300 Yusra

Yusra

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    Land: Tansania
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    Alter: 10
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    Geschlecht : Mädchen
Mein Rufname: Yusura Mein Geburtstag: 12.04.2010 Ich bin ein Mädchen. Was ich mag: Mit dem Ball spielen Ich lebe mit meiner Großmutter zusammen. Meine Eltern leben an einem anderen Ort.Durch deine Patenschaft werde ich in meiner Persönlichkeit gefördert und kann meine Begabungen entdecken. Und ich höre davon, dass Gott mich liebt. Ich freue mich auf Post von dir, bitte bete auch für mich.
Werden Sie Yusras Pate

AUS DER COMPASSION-WELT

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat spätestens seit März unser Leben verändert. In Deutschland konnten und können zahlreiche Maßnahmen gegen Corona wieder gelockert werden und viele von uns kehren Stück für Stück zu einer gewissen Normalität zurück. Doch in anderen Teilen der Welt kämpfen Menschen weiter, teilweise unter schwierigsten Umständen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen darüber, welche Auswirkungen die Pandemie auf unsere Arbeit hat und wie unsere Mitarbeiter auf die Herausforderungen vor Ort reagieren.

Unsere Mitarbeiter helfen, wo immer es möglich ist

Aktuell können die Programmaktivitäten nicht in den Kirchengemeinden stattfinden. Die Aussetzung der Gruppenveranstaltungen dient dem Schutz und der Sicherheit der Kinder. Dennoch sind unsere Mitarbeiter und Kirchen- und Gemeindepartner entschlossen, sich weiterhin um die Kinder und ihre Familien zu kümmern. Sie begleiten die Familien durch die Herausforderungen von Lockdowns und Quarantäneverordnungen und kümmern sich nach Möglichkeit um Gesundheitsfragen. In vielen Ländern ist durch Ausgangsbeschränkungen, wegfallende Verdienstmöglichkeiten und steigende Lebensmittelpreise die alltägliche Versorgung mit Nahrungsmitteln gefährdet. Hier helfen unsere Partnerkirchen durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen. Zudem erhalten die Kinder zusätzliche Lernmaterialien und -Begleitung für die Zeit der Schulschließungen.

 

Schutz und Aufklärung in den Compassion-Kinderzentren

Wir sind dankbar, dass – ganz unabhängig von der aktuellen Situation – die Kinder in den Compassion-Kinderzentren auf der ganzen Welt regelmäßig zu Themen der Hygiene und Krankheitsvorbeugung unterrichtet werden, insbesondere über das Händewaschen! Händewaschen ist eine der besten Möglichkeiten, die Verbreitung von Coronaviren zu verhindern. Zudem werden Schutzmasken, Desinfektionsmittel und weitere Hygienematerialien verteilt.

Unsere Mitarbeiter beobachten sorgfältig die weltweiten Entwicklungen. Unsere oberste Priorität ist es, die Übertragung des Coronavirus unter den Kindern zu verhindern. Aus diesem Grund sind alle Besuche der nationalen Büros, Kinderzentren und Partnerkirchen abgesagt. Wir möchten alles dafür tun, um die Verbreitung des Virus zu begrenzen und die Belastung der Gesundheitssysteme in den Ländern, in denen wir tätig sind, zu verringern.

Schutz unserer Paten und Unterstützer

Wir verpflichten uns, alles zu tun, was wir können, um die Übertragung des neuen Coronavirus unter unseren Paten und Unterstützern zu verhindern. Deshalb halten wir uns eng an die nationalen Richtlinien für Großveranstaltungen. Es bedeutet leider auch, dass wir bis zum Ende dieses Jahres vorerst keine Besuche bei den Patenkindern ermöglichen können.

Hier gibt Sidney Muisyo, Leiter des Globalen Compassion-Programms, einen Überblick über die veränderte Programmarbeit, während die Kinderzentren geschlossen bleiben müssen. Konkrete Infos über die Lage und die Maßnahmen in den einzelnen Ländern finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

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BETEN SIE MIT UNS

Das Virus kann uns alle treffen. Wir bitten Sie, mit uns für die Kinder, Familien, Kirchengemeinden, Mitarbeiter und Paten zu beten, die bereits von diesem Ausbruch betroffen sind. Bitte beten Sie mit uns gemeinsam für: 

  • Schutz vor dem Virus für alle bei Compassion registrierten Kinder und ihre Familien. 
  • Gesundheit und Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter in den internationalen und nationalen Büros sowie für die Mitarbeiter und Freiwilligen in den Compassion-Kinderzentren.
  • Kinder, die sich nach einer Patenschaft sehnen, um während dieser langen Wartezeit ermutigt, geliebt und betreut zu werden.
  • Paten und ihre Familien, die von dem Virus betroffen sind.

Gott segne Sie für Ihre Fürsorge um seine Kinder, die in extremer Armut leben. Und danke, dass Sie in Ihren Gebeten an sie denken. 

WIE SIE HELFEN KÖNNEN

 

Das Risiko, die Angst, die Ungewissheit und die Folgen betreffen die Ärmsten der Armen am stärksten. Neben dem Gesundheitsrisiko gibt es etwas anderes, das brutal zuschlägt: Hunger und wirtschaftliche Probleme.

In vielen Ländern des Globalen Südens gibt es ähnliche Maßnahmen, wie wir sie in Deutschland hatten, aber die Folgen sind fataler. Wer das Haus nicht verlassen darf, kann nicht dafür sorgen, dass die Familie etwas zu essen bekommt. Hunderttausende kleine Straßengeschäfte mussten schließen. Für viele Familien existenzbedrohend.

 

Wir können helfen. Denn: Wir stehen zusammen!

Covid-19 darf nicht das letzte Wort haben. Armut darf nicht das letzte Wort haben.

Helfen Sie mit, dass unsere Partner-Kirchen und -Gemeinden vor Ort denen helfen können, die es am nötigsten haben.

SPENDEN SIE HEUTE für den Fonds „Aktuelle Nothilfe“.

CORONA LÄNDER-INFOS [STAND JULI]

 

Es bricht uns das Herz, dass bereits mehrere Menschen aus der weltweiten Compassion-Familie einer Infektion mit COVID-19 erlegen sind. Zudem gibt es bestätigte Erkrankungen, soweit dies durch Tests sicher zu belegen ist, sowie zahlreiche Verdachtsfälle.

Viele sind direkt betroffen: unsere Partnerkirchen, Freiwilligen und sogar Patenkinder und ihre Angehörigen. Bitte beten Sie weiterhin für diejenigen, deren Leben und Gesundheit unmittelbar bedroht sind. Experten sagen voraus, dass den sogenannten Entwicklungsländern das Schlimmste noch bevorstehen könnte, vor allem wegen mangelnder Test- und Behandlungsmöglichkeiten von COVID-19-Patienten. In den kommenden Wochen und Monaten wird es immer schwieriger werden, die vollen Auswirkungen auf unsere Arbeit, die Kinder und ihre Familien zu verfolgen. Daher verzichten wir auch vorerst auf die weitere Veröffentlichung von Zahlen zu Verdachts- und bestätigten Fällen von COVID-19 innerhalb der von Compassion unterstützten Familien und unserer Mitarbeiter. Wir tun unser Bestes, um Sie über die veränderten Bedingungen unserer Arbeit auf dem Laufenden zu halten. Wir danken Ihnen für Ihre anhaltende Unterstützung und Ihre Gebete.

Alle Länder, in denen wir arbeiten, sind bestrebt, die Ausbreitung des Coronavirus durch verschiedene Maßnahmen wie Beschränkungen für öffentliche Versammlungen oder Ausgangssperren zu verlangsamen. In den aktuellsten Berichten aus den Ländern erfahren Sie, wie sich die jeweiligen Richtlinien und Maßnahmen auf das Compassion-Programm auswirken. Diese Übersicht wird stetig aktualisiert.

ÄTHIOPIEN - Äthiopien hat schnell auf COVID-19 reagiert, und obwohl die Zahl der Todesopfer nach wie vor gering ist, verzeichnete das Land im Juni den höchsten täglichen Anstieg der Fälle. Die Regierung hat bis August den Ausnahmezustand ausgerufen. Alle Schulen und Universitäten im Land sind geschlossen. Größere Versammlungen sind verboten und der Verkehr von und zur Hauptstadt Addis Abeba eingeschränkt. Leider gibt es in ganz Äthiopien vermehrt Berichte über häusliche Gewalt.

Aktuell sind alle Treffen, Gruppenangebote und Schulungsmaßnahmen aller Compassion-Kinderzentren eingestellt. Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen in Äthiopien haben mehr als 165.000 Lebensmittelpakete und 167.000 Hygiene-Kits verteilt und rund 4.000 Personen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter besuchen die Kinder regelmäßig und schauen nach Anzeichen von Missbrauch. Zudem schulen sie die Familien bezüglich Prävention und Behandlung von COVID-19. Die Familien haben die persönlichen Kontaktdaten der Mitarbeiter erhalten, so dass schnelle Hilfe gewährleistet ist.  Darüber hinaus haben die Mitarbeiter dafür gesorgt, dass sämtliche 526 Kinderzentren über funktionierende Handwascheinrichtungen verfügen, zu denen Kinder, Familien und das gesamte Umfeld Zugang haben.

 

BANGLADESCH - Am 2. Juli meldete Bangladesch die höchste Zahl neuer Fälle innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums. Die Beschränkungen für öffentliche Aktivitäten sowie die Bewegungsfreiheit bleiben vorerst in Kraft und Schulen und Universitäten sind auf unbestimmte Zeit geschlossen. Außerhalb des Hauses müssen Schutzmasken getragen werden und zwischen 20:00 und 5:00 Uhr darf sich niemand im Freien aufhalten. Da die Taifunsaison in der Region andauert, müssen sich die Regionalbehörden zudem mit möglichen Evakuierungen und zerstörten Häusern befassen.

Gruppenveranstaltungen für die Patenkinder in den Compassion-Kinderzentren bleiben weiter ausgesetzt. Soweit möglich, halten die Mitarbeiter der Partnerkirchen von Compassion Bangladesch über Telefon den Kontakt in die Familien aufrecht. Mitarbeiter von Compassion Bangladesch und den Partnerkirchen konnten mehr als 69.000 Lebensmittelpakete und 69.000 Hygienepakete an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie über 1.200 Menschen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter berichten, dass viele Familien keinerlei Einkommen mehr haben, weshalb ihnen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um sich mit dem Notwendigsten zu versorgen.

 

BOLIVIEN - Fälle von COVID-19 nehmen in Bolivien schnell zu und haben sich mehr als verdreifacht, seit das Land Anfang Juni begann, seine wirtschaftlichen Aktivitäten wieder aufzunehmen. Das bolivianische Gesundheitsministerium schätzt, dass der Höhepunkt der Infektionen zwischen August und September erreicht wird. Die nationalen Quarantänemaßnahmen wurden vorerst verlängert. Die Einschränkung sozialer Kontakte und das Tragen von Masken an öffentlichen Orten sind vorgeschrieben, zudem gelten Ausgangssperren von 18:00 bis 5:00 Uhr. Schulunterricht und andere öffentliche Veranstaltungen bleiben ausgesetzt. Alle Grenzen bleiben geschlossen und internationale Flüge sind ausgesetzt.

Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren finden nicht statt. Gemäß den aktualisierten Regierungsbestimmungen ist die Lieferung von Nahrungsmitteln täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr erlaubt, so dass sich die Partnerkirchen dafür einsetzen, dass die Patenkinder und ihre Familien mit Nahrungsmitteln, Materialien zur Krankheitsprävention und Hygieneartikeln versorgt werden. Seit Beginn der Krise haben sie mehr als 255.000 Lebensmittelpakete und 108.000 Hygienesets an gefährdete Kinder und Familien geliefert. Die Mitarbeiter halten Telefonkontakt und versorgen die Familien sowohl mit Hinweisen zu Hygiene und Krankheitsprävention als auch mit geistlicher und emotionaler Unterstützung. Das Landesbüro hat Ärzte- und Psychologen-Teams aufgestellt, die die Partnerkirchen unterstützen und vor kurzem eine Videoschulung zum Thema Kinderschutz durchgeführt, an der mehr als 81.000 Kinder und ihre Familien teilnahmen.

 

BRASILIEN - Brasilien ist das am zweitschlimmsten betroffene Land mit über 2 Millionen Fällen von COVID-19 und über 80.000 Todesfällen - obwohl die Zahl der Tests begrenzt ist und viele glauben, dass die Fälle höher liegen. Das Virus hat sich in den Nordosten, wo die Armut des Landes am größten ist, und in indigene Gebiete im Amazonasgebiet ausgebreitet – vor allem Gebiete mit eingeschränkter medizinischer Versorgung. Die größten Infektionszahlen gibt es in Sao Paulo und Rio de Janeiro. Die nationalen Quarantänemaßnahmen wurden vorerst verlängert. In allen Bundesstaaten, in denen Compassion arbeitet, gelten die Verpflichtungen zur Einschränkung sozialer Kontakte. Schulen und öffentliche Treffpunkte wie Einkaufszentren und Restaurants sind geschlossen.

Das Programm in den Compassion-Kinderzentren bleibt ausgesetzt. Trotzdem kümmern sich die Mitarbeiter vor Ort darum, dass die Familien der Patenkinder in ihren Grundbedürfnissen versorgt sind, einschließlich der Lieferung von mehr als 142.000 Lebensmittelpaketen und 112.000 Hygiene-Kits. Zudem wurden über 6.100 Menschen medizinisch versorgt. Die Compassion-Partnergemeinden halten Telefonkontakt zu den Familien und ermutigen Kinder und Familien durch biblische Andachten, Videos und Gebet. Die Mitarbeiter kümmern sich insbesondere um die Familien, für die die Situation eine seelische und emotionale Belastung bedeutet. Zudem wurde eine Kinderschutzkampagne über die sozialen Medien gestartet und Online-Gottesdienste mit Jugendlichen gefeiert.

 

BURKINA FASO - Burkina Faso hat die Zahl der Coronavirus-Testzentren erhöht und inzwischen ist ein Rückgang der Fälle zu verzeichnen. Die Regierung weist die Bürger an, weiter Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen zu befolgen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. In der Öffentlichkeit müssen Schutzmasken getragen werden. Die Regierung hat mit einer schrittweisen Wiedereröffnung begonnen, die u.a. vorsieht, dass Schulen mit der Durchführung von Prüfungen beginnen können und dass Märkte und Kirchen wieder begrenzt geöffnet werden. Die landesweite Ausgangssperre wurde aufgehoben, außer in besonders betroffenen Provinzen, in denen noch der Ausnahmezustand herrscht.

Alle Compassion-Partnerkirchen haben die Gruppenangebote in den Kinderzentren weiterhin ausgesetzt. Regelmäßige Kinderschutzmaßnahmen und Unterstützung bei Krankheit oder Unfällen werden aber fortgeführt. Mitarbeiter der Gemeinden haben über 291.000 Lebensmittelpakete und 177.000 Hygienesets an Familien verteilt und arbeiten weiter daran, das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen. Darüber hinaus konnten bisher mehr als 10.000 Menschen medizinisch versorgt werden. Einige Partnerkirchen haben Familien geholfen, einfache Handwascheinrichtungen für den Hausgebrauch zu bauen.

 

DOMINIKANISCHE REPUBLIK - Die Dominikanische Republik hat den Ausnahmezustand aufgehoben und am 1. Juli die Grenzen wieder für internationale Reisende geöffnet. Unternehmen und Geschäfte haben ebenfalls mit der Wiedereröffnung begonnen, allerdings nur mit einem Teil der Belegschaft. An öffentlichen Orten ist das Tragen von Gesichtsmasken vorgeschrieben, zudem gelten weiterhin Abstandsregeln. Großveranstaltungen und öffentliche Versammlungen sind nach wie vor ausgesetzt. Das Land bereitet sich auf die Hurrikansaison vor, die oft die Vernichtung von Ernten sowie die Ausbreitung von Denguefieber und Malaria zur Folge hat.

Alle Compassion-Kinderzentren sind geschlossen. Gesundheitsexperten von Compassion haben den Partnerkirchen Handlungsempfehlungen und Aufklärungsmaterial weitergegeben. Unter Berücksichtigung der Regierungsrichtlinien unterstützen die Mitarbeiter der Partnerkirchen die Familien der Patenkinder mit praktischer und emotionaler Hilfe, einschließlich der Lieferung von mehr als 74.000 Lebensmittelpaketen und 19.000 Hygienekits. Compassion arbeitet auch mit Ärzten vor Ort zusammen, um den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon zu ermöglichen; zudem wurden bisher über 900 Personen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter der Gemeinden nehmen Predigten auf Video auf und bieten den Familien Gebetsunterstützung und telefonische Beratung an. Zudem bieten die Partnerkirchen Online-Schulunterricht an und nehmen kurze Video-Lektionen auf, die sich die Kinder zu Hause ansehen können.

 

ECUADOR - Ecuador hat positive Fälle von COVID-19 in allen 24 Provinzen bestätigt. Die Ausgangssperren sind nach wie vor in Kraft und es wird weiterhin zum Tragen von Schutzmasken und zur Einschränkung sozialer Kontakte ermutigt. Die Testkapazitäten in Ecuador sind äußerst begrenzt, aber die Daten zur allgemeinen Sterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren zeigen, dass die Fallzahlen deutlich höher liegen dürften.

Alle Partnerkirchen von Compassion haben ihre eigenen und die Angebote der Kinderzentren eingestellt. Durch regelmäßige Telefonanrufe unterstützen die Mitarbeiter die Familien der Patenkinder weiter emotional und geistlich. Unter Berücksichtigung der lokalen Vorgaben konnten die Gemeinden bisher mehr als 181.000 Lebensmittelpakete und 25.000 Hygienesets an Familien verteilen und haben seit Beginn der Pandemie über 8.300 Personen medizinisch behandelt – unter Anderem konnten Familien beim Zugang zu telemedizinischen Diensten unterstützt werden. Einige Partnergemeinden konnten Online-Gottesdienste und -Gebetstreffen abhalten.

 

EL SALVADOR - El Salvador hat die zweite Phase der Wiedereröffnung der Wirtschaft vorerst verschoben, da die Coronavirus-Infektionen weiter zunehmen. Das Programm in allen pädagogischen Einrichtungen ist ausgesetzt, so auch das in den Compassion-Kinderzentren. Im Mai und Juni wurde das Land von den Tropenstürmen Amanda und Cristóbal heimgesucht, die weitreichende Schäden anrichteten und Tausende von Menschen in bereits stark vom Coronavirus betroffenen Gebieten obdachlos machten.

Die Partnerkirchen von Compassion versorgen die bedürftigsten Familien von Patenkindern mit Lebensmitteln und verfügbaren Medikamenten. Zudem werden Online-Lernmaterialien entwickelt, damit die Kinder zuhause weiterlernen können. Bisher konnte Compassion El Salvador mehr als 141.000 Lebensmittelpakete und 71.000 Hygiene-Kits verteilen, die durch den Katastrophenhilfe-Fonds von Compassion finanziert wurden. Zudem konnten über 13.000 Personen medizinisch versorgt werden. Es werden Mittel zur Verfügung gestellt, um Familien bei der Anlage von Hausgärten zu unterstützen. Compassion El Salvador hatte die Möglichkeit, über lokale Radioprogramme ganze Städte und Regionen mit Gesundheitsinformationen und ermutigenden Botschaften zu erreichen. Einige Mitarbeiter der Kinderzentren konnten mit den Kindern sogar ihre Geburtstage online feiern. Viele Betreuerinnen haben Gebetsgruppen gebildet, um in dieser Saison für die Kinder zu beten.

 

GHANA - Die Regierung hat mit der Aufhebung der Ausgangssperren in einigen größeren Städten begonnen und einige Schulen werden wieder geöffnet, damit die Abschlussklassen Prüfungen ablegen können. Es wird weiterhin zur Einschränkung sozialer Kontakte aufgerufen, da die Zahl der positiven Fälle weiter zunimmt. Sämtliche Grenzen bleiben geschlossen und Großveranstaltungen, einschließlich Festivals und Sportveranstaltungen, bleiben vorerst ausgesetzt. Seit Anfang Juni können wieder Gottesdienste mit 25 % der Besucher und einer maximalen Teilnehmerzahl von 100 Personen gefeiert werden.

Alle Partnergemeinden von Compassion sind geschlossen und daher auch das Programm in den Compassion-Kinderzentren ausgesetzt. Einige Kirchen konnten Kleingruppenversammlungen von fünf Personen abhalten und unter Berücksichtigung der Regierungsrichtlinien Hausbesuche durchführen. Die Kinderzentren kümmern sich weiterhin um die medizinische Notfallversorgung der Patenkinder, werden bei Kindesschutz-Fällen aktiv und leisten Nothilfe, wo benötigt. Bisher konnten mehr als 17.000 Lebensmittelpakete und 17.000 Hygiene-Kits verteilt sowie über 6.600 Personen medizinisch unterstützt werden. Die Mitarbeiter bringen Patenkindern und ihren Familien bei, wie sie sich durch Hygienemaßnahmen vor Ansteckung schützen können. Manche Compassion-Partnerkirchen bieten Schulunterricht und Weiterbildungskurse durch Video- und Telefonanrufe an, wobei sie vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Blick haben.

 

GUATEMALA - Da die Zahl der bestätigten Fälle weiter steigt, bleibt die Ausgangssperre im gesamten Land bestehen. Viele Menschen haben ihre Arbeitsplätze verloren und angesichts von Nahrungsmittelknappheit und gestiegenen Lebensmittelpreisen nimmt die Unterernährung zu. Von 18:00 bis 5:00 Uhr herrscht eine Ausgangssperre und große öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sind verboten. Geschlossen sind Schulen, Kirchen, Sporteinrichtungen, Einkaufszentren, Restaurants und alle öffentlichen und privaten Einrichtungen, mit Ausnahme von Krankenhäusern und Apotheken. In der Öffentlichkeit müssen Masken getragen werden.

Alle Compassion-Kinderzentren sind geschlossen. Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben konnten die Mitarbeiter der Gemeinden bisher mehr als 209.000 Lebensmittelpakete und 76.000 Hygienesets an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie die medizinische Versorgung von über 2.600 Personen ermöglicht. Die Mitarbeiter der Partnerkirchen von Compassion informieren sich durch Anrufe über Gesundheitszustand und Wohlergehen der Patenkinder. Oft beten sie gemeinsam mit den Kindern und ihren Familien. Zudem haben sie Bastelmaterialien und Kinderzeitschriften verteilt. Die Eltern werden einmal im Monat ins Kinderzentrum eingeladen, um Vorräte und Geschenke für ihre Kinder abzuholen.

 

HAITI - COVID-19-Fälle wurden in allen haitianischen Departements bestätigt. Schulen, Universitäten, Kirchen und Produktionsstätten sind bis mindestens Mitte August geschlossen. Versammlungen von mehr als 10 Personen sind verboten und es gilt eine Ausgangssperre von Mitternacht bis 4:00 Uhr morgens. Die extreme Armut im Land erschwert es den von Compassion unterstützten Familien, die Ausgangseinschränkungen zu befolgen, da sie zum Einkaufen von Lebensmitteln auf die belebten Märkte angewiesen sind. In überfüllten, dicht besiedelten Stadtvierteln mit wenig oder keinem Zugang zu fließendem Wasser breitet sich das Virus weiterhin schnell aus.

Alle Compassion-Kinderzentren haben ihr Gruppenprogramm ausgesetzt. Die Mitarbeiter der Partnerkirchen versuchen, durch Anrufe und Textnachrichten mit den Patenkindern in Verbindung zu bleiben. Sie konnten über 154.000 Lebensmittelpakete und 91.000 Hygiene-Kits verteilen und mehr als 10.000 Menschen mit medizinischer Hilfe unterstützen. Nach Möglichkeit bieten die Mitarbeiter Andachten und Unterrichtsstunden per Telefon an. Eine kleine Anzahl von Mitarbeitern ist täglich in den Kinderzentren anwesend, um auf Notfälle und persönliche Bedürfnisse einzugehen.

 

HONDURAS - Die geringen Testkapazitäten in Honduras erschweren eine Einschätzung, wie sehr das Land von COVID-19 betroffen ist. Das öffentliche Gesundheitssystem verfügt nur über begrenzte Kapazitäten zur Behandlung schwerer Fälle von COVID-19. Alle Grenzen sind geschlossen und landesweite Ausgangsbeschränkungen sind weiterhin in Kraft. Öffentliche Versammlungen (sportliche, kulturelle, soziale und religiöse Veranstaltungen etc.) sind verboten, der öffentliche Verkehr eingestellt und die meisten Geschäfte geschlossen. Nur Krankenhäuser, Supermärkte, Apotheken, Banken und Tankstellen sind geöffnet.

Folglich sind auch alle von Compassion verantworteten Programme und Maßnahmen abgesagt. Die Mitarbeiter der Compassion-Partnergemeinden haben mehr als 72.000 Lebensmittelpakete und 30.000 Hygienesets verteilt und bestärken die Eltern und Bezugspersonen der Patenkinder darin, Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen konnten über 1.100 Menschen medizinisch versorgt werden. Alle Mitarbeiter, die Nahrungsmittel verteilen, wurden von den Behörden in Schutzmaßnahmen geschult. Mitarbeiter der Partnerkirchen halten über Telefongespräche Kontakt zu den Familien und nehmen Videoinhalte für Kinder auf.

INDONESIEN - Indonesien hat die höchste Anzahl von COVID-19-Infektionen in Südostasien und verzeichnete Mitte Juli den größten täglichen Anstieg der Todesfälle. In vielen Gebieten gibt es nach wie vor Bewegungseinschränkungen und andere Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung; einige Städte, darunter auch Jakarta, haben jedoch inmitten des Anstiegs der Infektionen die Beschränkungen gelockert und einige öffentliche Räume wieder geöffnet. Manche weiterführenden Schulen in Gebieten mit geringem Risiko begannen am 13. Juli mit der Wiederöffnung.

Die Compassion-Kinderzentren haben ihr Programm für die Patenkinder vorerst geschlossen. Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen haben Online-Unterrichtsstunden für Kinder erstellt und beginnen unter Beachtung der Richtlinien wieder mit Hausbesuchen. Zudem bleiben sie mit den Patenkindern und ihren Familien online und telefonisch in Kontakt, zudem veröffentlichen sie Videos und Meldungen im auf lokalen Radiosendern. Soweit die strengen Ausgangsbeschränkungen es zulassen, verteilen sie Hilfsgüter wie Seife, sauberes Wasser, Vitamine und Lebensmittel. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter mehr als 422.000 Lebensmittelpakete und 368.000 Hygienekits verteilt und über 20.000 Personen medizinisch unterstützt. Gesundheitsexperten von Compassion stellen Videos und Handzettel über Krankheitsprävention und Hygiene zur Verfügung.

 

KENIA - In Kenia wurde mit einer schrittweisen Wiedereröffnung begonnen, einschließlich der Wiederaufnahme der Inlandsflüge am 15. Juli und der internationalen Flüge am 1. August. Darüber hinaus können seit 6. Juli wieder bis zu 100 Personen an Gottesdiensten teilnehmen. Die Regierung hat Maßnahmen zur Einschränkung sozialer Kontakte ergriffen und öffentliche Versammlungen verboten. Schulen bleiben bis Januar 2021 geschlossen. Von 21.00 Uhr bis 4.00 Uhr bleibt eine Ausgangssperre in Kraft. Leider haben Vorfälle häuslicher Gewalt seit Beginn der Pandemie stark zugenommen.

Alle Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren, einschließlich des wöchentlichen Kinderprogramms, der Elterntreffen sowie Gruppenschulungen, wurden ausgesetzt. Compassion Kenia versorgt die Zentren mit Informationen zur Krankheitsprävention und darüber, wie sie reagieren sollen, wenn Kinder betroffen sind. Es ist eine zunehmende Herausforderung, die Ernährung sicherzustellen, da viele Haushalte Schwierigkeiten haben, Lebensmittel zu kaufen. Wir sind dankbar, dass Mitarbeiter über 20.000 Lebensmittelpakete an gefährdete Kinder und ihre Familien geliefert haben. Die Compassion-Partnerkirchen setzen weiterhin Kindesschutzmaßnahmen um und helfen Kindern bei Krankheit oder Unfällen. Die Mitarbeiter haben auch Lernmaterialien verteilt. Familien ohne Stromanschluss haben Solarlampen erhalten, damit die Kinder abends lernen können.

 

KOLUMBIEN - In Kolumbien nehmen die COVID-19-Fälle weiterhin zu. Die Regierung hat die landesweiten Ausgangsbeschränkungen vorerst verlängert. Sowohl Inlands- als auch internationale Flüge wurden ausgesetzt. Die größten Städte des Landes, Bogota und Medellin, haben teilweise Einreisesperren verhängt, da das Virus die dortigen Krankenhäuser zu überlasten droht. Lokale Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Anzahl der Infektionen erst im Spätsommer ihren Höhepunkt erreichen wird. Alle Schulen und Ausbildungsstätten bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Das Programm in den Compassion-Kinderzentren ist weiterhin ausgesetzt. Die Partnerkirchen unterstützen stark gefährdete Familien durch Präventionsschulungen; besonderes Augenmerk gilt weiterhin dem Schutz der Patenkinder in ihrem Zuhause. In den letzten Monaten haben die Mitarbeiter der Gemeinden über 210.000 Lebensmittelpakete und 132.000 Hygienesets an Familien verteilt und die medizinische Versorgung von mehr als 4.200 Personen ermöglicht. In Gegenden, wohin keine Lebensmittel ausgeliefert werden können, werden Gutscheine für Märkte vor Ort angeboten. Die Mitarbeiter haben für die Kinder Beschäftigungsmöglichkeiten für zu Hause entwickelt und einige Kinderzentren konnten mit den Kindern sogar ihre Geburtstage online feiern. Darüber hinaus arbeiten Mitarbeiter des Landesbüros und der Compassion-Partnerkirchen an der Entwicklung von Online-Unterrichtsstunden und -Andachten, die Patenkindern und ihren Familien zur Verfügung gestellt werden sollen. Zudem begleiten sie die Kinder und Familien durch tägliche Anrufe. Die Compassion-Partnerkirchen an der Grenze zu Venezuela haben sich besonders auf die Betreuung von Migrantenfamilien in ihren Gemeinden konzentriert.

MEXIKO - Mexiko hat weltweit die vierthöchste Zahl an Todesopfern von COVID-19. Viele Lokalbehörden haben Einschränkungen der Mobilität, des Handels und der Freizeit, insbesondere in beliebten Touristenorten, erlassen. Um der Wirtschaft keinen Schaden zuzufügen, hat sich die Regierung allerdings gegen die Verhängung strenger landesweiter Beschränkungen gewehrt.

Alle Kinderzentren von Compassion-Partnergemeinden haben ihre Gruppenprogramme ausgesetzt. Die meisten Kinderzentren versorgen die Familien der am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmitteln. Alle Gemeindepartner von Compassion haben Handzettel zu Krankheitsprävention und -behandlung erhalten, die sie ausdrucken und in ihrem Umfeld verteilen können. Die Mitarbeiter der Kinderzentren konnten mehr als 122.000 Lebensmittelpakete und 82.000 Hygiene-Kits verteilen und über 4.200 Personen medizinisch versorgen. Einige Betreuer konnten Unterrichtsstunden auf Video aufnehmen und den Patenkindern zum eigenständigen Lernen nach Hause schicken.

 

NICARAGUA - Genaue Zahlen zur Ausbreitung von COVID-19 in Nicaragua sind schwer zu beschaffen und Experten weisen darauf hin, dass Krankheits- und Todesfälle möglicherweise zu wenig gemeldet werden. Die Regierung von Nicaragua hat keine landesweiten Reisebeschränkungen oder Quarantänemaßnahmen erlassen, aber das Land steht in Bezug auf die Corona-Pandemie in Alarmbereitschaft und hat einige vorbeugende Maßnahmen eingeführt.

Zu Beginn der Pandemie haben Mitarbeiter von Compassion Nicaragua an einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranstalteten Präventionsschulung gegen Virusverbreitung teilgenommen. In den Compassion-Kinderzentren finden vorübergehend keine Gruppentreffen oder -aktivitäten statt. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter mehr als 81.000 Lebensmittelpakete und 48.000 Hygiene-Kits verteilt und über 1.700 Personen medizinisch versorgt. Einige Partnerkirchen konnten Andachten und Gottesdienste auf Video aufnehmen und den Familien online zur Verfügung stellen. Zudem konnten Mitarbeiter den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon ermöglichen. Die Betreuer besuchen die Kinder regelmäßig und schicken ihnen ermutigende Botschaften.

 

PERU - Die Anzahl der COVID-19-Fälle in Peru nimmt weiterhin zu. Das Land befindet sich in einem landesweiten Ausnahmezustand, Maßnahmen der Regierung zur Selbstisolierung und Einschränkung von Sozialkontakten sind weiterhin gültig. Sämtliche Grenzen sind geschlossen. Eine Ausgangssperre besteht von 22:00 bis 4:00 Uhr morgens. Große Versammlungen sind weiterhin verboten, Unternehmen können wieder mit einer Auslastung von 50% arbeiten.

Alle Partnergemeinden von Compassion haben ihr Programm für Kinder und Jugendliche ausgesetzt. Mitarbeiter des Compassion-Landesbüros und der Partnergemeinden haben diejenigen Kinder und Familien im Blick, die wegen extremer Armut, möglichen Missbrauchs oder ihrer gesundheitlichen Verfassung am meisten gefährdet sind. Die Mitarbeiter arbeiten eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um die Familien mit Lebensmitteln zu versorgen und konnten so über 150.000 Lebensmittelpakete und 45.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie seit Beginn der Pandemie mehr als 1.200 Personen darin unterstützt, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Mitarbeiter und Pastoren bieten Patenkindern und Eltern online Seelsorge und Beratung an.

 

PHILIPPINEN - Die Philippinen meldeten am 13. Juli den größten täglichen Anstieg der COVID-19-Todesfälle in Südostasien und Regierungsmitarbeiter gehen davon aus, dass nach Lockerung der Ausgangssperren weitere Todesfälle zu erwarten sind. Im gesamten Land gilt weiterhin die von der Regierung verordnete allgemeine Quarantäneregelung, die Reisen von einer Stadt zur anderen einschränkt. Manche Betriebe und Geschäfte durften wieder öffnen. Allerdings wurde Cebu City wegen einer Zunahme der Fälle vorerst wieder unter eine strengere Form der Ausgangssperre gesetzt. Schätzungsweise 2,5 Millionen Filipinos während der Ausgangssperren ihren Arbeitsplatz verloren.

Compassion-Partnerkirchen und Kinderzentren führen vorerst keine Gruppenprogramme mehr durch, aber einige Gemeinden prüfen, wie unter Einhaltung strenger Maßnahmen wieder Treffen stattfinden können. Eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern jedes Kinderzentrums arbeitet an der Bereitstellung von Hilfsgütern. Bisher konnten mehr als 415.000 Lebensmittelpakete und 214.000 Hygiene-Kits verteilt werden. Darüber hinaus wurden in dieser Zeit über 24.000 Menschen medizinisch unterstützt. Mitarbeiter der Partnerkirchen bieten Beratung an und besuchen Familien regelmäßig, wenn es Verdachtsfälle von Missbrauch gibt. Die Kinderzentren bieten den Patenkindern alternative Lernangebote und Beschäftigungsmöglichkeiten für zu Hause an, beispielsweise Malbücher für Kinder und Zeitschriften für Jugendliche.

 

RUANDA - Ruanda sorgt für umfassende Tests sowie Kontaktverfolgung von infizierten Personen. Das Land hat bisher eine geringe Zahl von Erkrankungen und Todesfällen zu verzeichnen. Schulen, Kirchen und Compassion-Kinderzentren sind bis September geschlossen. Von 21:00 bis 5:00 Uhr herrscht eine Ausgangssperre, und in der Öffentlichkeit müssen jederzeit Masken getragen werden. Geschäfte und Unternehmen können unter Einschränkungen wieder geöffnet werden. Die Grenzen bleiben geschlossen und Teile von Rusizi und Kigali bleiben weiterhin abgeriegelt.

Soweit möglich, stehen die Mitarbeiter der Kinderzentren im Telefonkontakt mit Patenkindern und deren Eltern und Bezugspersonen. Hausbesuche werden durchgeführt, wo dies sicher ist. Die durch Unterernährung und chronische Krankheiten am stärksten gefährdeten Kinder werden bestmöglich unterstützt. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden versorgen die Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen die Familien mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern und konnten bisher mehr als 73.000 Lebensmittelpakete und 148.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie über 8.800 Personen geholfen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Familiengeschenke der Paten werden den Familien elektronisch ausgezahlt. Das Landesbüro von Compassion Ruanda macht zusammen mit lokalen Mitarbeitern Beratungsangebote für Familien.

 

SRI LANKA - Obwohl in Sri Lanka ein Rückgang der COVID-19-Fälle zu verzeichnen war, kam es Mitte Juli zu einem Anstieg in Kandakadu, und das Bildungsministerium kündigte die Schließung von Schulen an, die gerade erst geöffnet worden waren. Die inselweite Ausgangssperre wurde jedoch nicht wieder eingeführt. Zusätzlich zur Pandemie haben die Bauern in der nordwestlichen Region Sri Lankas mit Heuschrecken zu kämpfen, die die Ernte zu vernichten drohen, was die Probleme der letzten Monate noch verschärft.

Die Compassion-Kinderzentren haben ihr Programm ausgesetzt. Allerdings bereiten einige Partnerkirchen bereits alles für die Rückkehr der Kinder vor. Mindestens einmal in der Woche rufen die Mitarbeiter die Familien der Patenkinder an und in einigen Gebieten war es möglich, die Familien unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneverordnungen zu Hause zu besuchen. Soweit es die Regierungsrichtlinien erlauben, haben die Mitarbeiter bisher über 82.000 Lebensmittelpakete und 44.000 Hygiene-Kits verteilt und liefern weiterhin Saatgutpakete und Informationen zur Krankheitsprävention. Eine Compassion-Partnergemeinde stellt in Zusammenarbeit mit den Lokalbehörden Gesichtsmasken her, eine andere Gemeinde veranstaltet einen Online-Kunstwettbewerb für die Kinder. In manchen Kinderzentren werden Online-Unterrichtsmaterialien an die Kinder verteilt. Die Kinder schreiben teilweise von zu Hause aus Briefe an ihre Paten und Mitarbeiter führen Online-Schulungen und -Gebetstreffen für Familien durch.

 

TANSANIA - Die Regierung von Tansania hat seit dem 29. April keine Informationen und Zahlen mehr zu COVID-19 veröffentlicht. Allerdings werden Menschen, die Symptome zeigen, weiterhin getestet und die positiv getesteten entsprechend behandelt. Angesichts der vermuteten anhaltenden Verbreitung in Dar es Salaam und an anderen Orten in Tansania besteht nach wie vor ein hohes Risiko, an COVID-19 zu erkranken. Es besteht die Gefahr, dass Gesundheitseinrichtungen aufgrund von COVID-19 schnell überlastet werden und begrenzte Krankenhauskapazitäten im ganzen Land könnten zu gefährlichen Verzögerungen bei der Notfallversorgung führen. Die Schulen wurden nach dreimonatiger Schließung wiedereröffnet, so dass Tansania das erste Land in Ostafrika ist, das Schülern die Rückkehr in die Schule ermöglicht.

Zurzeit sind alle Gruppenangebote in den Compassion-Kinderzentren abgesagt. Bei Bedarf werden die Patenkinder und ihre Familien medizinisch versorgt und die Mitarbeiter der Kinderzentren werden weiterhin bei Fragen des Kindesschutzes aktiv. Bisher konnten sie mehr als 52.000 Lebensmittelpakete und 84.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 5.400 Personen medizinisch versorgen. Unter Einhaltung der Richtlinien konnten einige Mitarbeiter der Partnerkirchen wieder mit Hausbesuchen bei den Familien beginnen.

 

THAILAND - Die gemeldeten Fälle von COVID-19 in Thailand sind rückläufig und 96% Prozent der Menschen mit bestätigten Fällen haben sich erholt. Die Regierung hat einigen Unternehmen die Wiedereröffnung gestattet, aber kürzlich die Reisebeschränkungen verschärft, nachdem erkrankte Personen aus anderen Ländern eingereist sind. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie haben die in Armut lebenden Menschen besonders hart getroffen. Die Zahl der Menschen, die in Thailand von weniger als 5,50 Dollar pro Tag leben, hat sich von 4,7 Millionen im ersten Quartal 2020 auf 9,7 Millionen im zweiten Quartal mehr als verdoppelt.

Die Compassion-Kinderzentren haben alle Gruppenaktivitäten ausgesetzt. In einigen Regionen war es den Mitarbeitern möglich, Hausbesuche bei den Familien der Patenkinder zu machen und unter Einhaltung der Regierungsrichtlinien Gruppenversammlungen von weniger als 10 Personen abzuhalten. In manchen Gebieten haben die Compassion-Gemeindepartner Seife, Desinfektionsgel und Gesichtsmasken verteilt und einige Kinderzentren haben sogar begonnen, selbst Schutzmasken und Desinfektionsmittel herzustellen. Bisher konnten über 96.000 Lebensmittelpakete und 58.000 Hygiene-Kits an Patenkinder und ihre Familien verteilt werden. Soweit möglich, stehen die Mitarbeiter mit den Patenkindern durch Anrufe in Kontakt. Gelegentlich auch durch persönliche Besuche, wobei die Abstandsregeln beachtet werden. Zudem haben die Mitarbeiter Onlinematerialien und -Andachten für Kinder und Familien entwickelt.

 

TOGO - Die Zahl der COVID-19-Fälle in Togo ist nach wie vor relativ niedrig. Allerdings steigt sie weiter an und jeder Regierungsbezirk hat inzwischen Fälle der Krankheit gemeldet. Alle Grenzen sind geschlossen, öffentliche Treffen von mehr als 15 Personen verboten und sämtliche Schulen geschlossen, mit Ausnahme bestimmter Klassenstufen, in denen Prüfungen vorgeschrieben sind.

Die Mitarbeiter der Partnerkirchen versorgen die am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmittelpaketen. Sie überprüfen die Gesundheit der Kinder und Familien, stellen im Krankheitsfall finanzielle Mittel zur Verfügung und beten kontinuierlich. Die Mitarbeiter wurden ermutigt, persönliche Besuche zur Sicherheit so weit wie möglich einzuschränken, halten aber den Kontakt zu den Familien durch Telefon- und Videoanrufe. Die Kinderzentren konnten mehr als 157.000 Lebensmittelpakete und 158.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 11.000 Personen medizinisch unterstützen. Einige Compassion-Partnerkirchen konnten öffentliche Handwaschgelegenheiten einrichten.

 

UGANDA - Zwar nehmen die Fälle in Uganda weiter zu, aber die Ausbreitung geht nur langsam voran. Die örtlichen Gesundheitsbehörden sind laut eigener Aussage darauf vorbereitet, alle an COVID-19 erkrankten Menschen zu behandeln. Der öffentliche Personenverkehr läuft mit halber Leistung und alle Großveranstaltungen wurden abgesagt. Kirchen, Schulen und nicht-lebensnotwendige Geschäfte und Betriebe sind geschlossen. Eine Ausgangssperre gilt von 19:00 bis 6:30 Uhr. Viele Kleinbauern in Uganda wurden sehr getroffen und die Lebensmittelpreise sind gestiegen. Die ugandische Regierung hat mehr als 1.500 Flüchtlinge, die vor der Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo fliehen, aufgenommen, Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen durchgeführt und eine 14-tägige Quarantäne verhängt.

Die Compassion-Kinderzentren haben ihr Gruppenprogramm vorerst unterbrochen. Mitarbeiter der Compassion-Gemeindepartner besuchen die Patenkinder nur zu Hause, wenn es dringend erforderlich ist, zum Beispiel bei Krankheiten und Unfällen oder Angelegenheiten des Kindesschutzes. Die Familien mancher Patenkinder erhalten finanzielle Unterstützung durch Mobiltelefon-Überweisungen oder – unter Einhaltung der Regierungsrichtlinien – in Form von Bargeld an diejenigen, die zu Fuß zum Kinderzentrum kommen können. Darüber hinaus konnten die Mitarbeiter der Kinderzentren mehr als 57.000 Lebensmittelpakete und 60.000 Hygiene-Kits an von Compassion unterstützte Familien verteilen und über 12.000 Personen medizinisch unterstützen. Die Mitarbeiter bemühen sich um die Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien für die jungen Erwachsenen, die bald Einstufungstests absolvieren müssen.

Auf der ganzen Welt leisten die Mitarbeiter von Compassion harte Arbeit, um Kinder und Familien wo immer möglich zu unterstützen. Obwohl viele Kinderzentren für Gruppenaktivitäten vorübergehend geschlossen sind, bedeutet das nicht, dass alle Maßnahmen und Inhalte des Compassion-Programms eingestellt wurden. Ihre monatliche Unterstützung wird gerade in dieser Zeit mehr denn je gebraucht. Viele Mitarbeiter unserer Partnerkirchen besuchen die Kinder zu Hause, um sich über ihr Wohlergehen und das ihrer Familien zu informieren. Sie verteilen medizinische Hilfsgüter, Hygiene-Materialien, zusätzliche Nahrungsmittel, Wasser und vieles andere, um in dieser Krisenzeit zu helfen. Bisher konnten über 3,7 Millionen Lebensmittelpakete und über 2,4 Millionen Hygiene-Kits weitergegeben werden (Stand Juli). Zudem haben die Mitarbeiter der Kinderzentren weiterhin die mentale und emotionale Gesundheit der Familien im Blick, bieten Gebet und geistliche Begleitung an und sorgen dafür, dass die Kinder trotz geschlossener Schulen mit Lernmaterialien und altersentsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten versorgt sind. Vielen Dank für Ihre treue Unterstützung!