in Südasien geführt, mit bemerkenswert niedrigen COVID-19-Zahlen. Allerdings gab es zuletzt Ausbrüche von COVID-19 in und in der Nähe der Hauptstadt Colombo. Über 2.500 Neuinfektionen waren auf eine Textilfabrik zurückzuführen. Am 21. Oktober schlossen die Behörden den wichtigsten Fischmarkt des Landes, nachdem 49 Händler positiv auf das Virus getestet worden waren. Schulen und wichtige öffentliche Einrichtungen wurden geschlossen, Versammlungen sind verboten und der Betrieb öffentlicher Verkehrsmittel eingeschränkt. Alle Bürger sind verpflichtet, Gesichtsmasken zu tragen, Kontakte zu beschränken und ihre Hände sauber zu halten.

Die Compassion-Kinderzentren haben sämtliche Gruppenveranstaltungen ausgesetzt. Mindestens einmal in der Woche rufen die Mitarbeiter die Familien der Patenkinder an und in einigen Gebieten war es möglich, die Familien unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneverordnungen zu Hause zu besuchen. Soweit es die Regierungsrichtlinien erlauben, haben die Mitarbeiter bisher über 127.000 Lebensmittelpakete und 60.000 Hygiene-Kits verteilt und liefern weiterhin Saatgutpakete und Informationen zur Krankheitsprävention. Zudem führen Mitarbeiter Online-Schulungen und -Gebetstreffen für Familien durch, unterstützen die Kinder beim häuslichen Lernen und versorgen sie bei Krankheit und Unfällen. Die Kinder schreiben teilweise von zu Hause aus Briefe an ihre Paten.

TANSANIA

Die Regierung von Tansania stellt keine Informationen und Zahlen zu COVID-19 zur Verfügung. Allerdings werden Menschen, die Symptome zeigen, weiterhin getestet und die positiv getesteten entsprechend behandelt. Angesichts der vermuteten anhaltenden Verbreitung in Daressalam und an anderen Orten in Tansania besteht nach wie vor ein hohes Risiko, an COVID-19 zu erkranken. Touristen, die negativ auf COVID-19 getestet wurden, dürfen wieder einreisen. Die Schulen wurden nach dreimonatiger Schließung wiedereröffnet, so dass Tansania das erste Land in Ostafrika ist, das Schülern die Rückkehr in die Schule ermöglicht. Abstandhalten und das Tragen von Masken sind nicht länger verpflichtend.

Seit dem 5. September finden wieder Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren statt. Die Kinder kommen in mehreren Schichten, damit so viel Abstand wie möglich gehalten werden kann. Hygienematerial und mehrere Handwaschstationen stehen in jedem Zentrum zur Verfügung. Klassenzimmer und Spielgeräte werden regelmäßig desinfiziert. Bei Bedarf werden die Patenkinder und ihre Familien medizinisch versorgt und die Mitarbeiter der Kinderzentren werden weiterhin bei Fragen des Kindesschutzes aktiv. Bisher konnten sie mehr als 55.000 Lebensmittelpakete und 103.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 15.000 Personen medizinisch versorgen. Die Mitarbeiter schulen die Kinder weiterhin darin, wie sie sich vor Infektionen schützen können und beten gemeinsam mit den Kindern für ihre Paten.

THAILAND

Thailand hat seit September kaum neue COVID-19-Fälle gemeldet. Das Land beginnt, sich wieder für den Tourismus zu öffnen, der normalerweise einen großen Beitrag zu seiner Wirtschaft leistet. Am 20. Oktober begrüßte das Land die erste Gruppe ausländischer Touristen seit Beginn der Pandemie. Hunderte weitere sollen folgen. Nur bestimmte Besucher aus “risikoarmen” Ländern sind zugelassen und es gibt eine lange Liste von Bedingungen, darunter eine 14-tägige Quarantäne. Trotz der guten Nachrichten haben die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie die in Armut lebenden Menschen besonders hart getroffen. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage der Vereinten Nationen geben 65 % der Menschen in Thailand an, dass ihre Einkommen aufgrund der Pandemie völlig unzureichend oder sehr unzureichend sind.

Mit Stand vom 15. Oktober konnten 157 Compassion-Zentren in Thailand wiedereröffnet werden, wobei nur eine begrenzte Anzahl von Kindern gleichzeitig anwesend ist und auf die strenge Einhaltung der Abstandsregeln geachtet wird. Weitere 22 Kinderzentren sollen demnächst folgen. In Gebieten, in denen die Zentren noch nicht eröffnet werden können, bleiben die Mitarbeiter mit den Patenkindern telefonisch und gelegentlich durch persönliche Besuche in Kontakt, wobei auch hier auf die Einhaltung der Regierungsrichtlinien geachtet wird. Zudem haben die Mitarbeiter Onlinematerialien und -Andachten für Kinder und Familien entwickelt. Bisher konnten über 113.000 Lebensmittelpakete und 71.000 Hygiene-Kits an Patenkinder und ihre Familien verteilt werden.

TOGO

Die Zahl der COVID-19-Fälle in Togo ist nach wie vor relativ niedrig. Dennoch verlängerte die Regierung ein weiteres Mal den Ausnahmezustand – nun bis März 2021. In der Öffentlichkeit müssen Masken getragen werden. Geschäfte, Märkte und internationale Primar- und Sekundarschulen sind geöffnet, die örtlichen Schulen im Allgemeinen jedoch nicht. Restaurants, Bars und Nachtclubs sind geöffnet und müssen die Abstands- und Hygienerichtlinien befolgen. Die meisten Gottesdienste und Kirchen bleiben geschlossen.

Alle Compassion-Kinderzentren sind geschlossen, aber die Mitarbeiter der Partnerkirchen führen Hausbesuche durch und versorgen die am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmittelpaketen. Sie überprüfen die Gesundheit der Kinder und Familien, stellen im Krankheitsfall finanzielle Mittel zur Verfügung und beten mit ihnen. Die Kinderzentren konnten mehr als 305.000 Lebensmittelpakete und 243.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 33.000 Personen medizinisch unterstützen. Einige Compassion-Partnerkirchen konnten öffentliche Handwaschgelegenheiten einrichten. Die Zentren unterstützen die Schüler, die nicht die Schule besuchen können, beim individuellen Lernen. Sie bieten Auffrischungskurse für Schülerinnen und Schüler an, die Abschlussprüfungen ablegen werden und betreuen Jugendliche, die sich in einer Lehre oder Berufsausbildung befinden. In einigen Partnerkirchen wurde den Müttern beigebracht, wie sie Masken für ihre Familien oder zum Verkauf herstellen können.

UGANDA

Nach einem Anstieg Ende September ist die Zahl der COVID-19-Infektionen in Uganda zurückgegangen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind die Blutspenden seit Beginn der Pandemie stark zurückgegangen, was zu einer landesweiten Verknappung geführt hat. Colleges und Universitäten sind seit 15. Oktober für Studenten im letzten Studienjahr wieder geöffnet. Kirchen durften wieder öffnen, wobei maximal 70 Personen gleichzeitig zugelassen sind. Die Landwirtschaft in Uganda ist stark betroffen und die Lebensmittelpreise sind gestiegen.

Die Compassion-Kinderzentren haben ihre Gruppenveranstaltungen weiterhin ausgesetzt. Mitarbeiter der Compassion-Gemeindepartner besuchen die Patenkinder zu Hause, wenn es dringend erforderlich ist, zum Beispiel bei Krankheiten und Unfällen oder Angelegenheiten des Kinderschutzes und kümmern sich um viele weitere Bedürfnisse der Patenkinder und ihrer Familien.  Darüber hinaus konnten die Mitarbeiter der Kinderzentren mehr als 88.000 Lebensmittelpakete und 217.000 Hygiene-Kits an von Compassion unterstützte Familien verteilen und über 41.000 Personen medizinisch unterstützen.

Auf der ganzen Welt leisten die Mitarbeiter von Compassion harte Arbeit, um Kinder und Familien wo immer möglich zu unterstützen. Obwohl viele Kinderzentren für Gruppenaktivitäten vorübergehend geschlossen sind, bedeutet das nicht, dass alle Maßnahmen und Inhalte des Compassion-Programms eingestellt wurden. Deine monatliche Unterstützung wird gerade in dieser Zeit mehr denn je gebraucht. Viele Mitarbeiter unserer Partnerkirchen besuchen die Kinder regelmäßig zu Hause, um sich über ihr Wohlergehen und das ihrer Familien zu informieren. Sie verteilen medizinische Hilfsgüter, Hygiene-Materialien, zusätzliche Nahrungsmittel, Wasser und vieles andere, um in dieser Krisenzeit zu helfen. Bisher konnten über 7,1 Millionen Lebensmittelpakete und über 4,6 Millionen Hygiene-Kits weitergegeben werden (Stand Ende Oktober). Die Mitarbeiter der Kinderzentren haben weiterhin die mentale und emotionale Gesundheit der Familien im Blick und achten besonders auf Anzeichen von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch. Zudem bieten sie Gebet und geistliche Begleitung an und sorgen dafür, dass die Kinder trotz geschlossener Schulen mit Lernmaterialien und altersentsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten versorgt sind. Vielen Dank für deine treue Unterstützung!

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