Aus der Compassion-Welt

Aus der Compassion-Welt

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat spätestens seit März unser Leben verändert. In Deutschland konnten und können zahlreiche Maßnahmen gegen Corona wieder gelockert werden und viele von uns kehren Stück für Stück zu einer gewissen Normalität zurück. Doch in anderen Teilen der Welt kämpfen Menschen weiter, teilweise unter schwierigsten Umständen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen darüber, welche Auswirkungen die Pandemie auf unsere Arbeit hat und wie unsere Mitarbeiter auf die Herausforderungen vor Ort reagieren.

Unsere Mitarbeiter helfen, wo immer es möglich ist

Aktuell können die Programmaktivitäten nicht in den Kirchengemeinden stattfinden. Die Aussetzung der Gruppenveranstaltungen dient dem Schutz und der Sicherheit der Kinder. Dennoch sind unsere Mitarbeiter und Kirchen- und Gemeindepartner entschlossen, sich weiterhin um die Kinder und ihre Familien zu kümmern. Sie begleiten die Familien durch die Herausforderungen von Lockdowns und Quarantäneverordnungen und kümmern sich nach Möglichkeit um Gesundheitsfragen. In vielen Ländern ist durch Ausgangsbeschränkungen, wegfallende Verdienstmöglichkeiten und steigende Lebensmittelpreise die alltägliche Versorgung mit Nahrungsmitteln gefährdet. Hier helfen unsere Partnerkirchen durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen. Zudem erhalten die Kinder zusätzliche Lernmaterialien und -Begleitung für die Zeit der Schulschließungen.

Schutz und Aufklärung in den Compassion-Kinderzentren

Wir sind dankbar, dass – ganz unabhängig von der aktuellen Situation – die Kinder in den Compassion-Kinderzentren auf der ganzen Welt regelmäßig zu Themen der Hygiene und Krankheitsvorbeugung unterrichtet werden, insbesondere über das Händewaschen! Händewaschen ist eine der besten Möglichkeiten, die Verbreitung von Coronaviren zu verhindern. Zudem werden Schutzmasken, Desinfektionsmittel und weitere Hygienematerialien verteilt.

Unsere Mitarbeiter beobachten sorgfältig die weltweiten Entwicklungen. Unsere oberste Priorität ist es, die Übertragung des Coronavirus unter den Kindern zu verhindern. Aus diesem Grund sind alle Besuche der nationalen Büros, Kinderzentren und Partnerkirchen abgesagt. Wir möchten alles dafür tun, um die Verbreitung des Virus zu begrenzen und die Belastung der Gesundheitssysteme in den Ländern, in denen wir tätig sind, zu verringern.

Schutz unserer Paten und Unterstützer

Wir verpflichten uns, alles zu tun, was wir können, um die Übertragung des neuen Coronavirus unter unseren Paten und Unterstützern zu verhindern. Deshalb halten wir uns eng an die nationalen Richtlinien für Großveranstaltungen. Es bedeutet leider auch, dass wir bis zum Ende dieses Jahres vorerst keine Besuche bei den Patenkindern ermöglichen können.

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Bete mit uns

Das Virus kann uns alle treffen. Wir bitten dich, mit uns für die Kinder, Familien, Kirchengemeinden, Mitarbeiter und Paten zu beten, die bereits von diesem Ausbruch betroffen sind. Bitte beten Sie mit uns gemeinsam für:

  • Schutz vor dem Virus für alle bei Compassion registrierten Kinder und ihre Familien.
  • Gesundheit und Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter in den internationalen und nationalen Büros sowie für die Mitarbeiter und Freiwilligen in den Compassion-Kinderzentren.
  • Kinder, die sich nach einer Patenschaft sehnen: dass sie während dieser langen Wartezeit ermutigt, geliebt und gut betreut werden.
  • Paten und ihre Familien, die von dem Virus betroffen sind.

Gott segne dich für deine Fürsorge um seine Kinder, die in extremer Armut leben. Und danke, dass du mit deinen Gebeten an sie denkst.

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Bete mit uns

Das Virus kann uns alle treffen. Wir bitten dich, mit uns für die Kinder, Familien, Kirchengemeinden, Mitarbeiter und Paten zu beten, die bereits von diesem Ausbruch betroffen sind. Bitte beten Sie mit uns gemeinsam für:

  • Schutz vor dem Virus für alle bei Compassion registrierten Kinder und ihre Familien.
  • Gesundheit und Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter in den internationalen und nationalen Büros sowie für die Mitarbeiter und Freiwilligen in den Compassion-Kinderzentren.
  • Kinder, die sich nach einer Patenschaft sehnen: dass sie während dieser langen Wartezeit ermutigt, geliebt und gut betreut werden.
  • Paten und ihre Familien, die von dem Virus betroffen sind.

Gott segne dich für deine Fürsorge um seine Kinder, die in extremer Armut leben. Und danke, dass du mit deinen Gebeten an sie denkst.

Wie du helfen kannst

Das Risiko, die Angst, die Ungewissheit und die Folgen betreffen die Ärmsten der Armen am stärksten. Neben dem Gesundheitsrisiko gibt es etwas anderes, das brutal zuschlägt: Hunger und wirtschaftliche Probleme.

In vielen Ländern des Globalen Südens gibt es ähnliche Maßnahmen, wie wir sie in Deutschland hatten, aber die Folgen sind fataler. Wer das Haus nicht verlassen darf, kann nicht dafür sorgen, dass die Familie etwas zu essen bekommt. Hunderttausende kleine Straßengeschäfte mussten schließen. Für viele Familien existenzbedrohend.

Wir können helfen. Denn: Wir stehen zusammen!

Covid-19 darf nicht das letzte Wort haben. Armut darf nicht das letzte Wort haben.

Helfen Sie mit, dass unsere Partner-Kirchen und -Gemeinden vor Ort denen helfen können, die es am nötigsten haben.

SPENDE HEUTE für den Fonds „Aktuelle Nothilfe“.
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Wie du helfen kannst

Das Risiko, die Angst, die Ungewissheit und die Folgen betreffen die Ärmsten der Armen am stärksten. Neben dem Gesundheitsrisiko gibt es etwas anderes, das brutal zuschlägt: Hunger und wirtschaftliche Probleme.

In vielen Ländern des Globalen Südens gibt es ähnliche Maßnahmen, wie wir sie in Deutschland hatten, aber die Folgen sind fataler. Wer das Haus nicht verlassen darf, kann nicht dafür sorgen, dass die Familie etwas zu essen bekommt. Hunderttausende kleine Straßengeschäfte mussten schließen. Für viele Familien existenzbedrohend.

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Corona Länder-Infos

[Stand Mitte August 2021]

Es bricht uns das Herz, dass auch Menschen aus der weltweiten Compassion-Familie einer Infektion mit COVID-19 erlegen sind. Zudem gibt es in allen Ländern Erkrankungen, soweit dies durch Tests sicher zu belegen ist, sowie zahlreiche Verdachtsfälle.

Viele sind direkt betroffen: unsere Partnerkirchen, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sogar Patenkinder und ihre Angehörigen. In allen Ländern, in denen wir arbeiten, sind die Testmöglichkeiten sehr begrenzt, weshalb es eine kaum einzuschätzende Dunkelziffer an Infektionen gibt. Daher verzichten wir auf die Veröffentlichung von Zahlen zu COVID-19-Erkrankungen innerhalb der von Compassion unterstützten Familien und unserer Partnerkirchen.

Klar ist, dass die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten von COVID-19-Patienten in vielen Ländern sehr unzureichend sind. Die Mitarbeiter unserer Partnerkirchen setzen daher alles in Bewegung, um bei Erkrankungen und medizinischen Notfällen schnell und bestmöglich zu helfen. Bitte bete weiterhin für diejenigen, deren Leben und Gesundheit unmittelbar bedroht sind.

Die Länder, in denen wir arbeiten, sind bestrebt, die Ausbreitung des Coronavirus durch verschiedene Maßnahmen wie Beschränkungen für öffentliche Versammlungen oder Ausgangssperren zu verlangsamen. Wir tun unser Bestes, um dich über die veränderten Bedingungen unserer Arbeit auf dem Laufenden zu halten. In den aktuellsten Berichten aus den Ländern erfährst du, wie sich die jeweiligen Richtlinien und Maßnahmen auf das Compassion-Programm auswirken. Diese Übersicht wird stetig aktualisiert. Wir danken dir für deine anhaltende Unterstützung und deine Gebete.

ÄTHIOPIEN

Nach einem starken Rückgang steigen die Zahlen in Äthiopien seit Ende Juli wieder leicht an. Die Impfkampagne des Landes hat begonnen, mit dem Ziel, bis Ende dieses Jahres 20 % der Bevölkerung zu impfen. Neben der Pandemie haben bewaffnete Konflikte, Überschwemmungen und mehrere Heuschreckeninvasionen zu einer extremen humanitären Krise geführt. Im November 2020 begannen in der Region Tigray Kämpfe, die humanitäre Hilfe blockieren und bis zu 2 Millionen Menschen vertrieben haben, von denen Tausende im Sudan Zuflucht suchen. Das Äthiopische Rote Kreuz hat erklärt, dass 80 % der in Tigray verbliebenen Menschen keinen Zugang zu humanitärer Hilfe haben und Tausende in diesem Frühjahr verhungern könnten. Im ganzen Land kämpfen Familien aufgrund der Instabilität, des wirtschaftlichen Abschwungs und der Zerstörung der Ernten um ihren Lebensunterhalt und die Beschaffung von Lebensmitteln. In einigen Gebieten ist ein Anstieg der Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerer akuter Unterernährung um 50 % zu verzeichnen.

In einigen Regionen können die Kinder in kleinen Gruppen für Aktivitäten und Unterricht in die Kinderzentren zurückkehren. In anderen Regionen bleiben die Zentren aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Mitarbeiter machen weiterhin Hausbesuche und telefonieren mit den Familien. Sie schauen aufmerksam nach allen Kindern, suchen nach Anzeichen von Missbrauch und bieten bei Bedarf Trauma-Beratung an. Die Mitarbeiter der Partnerkirchen haben über 1 Million Lebensmittelpakete und über 645.000 Hygienesets verteilt und mehr als 60.000 Personen medizinisch versorgt.

BANGLADESCH

Nach vergleichsweise niedrigen Zahlen aktiver COVID-19-Fälle im Mai sind die Infektionen im Juni und Juli auf den Höchststand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Bislang hat Bangladesch genug Impfstoffe verabreicht, um 2,7 % seiner 162,7 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Bangladesch hat ein Finanzabkommen mit der Weltbank unterzeichnet, um COVID-19 zu bekämpfen und bei zukünftigen Krisen zu helfen. In der Öffentlichkeit müssen Masken getragen und Abstand gehalten werden und die Nichteinhaltung kann zu einer Geldstrafe führen. Die Grundschulen bleiben vorerst geschlossen und die Schüler werden online unterrichtet. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist von Ernährungsunsicherheit betroffen und hat somit keinen ständigen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln.

Die meisten Compassion-Kinderzentren haben die Aktivitäten für Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppen unter freiem Himmel wieder aufgenommen. Wo das nicht möglich ist, halten die Mitarbeiter durch Hausbesuche und Telefonate regelmäßigen Kontakt zu den Kindern und ihren Familien. Mitarbeiter von Compassion Bangladesch konnten mehr als 441.000 Lebensmittelpakete und 454.000 Hygienepakete an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie über 18.000 Menschen medizinisch unterstützt. Die Mitarbeiter berichten, dass viele Familien keinerlei Einkommen mehr haben, weshalb ihnen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um sich mit dem Notwendigsten zu versorgen.

BOLIVIEN

Die dritte Welle hat Bolivien stärker als die ersten beiden getroffen, da mehr Patienten intensive Pflege benötigen, die gerade der ärmeren Bevölkerung kaum zur Verfügung steht. Der Höhepunkt der Welle war Anfang Juni, seitdem nimmt die Anzahl der COVID-19-Fälle in Bolivien wieder ab.  Bislang hat das Land genügend Impfdosen verabreicht, um 15,4 % der 11,6 Millionen Einwohner vollständig zu impfen, im April waren 3,7 %. Die bolivianischen Schulen wurden im Februar nach einem Jahr Schließung teilweise wieder geöffnet. In Kombination mit dem Mangel an PCs und Internetzugang hat die Umstellung auf Online-Unterricht katastrophale Auswirkungen auf die Kinder in den ärmsten Haushalten, so die Vereinten Nationen, die davor warnen, dass die Folgen nicht nur in schulischer Hinsicht verheerend sind, sondern auch in Bezug auf die Entwicklung sozialer Fähigkeiten und das allgemeine psychische Wohlbefinden. Darüber hinaus setzt die lange Schließung von Schulen die Kinder einem höheren Risiko aus, nie wieder zurückzukehren oder zur Heirat oder Arbeit gezwungen zu werden.

Gruppenangebote finden in der Mehrheit der Compassion-Kinderzentren weiterhin nicht statt. Die Partnerkirchen setzen sich dafür ein, dass die Patenkinder und ihre Familien mit Nahrungsmitteln, Materialien zur Krankheitsprävention und Hygieneartikeln versorgt werden. Die Mitarbeiter halten Telefonkontakt, bieten emotionale und geistliche Unterstützung an und organisieren telefonische Hilfe bei medizinischen Fragen. Seit Beginn der Krise haben sie mehr als 1,1 Millionen Lebensmittelpakete und fast 525.000 Hygienepakete an gefährdete Kinder und Familien geliefert und über 78.000 Personen medizinisch unterstützt.

BRASILIEN

Mit über 20 Millionen infizierten Menschen ist Brasilien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land Lateinamerikas. Obwohl in Brasilien weniger als 3 % der Weltbevölkerung leben, ist dort ein überdurschnittlich großer Teil der täglichen weltweiten Todesfälle durch COVID-19 zu verzeichnen. Die Intensivstationen in vielen Bundesstaaten sind stark ausgelastet und mehrere Länder haben ihre Grenzen zu Brasilien geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Gesundheitsbehörden sagen, dass den Krankenhäusern wichtige Vorräte wie Beruhigungsmittel und Medikamente zur Behandlung von Patienten, die mit COVID-19 zu kämpfen haben, ausgehen. Bislang hat Brasilien genug Impfstoffdosen verabreicht, um 29 % der 211,7 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Millionen von Brasilianern sind arbeitslos, und es herrscht Sorge über eine wachsende Finanzkrise.

Nur wenige Kinderzentren sind für das normale Programm geöffnet. Die meisten können nur online oder mit kleinen Gruppen von Kindern und Jugendlichen Aktivitäten durchführen. Die lokalen Partnerkirchen bemühen sich nach Kräften, die Grundbedürfnisse der Patenkinder zu sichern, unter anderem durch die Lieferung von mehr als 519.000 Lebensmittelpaketen und 359.000 Hygienesets. Außerdem haben sie über 127.000 Menschen medizinisch versorgt. Die Compassion-Partnergemeinden halten Telefonkontakt zu den Familien und ermutigen Kinder und Familien durch biblische Andachten, Videos und Gebet.

BURKINA FASO

Die Anzahl der aktiven COVID-19-Fälle in Burkina Faso ist seit Monaten sehr niedrig, durch die wenigen zur Verfügung stehenden Tests ist aber eine hohe Dunkelziffer zu vermuten. In einigen Krankenhäusern sind die Ressourcen für die Behandlung von Nicht-COVID-19-Patienten knapp, da die Budgets für die Bekämpfung des Virus aufgebraucht sind, so dass das Krankenhauspersonal für diese Ressourcen selbst aufkommen muss. Viele medizinische Mitarbeiter haben den Norden und Osten des Landes verlassen, um der Instabilität und der Gewalt zu entkommen, die zur internen Vertreibung von über 1 Million Menschen geführt haben – die Hälfte davon sind Kinder, die aktuell größtenteils keine Schule besuchen können. Viele sind ohne sauberes Wasser, Nahrung, Unterkunft oder medizinische Versorgung. Es wurde von hungerähnlichen Zuständen berichtet, und Helfer sagen, dass eine halbe Million Kinder unter 5 Jahren akut unterernährt sind. In dieser Situation sind Frauen und Kinder besonders von Ausbeutung, Gewalt und Unterernährung bedroht.

Viele Kinderzentren erlauben es den Kindern, in kleinen Gruppen zu Aktivitäten und Unterricht zurückzukehren, aber einige sind nur in der Lage, Hausbesuche und Telefonanrufe zu machen, um nach den Familien zu sehen. Die Compassion-Partnerkirchen haben über 600.000 Lebensmittelpakete und 584.000 Hygienesets an Familien verteilt und arbeiten weiter daran, das Bewusstsein für COVID-19-Präventionsmaßnahmen zu schärfen. Außerdem haben sie fast 112.000 Menschen geholfen, medizinische Hilfe zu erhalten.

DOMINIKANISCHE REPUBLIK

Nach dem Höhepunkt der dritten Welle Anfang Juni nehmen die COVID-19-Neuinfektionen in der Dominikanischen Republik wieder stetig ab. Bisher hat das Land genug Impfstoffe verabreicht, um 40 % der 10,5 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Es gilt eine Ausgangssperre mit unterschiedlichen Zeiten an Wochentagen und Wochenenden; dennoch hat die Dominikanische Republik ihre Reisebestimmungen geändert. Ein negativer COVID-19-Test ist nicht mehr erforderlich, um in das Land einzureisen.

Alle Compassion-Kinderbetreuungszentren sind geschlossen. Die Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus und bieten den Familien geistliche und emotionale Unterstützung online sowie durch Telefon- und Videoanrufe. Unter Berücksichtigung der Regierungsrichtlinien unterstützen die Mitarbeiter der Partnerkirchen die Familien der Patenkinder mit praktischer und emotionaler Hilfe durch Telefon- und Videoanrufe, einschließlich der Lieferung von fast 234.000 Lebensmittelpaketen und über 125.000 Hygienesets. Compassion arbeitet mit Ärzten vor Ort zusammen, um den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon zu ermöglichen; zudem wurden bisher mehr als 17.000 Personen medizinisch unterstützt. Mentoren und Tutoren halten über Online-Treffen und soziale Medien Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen.

ECUADOR

Seit Beginn der Pandemie haben sich über 490.000 Menschen in Ecuador mit COVID-19 infiziert. Das ecuadorianische Gesundheitssystem wurde durch einen Anstieg der Coronavirus-Infektionen im April stark belastet. Im August hatte Ecuador genug Impfdosen verabreicht, um 18 % seiner 16,9 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. In einigen Provinzen des Landes dürfen nur die wichtigsten Arbeitskräfte, etwa im Gesundheitswesen und in der Lebensmittelindustrie, abends und an den Wochenenden ihre Häuser verlassen. Die Krankenhäuser sind so überfordert, dass sie Zelte aufgestellt haben, die als provisorische Krankenhäuser fungieren. Indigene Gruppen sind von dem Virus stark betroffen; viele, die in abgelegenen Gebieten leben, haben kaum Zugang zu Tests oder Krankenhäusern. Der Handel, die Industrie, der Tourismus, das Transportwesen und der Gesundheitssektor in Ecuador sind von dem wirtschaftlichen Abschwung stark betroffen, und Experten glauben, dass der Verlust von Arbeitsplätzen viele Familien in extreme Armut stürzen wird. Junge Frauen und gering qualifizierte Arbeiter sind besonders gefährdet, da viele von ihnen ihre Arbeit verloren haben.

Fast alle Compassion-Kinderzentren sind für Aktivitäten vor Ort geschlossen, nur wenige sind in der Lage, kleine Gruppen von Kindern und Jugendlichen im Kinderzentrum zu betreuen. Mitarbeiter bieten weiterhin emotionale und geistliche Unterstützung an, indem sie regelmäßig mit den Familien telefonieren und, wo es möglich ist, Hausbesuche machen. Unter Berücksichtigung der lokalen Vorgaben konnten die Mitarbeiter der Partnerkirchen seit Beginn der Pandemie über 907.000 Lebensmittelpakete und 349.000 Hygienesets ausliefern und mehr als 29.000 Menschen medizinisch versorgen.

EL SALVADOR

Im Juli waren die Zahlen neuer aktiver COVID-19-Fälle in El Salvador höher als in den vorherigen Monaten. Bislang hat El Salvador genug Impfstoffe verabreicht, um 25 % der 6,5 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Dabei stehen Mitarbeiter im Bildungswesen im Vordergrund, damit das Land den Unterricht sicherer wieder aufnehmen kann. Die Weltbank hat Mittel in Höhe von insgesamt 20 Millionen Dollar bewilligt, um El Salvador im Kampf gegen die Pandemie zu unterstützen. Aufgrund der durch die Pandemie verursachten Wirtschaftskrise und jahrelanger extremer Klimaereignisse hat der Hunger in El Salvador laut dem Welternährungsprogramm dramatisch zugenommen. Bis zu 85% der Familien in ländlichen Gegenden sind von Ernährungsunsicherheit betroffen.

Die Partnerkirchen von Compassion versorgen die bedürftigsten Familien von Patenkindern mit Lebensmitteln und verfügbaren Medikamenten. Zudem werden Online-Lernmaterialien entwickelt, damit die Kinder von zu Hause aus weiter lernen können. Die Mitarbeiter der Zentren kümmern sich um Situationen, in denen Kinderschutzmaßnahmen erforderlich sind. Außerdem konnten sie über 482.000 Lebensmittelpakete und 252.000 Hygienesets verteilen und über 80.000 Menschen medizinisch versorgen. Es werden Mittel zur Verfügung gestellt, um Familien bei der Anlage von Hausgärten zu unterstützen. Compassion El Salvador hatte die Möglichkeit, über lokale Radioprogramme ganze Städte und Regionen mit Gesundheitsinformationen und ermutigenden Botschaften zu erreichen.

GHANA

Nach sehr niedrigen Zahlen seit März ist die Anzahl der COVID-19-Infektionen in Ghana zuletzt wieder stark angestiegen. Bisher wurden genug Dosen des COVID-19-Impfstoffs verabreicht, um 1,3 % der Bevölkerung vollständig zu immunisieren. Das Tragen von Gesichtsmasken ist in öffentlichen Räumen vorgeschrieben. Vor der Pandemie hatten die Krankenhäuser in Ghana nur ein Bett pro 1.000 Menschen und einen Arzt pro 10.000 Menschen – ein Problem, das sich durch die Pandemie noch verschärft hat.

Die meisten Compassion-Kinderentwicklungszentren laden Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppen wieder zum Unterricht ein, um aktuelle Fotos zu machen und Briefe zu schreiben. Einige Zentren konnten mit lokalen Radiosendern zusammenarbeiten und Unterrichtsinhalte für Schüler zu Hause ausstrahlen. Andere machen Hausbesuche und Telefonanrufe, um nach den Kindern und ihren Familien zu sehen. Die Kinderzentren kümmern sich weiterhin um Gesundheitsuntersuchungen und medizinische Notfallversorgung der Patenkinder, werden bei Kindesschutz-Fällen aktiv und leisten Nothilfe, wo benötigt. Bisher konnten über 233.000 Lebensmittelpakete und 216.000 Hygienesets sowie medizinische Hilfe für über 98.000 Personen bereitgestellt werden.

GUATEMALA

Die Infektionszahlen in Guatemala sind im Juli auf einen Höchststand angestiegen. Bislang hat Guatemala genug Impfdosen verabreicht, um 2 % der Bevölkerung zu impfen. Nach Angaben des Welternährungsprogramms hat sich die Zahl der Menschen in Guatemala, die nicht genug zu essen haben, während der Pandemie fast verdoppelt, da Familien Einkommensverluste und Arbeitslosigkeit erlitten haben. Die Verwüstungen durch die Hurrikane Eta und Iota im letzten Herbst führten dazu, dass viele Familien in extremer Armut Schulden machen mussten, um genug zu essen zu haben. Da der Wiederaufbau nur langsam vorankommt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder unterernährt sind und nicht mehr in die Schulen gehen – von denen in Zentralamerika 1.200 beschädigt oder zerstört wurden -, noch größer. Die Wasserversorgung ist in vielen Regionen nach wie vor verunreinigt, was zur Ansteckung mit lebensbedrohlichen Krankheiten führt.

Alle Compassion-Kinderzentren sind für Gruppenveranstaltungen geschlossen. Ehrenamtliche halten den Kontakt zu allen Patenkindern, über Hausbesuche oder mindestens per Telefon, um gemeinsam mit den Familien zu beten und den Mitarbeitern über die Sorgen und Nöte der Familie zu berichten. Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben konnten die Mitarbeiter der Gemeinden bisher über 565.000 Lebensmittelpakete und fast 243.000 Hygienesets an die Familien der Patenkinder verteilen. Darüber hinaus haben sie die medizinische Versorgung von mehr als 25.000 Personen ermöglicht. Zudem wurden Bastelmaterialien und christliche Kinderzeitschriften verteilt.

HAITI

Die dritte Welle, die im Juni ihren Höhepunkt erreicht hatte, ist den offiziellen Infektionszahlen zufolge wieder abgeklungen. Wahrscheinlich liegen die wahren Zahlen noch deutlich höher, da Testmöglichkeiten für die meisten Menschen zu teuer sind. Haiti hat bisher nur wenige der über 11 Millionen Einwohner geimpft. Viele Haitianer fürchten den Impfstoff und glauben, dass traditionelle Heilmittel sicherer und effektiver im Kampf gegen das Virus sind. Mehr als die Pandemie beunruhigen die Haitianer die Gefahren der ständigen politischen Proteste, der Bandengewalt und der grassierenden Welle von Entführungen, die das tägliche Leben – insbesondere in den Städten – beeinträchtigen. Auch die Ermordung des Präsidenten Anfang Juli sorgte für Unsicherheit und Unruhen. Humanitäre Hilfe wird von etwa 4,4 Millionen Menschen benötigt, das ist fast ein Drittel der Bevölkerung. Der Kinderhandel hat in den Grenzgebieten zugenommen, da die Pandemie die Armutsrate weiter erhöht hat. Die Schulen sind geöffnet und es gibt keine Ausgangssperre, aber die Regierung hat die Menschen dazu aufgerufen, in öffentlichen Bereichen, in denen die soziale Distanz nicht aufrechterhalten werden kann, Gesichtsmasken zu tragen.

Die Kinderzentren der Compassion-Partnergemeinden im ganzen Land haben den normalen Betrieb vor Ort wieder aufgenommen, wobei manche Partnerkirchen von den Unruhen im Land betroffen sein können. Es gelten strenge Maßnahmen, um Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen. Viele Zentren arbeiten intensiv mit den Schülern, die sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten, und bieten denjenigen Nachhilfe an, die mit einem schwierigen unterbrochenen Schuljahr zu kämpfen haben. Mitarbeiter der Partnerkirchen konnten über 163.000 Lebensmittelpakete und 92.000 Hygienekits ausliefern und haben fast 12.800 Menschen medizinisch versorgt.

HONDURAS

Ende Juli haben die konstant hohen Infektionszahlen in Honduras einen neuen Höchststand erreicht. Bisher hat Honduras genug Impfstoffe verabreicht, um 3 % seiner 9,2 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Im April wurde berichtet, dass der Privatwirtschaftsrat von Honduras die Regierung bei den Impfbemühungen durch den Kauf von 1,5 Millionen Impfstoffen unterstützen würde. Honduras steht vor einem enormen Anstieg von Hunger und Armut durch die doppelte Wirkung der Pandemie und der Hurrikans 2020. Die Zahl der Haushalte, die nicht genug zu essen haben, ist nach Angaben des Welternährungsprogramms während der Pandemie um mehr als 50 % gestiegen. Die Überschwemmungen durch die Hurrikans machten Tausende von Menschen obdachlos und zerstörten sowohl Grundnahrungsmittel als auch Exportfrüchte, einschließlich Kaffeefarmen. Die Armutsrate ist von 65% auf 75% gestiegen.

Die meisten Compassion-Kinderzentren sind für Gruppenveranstaltungen geschlossen; einige konnten für Treffen von kleinen Gruppen wieder öffnen. Die Mitarbeiter der Partnerkirchen halten den Kontakt zu den Familien über Telefonanrufe aufrecht und führen nach Möglichkeit Online-Unterricht für die Kinder durch. Sie haben fast 354.000 Lebensmittelpakete und 252.000 Hygienesets ausgeliefert und konnten auch die medizinische Versorgung von fast 8.000 Menschen sicherstellen.

INDONESIEN

Im Juni und Juli ist die Zahl der täglich neu auftretenden COVID-19-Fälle in Indonesien auf ein extremes Maß angestiegen. Durch die geringen Testkapazitäten ist dennoch nicht unwahrscheinlich, dass selbst dabei nur ein Bruchteil der Infektionen erfasst wurde. Bislang sind 8,7 % der Bevölkerung des Landes vollständig geimpft. Die Impfung ist verpflichtend; Lokalbehörden können im Verweigerungsfall Geldstrafen verhängen und die Zahlung von Sozialhilfe einstellen. Das Tragen von Masken und Abstandsregeln sind ebenfalls vorgeschrieben und große Versammlungen und Reisen sind eingeschränkt. Die Pandemie hat einen hohen wirtschaftlichen und emotionalen Schaden bei vielen Menschen in Indonesien verursacht; laut der indonesischen Kinderschutzkommission gaben 42% der Mütter und 32% der Väter an, dass sie ihren Kindern im vergangenen Jahr körperliche Gewalt angetan haben. Anfang April wurden die Häuser von fast 2.000 Kindern, die von Compassion unterstützt werden, durch Überschwemmungen beschädigt oder zerstört, nachdem der tropische Zyklon Seroja die östlichen Inseln getroffen hatte.

Der Status der Compassion-Kinderzentren ist sehr unterschiedlich. Während einige wenige für normale Programmaktivitäten geöffnet sind, können sich viele nur in kleinen Gruppen für begrenzte Aktivitäten treffen, und die meisten Kinder und Familien können nur durch Hausbesuche oder Anrufe erreicht werden. Mitarbeiter haben sowohl Online-Inhalte als auch gedruckte Unterrichtseinheiten für die Kinder erstellt. Mentoren und Tutoren bringen wöchentlich Lebensmittel in die Häuser der Kinder und helfen Familien beim Anlegen von kleinen Nutzgärten. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter über 1,7 Millionen Lebensmittelpakete und über 1,1 Millionen Hygienesets verteilt und über 183.000 Personen medizinisch versorgt.

KENIA

Kenia befindet sich Anfang August in der vierten Welle, die Infektionszahlen sind auf dem höchsten Stand seit Anfang April. Bislang hat Kenia genügend Impfdosen gegen COVID-19 verabreicht, um 1 % der 48,4 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Kenia hat in den 13 Regionen, in denen die meisten neuen Fälle aufgetreten sind, erneut einen Lockdown verhängt. Es gilt eine Ausgangssperre, nicht lebensnotwendige Märkte sind geschlossen und Versammlungen, einschließlich religiöser Veranstaltungen, verboten. Aufgrund der restriktiven Richtlinien, die zuvor eingeführt wurden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, verloren 1 Million Menschen ihren Arbeitsplatz. Experten geben an, dass zwei Drittel der Bevölkerung durch die Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind; die Zahl der Menschen, die in Ernährungsunsicherheit leben, stieg um 38%. Viele Familien arbeiten als Tagelöhner und haben Mühe, sich selbst zu ernähren. Vorfälle häuslicher Gewalt haben seit Beginn der Pandemie stark zugenommen.

Etwa drei Viertel der Kinderzentren haben in begrenztem Umfang wieder Treffen aufgenommen; es sind in der Regel kleine Gruppen von Kindern zu Hause und/oder kleine Gruppen von Jugendlichen in den Kinderzentren. Die restlichen Zentren bleiben aus Sicherheitsgründen geschlossen und die Mitarbeiter dort machen weiterhin Hausbesuche und Telefonate, um die Familien zu begleiten.  Die Mitarbeiter der Partnerkirchen bemühen sich um psychologische Unterstützung, da viele Kinder und Familien unter durch die Pandemie verursachten Ängsten leiden oder schlicht Angst um ihre Zukunft haben. Wir sind dankbar, dass Mitarbeiter über 284.000 Lebensmittelpakete und 72.000 Hygiene-Sets an gefährdete Kinder und ihre Familien liefern sowie mehr als 83.000 Personen medizinisch unterstützen konnten.

KOLUMBIEN

Kolumbien hat die dritte und bei weitem stärkste Welle von COVID-19 hinter sich gelassen. Bislang hat das Land genügend Impfstoffe verabreicht, um 26 % der 9,1 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Es wird geschätzt, dass 10% der Bevölkerung während der Pandemie den Arbeitsplatz verloren haben. Armut und Hunger haben als Folge der Pandemie zugenommen. In einer von mehreren Hilfsorganisationen durchgeführten Umfrage unter 34.000 Familien gaben 98% der Befragten an, dass sie nicht alle ihre lebensnotwendigen Ausgaben, einschließlich Nahrung und Unterkunft, decken können. Mindestens 18 Menschen starben bei Zusammenstößen mit der Polizei während politischer Proteste, die Ende April begannen und bis in den Mai andauerten.

Einige wenige Kinderzentren der Compassion-Partnerkirchen haben wieder geöffnet, damit sich kleine Gruppen unter Einhaltung der COVID-19-Sicherheitsmaßnahmen versammeln können, aber die meisten müssen weiterhin geschlossen bleiben. Die Mitarbeiter haben Online-Lehrpläne und -Andachten erstellt und unterstützen Familien, die unter Quarantäne stehen oder positiv auf COVID-19 getestet wurden. Zudem begleiten sie die Kinder und Familien durch tägliche Anrufe; besonderes Augenmerk gilt weiterhin dem Schutz der Patenkinder vor Missbrauch und Gewalt. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter der Gemeinden über 895.000 Lebensmittelpakete und 373.000 Hygienesets an Familien verteilt und die medizinische Versorgung von mehr als 21.000 Personen ermöglicht.

MEXIKO

In Mexiko steigen die Fallzahlen von COVID-19 seit Ende Juni rasant an und befinden sich fast auf dem bisherigen Höchststand von Januar 2021. Bislang hat Mexiko genug Impfstoffe verabreicht, um 21 % seiner 128,6 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Die Zahl der COVID-bedingten Todesfälle in Mexiko ist mit rund 7-10 % der offiziell erfassten Infektionen weiterhin extrem hoch. Indigene Gemeinden, die der Regierung misstrauen, haben die Impfung verweigert. Die Gesundheitsbehörden haben die Bürger aufgerufen, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben, die Richtlinien zu Kontaktbeschränkungen zu befolgen, häufig die Hände zu waschen und in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. Die Schulen bleiben in fast allen mexikanischen Bundesstaaten geschlossen. Die mexikanische Wirtschaft wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen und in die tiefste Rezession seit den 1930er Jahren gestürzt. Je nach Region gelten unterschiedliche Formen von Ausgangssperren.

Etwa 20 % der Kinderzentren von Compassion-Partnergemeinden haben begonnen, sich in kleinen Gruppen wieder zu treffen. Alle weiteren haben ihre Gruppenprogramme vor Ort ausgesetzt, aber die Mitarbeiter machen Hausbesuche und rufen die Familien regelmäßig an. Über 80% der Kinderzentren führen Online-Aktivitäten durch. Die meisten Kinderzentren versorgen die Familien der am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmitteln und reagieren auf Notlagen jeglicher Art. Die Mitarbeiter der Kinderzentren konnten mehr als 441.000 Lebensmittelpakete und 219.000 Hygiene-Kits verteilen und über 55.000 Personen medizinisch versorgen.

NICARAGUA

Nicaragua hat seit Monaten sehr geringe Fallzahlen und kaum Todesfälle gemeldet. Unabhängige Gesundheitsorganisationen schätzen die Zahl der Fälle jedoch viel höher ein. Seit Mai beginnen die Infektionszahlen jedoch kontinuierlich zu steigen. Bisher hat Nicaragua genug Impfdosen verabreicht, um 2,4 % der Bevölkerung vollständig zu impfen, beginnend mit Bürgern über 60 Jahren. In Nicaragua nimmt der Hunger aufgrund der wirtschaftlichen Verluste durch die Pandemie und die Wirbelstürme im letzten Herbst stark zu. Mehr als 85 % der Familien auf dem Land haben nicht genug zu essen, so eine Umfrage mehrerer Nichtregierungsorganisationen. Die jahrelange Dürre hat die Ernten zerstört und die Menschen gezwungen, sich zu verschulden, um zu überleben. Tausende benötigen dringend Soforthilfe.

Viele Compassion-Kinderzentren in Nicaragua haben ihre normalen Programmaktivitäten wieder aufgenommen, während der Rest eine schrittweise Wiedereröffnung plant oder bereits begonnen hat, bei der sich die Kinder in kleinen Gruppen treffen. Mitarbeiter aus vielen Zentren machen weiterhin Hausbesuche und bieten Online-Programme für Kinder und Familien an. Seit Beginn der Pandemie haben die Mitarbeiter etwa 254.000 Lebensmittelpakete und 116.000 Hygienepakete verteilt und mehr als 14.000 Personen medizinisch versorgt. Zudem konnten Mitarbeiter den Familien Beratungsgespräche zu medizinischen Themen per Telefon ermöglichen.

PERU

Nach der dritten Welle sind die Infektionszahlen in Peru auf den niedrigsten Stand seit Januar gefallen. Dennoch ist die Sterblichkeitsrate gemessen an den bestätigten Fällen mit 9-10 % weiterhin sehr hoch. Bisher wurden in Peru genügend Impfdosen verabreicht, um 19 % der 31,9 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Die Schulen sind geschlossen, außer in ländlichen Gebieten, in denen es keine COVID-19-Infektionen gibt. Der Hunger nimmt zu, da die Haushaltseinkommen im letzten Jahr um durchschnittlich 33% gesunken sind. Peru verlangt nun von den Bürgern das Tragen von zwei Gesichtsmasken, wo Abstandhalten nicht möglich ist.

Alle Partnergemeinden von Compassion haben ihr Programm vor Ort für Kinder und Jugendliche ausgesetzt. Etwa 20 % der Kinderzentren können derzeit Treffen in kleinen Gruppen ermöglichen. Mitarbeiter des Compassion-Landesbüros und der Partnergemeinden haben diejenigen Kinder und Familien im Blick, die wegen extremer Armut, möglichen Missbrauchs oder ihrer gesundheitlichen Verfassung am meisten gefährdet sind. Mitarbeiter und Pastoren bieten Patenkindern und Eltern online Seelsorge und Beratung an und bleiben unter Einhaltung der jeweils geltenden Sicherheitsbestimmungen auch durch Hausbesuche in Kontakt mit den Familien. Die Partnerkirchen arbeiten eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um die Familien mit Lebensmitteln zu versorgen und konnten so über 928.000 Lebensmittelpakete und 692.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie seit Beginn der Pandemie mehr als 61.000 Personen darin unterstützt, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen.

PHILIPPINEN

Die Philippinen melden konstant sehr hohe Zahlen an bestätigten Fällen von COVID-19. Bislang haben die Philippinen genug Impfstoffdosen verabreicht, um 10 % der Bevölkerung vollständig zu impfen. Nach Indonesien haben die Philippinen den zweitschlimmsten Ausbruch in Südostasien. Nach einem Lockdown im April verloren mindestens 130.000 Menschen in Metro Manila ihre Arbeit und mehr als 50.000 waren ohne Nahrung, so die Straits Times, eine Zeitung mit Sitz in Singapur. Seit Beginn der Pandemie sind 4 Millionen Menschen arbeitslos und 8 Millionen haben ihre Arbeitsstunden reduziert. Der Präsenzunterricht an Schulen und Universitäten ist ausgesetzt. Sobald er versuchsweise wieder aufgenommen wird, werden die Schüler nur noch halbtags teilnehmen, um das Gedränge und die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Die Kinderzentren der Compassion-Partnerkirchen führen vorerst keine Gruppenprogramme durch, aber in einigen Regionen können sich Jugendliche in kleinen Gruppen treffen, solange sie dabei die Abstandsregeln beachten. Die meisten Zentren machen weiterhin Hausbesuche, um nach den Kindern und ihren Familien zu sehen. Einige Mitarbeiter in jedem Kinderzentrum arbeiten weiterhin an der Bereitstellung von Hilfsgütern. Bisher konnten mehr als 1,3 Millionen Lebensmittelpakete und 926.000 Hygiene-Kits verteilt werden. Darüber hinaus wurden in dieser Zeit fast 160.000 Menschen medizinisch unterstützt. Mitarbeiter der Partnerkirchen bieten Beratung an und besuchen Familien regelmäßig, wenn es Verdachtsfälle von Missbrauch gibt. Die Kinderzentren helfen und informieren Eltern, wie sie die zur Verfügung gestellten Ressourcen nutzen und ihre Kinder im Fernunterricht unterstützen können.

RUANDA

Ruanda erlebt seit Juni eine Explosion der Fälle von COVID-19, die Zahlen verharren auf sehr hohem Niveau. Ebenso ist die Zahl der damit verbundenen Todesfälle deutlich gestiegen. Bislang wurden genug COVID-19-Impfstoffe verabreicht, um etwa 3,1 % der 12,7 Millionen Einwohner zu impfen. Die Regierung schreibt weiterhin gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen vor, darunter häufiges Händewaschen, Einschränkung sozialer Kontakte und Abstand halten. Gesichtsmasken müssen nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in Mehrfamilienhäusern getragen werden. Schulen und Universitäten haben wieder geöffnet. Die Regierung kündigte an, den Economic Recovery Fund mehr als zu verdreifachen, um Unternehmen zu unterstützen, die von der Pandemie betroffen sind.

Die Kinderzentren in Ruanda sind für normale Gruppentreffen von Kindern und Jugendlichen geöffnet. Die Mitarbeiter achten auf die COVID-19-Präventionsmaßnahmen und halten sich an die lokalen Richtlinien. Das kann bedeuten, dass Zusammenkünfte unter freiem Himmel oder in mehreren Schichten stattfinden. Soweit möglich, stehen die Mitarbeiter der Kinderzentren im Telefonkontakt mit Patenkindern und deren Eltern und Bezugspersonen. Hausbesuche werden durchgeführt, wo dies sicher ist. Die durch Unterernährung und chronische Krankheiten am stärksten gefährdeten Kinder werden bestmöglich unterstützt. Die Mitarbeiter der Compassion-Partnerkirchen konnten bisher mehr als 88.000 Lebensmittelpakete und über 786.000 Hygiene-Kits verteilen. Darüber hinaus haben sie über 62.000 Personen geholfen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

SRI LANKA

Bis März 2021 war Sri Lanka sehr erfolgreich in der Pandemiebekämpfung, mit bemerkenswert niedrigen COVID-19-Zahlen. Seit Mitte April gab es jedoch einen sprunghaften Anstieg der bestätigten Fälle. Nach einem leichten Abflauen der Infektionszahlen steigen diese seit Juli wieder deutlich an. Sri Lanka hat genügend Impfstoffe verabreicht, um rund 13 % der 22,0 Millionen Einwohner vollständig zu impfen, gegenüber 2,1 % im April. Sri Lanka hat landesweite Beschränkungen verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Hochzeiten und religiöse Versammlungen sind nicht möglich; öffentliche Einrichtungen wie Spielplätze, Theater und Restaurants sind bis auf weiteres geschlossen. Auch Schulen sind geschlossen und Geschäfte dürfen nur zu 25 % ausgelastet sein. Familien in Armut in ganz Südasien, einschließlich Sri Lanka, werden weiterhin drastische Einbußen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und soziales Wohlergehen erleiden, da die Pandemie zu Unterbrechungen in der Versorgung führt, so ein im März veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen. Dieser Bericht prognostizierte einen Anstieg der Todesfälle bei Kindern und Müttern, Unterernährung bei Kindern und Todesfälle bei Jugendlichen durch vermeidbare Krankheiten.

Die meisten Compassion-Kinderzentren sind entweder für Aktivitäten vor Ort geschlossen oder führen Kleingruppentreffen für Kinder und Jugendliche durch – jeweils unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneverordnungen. Mindestens einmal in der Woche rufen die Mitarbeiter die Familien der Patenkinder an oder besuchen sie zu Hause. In Kindesschutzfällen werden die Mitarbeiter weiterhin aktiv. Unter Einhaltung der Regierungsrichtlinien haben die Mitarbeiter bisher über 172.000 Lebensmittelpakete und 182.000 Hygiene-Kits verteilt und liefern weiterhin Saatgutpakete und Informationen zur Krankheitsprävention. Zudem konnten über 2.700 Personen medizinisch versorgt werden.

TANSANIA

Unter der neuen Präsidentin hat Tansania eine Task Force eingerichtet, die die Regierung bei Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und bei der Reaktion auf COVID-19 beraten soll. Das Land hat sich auch mit der Weltgesundheitsorganisation über Impfstoffe und den Zugang zu diesen ausgetauscht. Die Website des Gesundheitsministeriums enthält jetzt wissenschaftlich fundierte Richtlinien für den Umgang mit dem Coronavirus, einschließlich der Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung für Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Masken für Patienten.

Die Kinderzentren der Compassion-Partnerkirchen sind geöffnet und führen normale Gruppenangebote durch. Hygienematerial und mehrere Handwaschstationen stehen in jedem Zentrum zur Verfügung, Klassenzimmer und Spielgeräte werden regelmäßig desinfiziert. Die Mitarbeiter klären die Kinder weiterhin über die COVID-19-Prävention auf. Bei Bedarf werden die Patenkinder und ihre Familien medizinisch versorgt und die Mitarbeiter der Kinderzentren werden weiterhin bei Fragen des Kindesschutzes aktiv. Bisher konnten sie mehr als 69.000 Lebensmittelpakete und 106.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 37.000 Personen medizinisch versorgen.

THAILAND

Während in Thailand bis auf eine vergleichsweise kleine Welle im Januar und Februar kaum Infektionen aufgetreten waren, ist die Anzahl der aktiven COVID-19-Fälle seit April stark angestiegen. Seit Ende Juni explodieren die Infektionszahlen und die damit verbundenen Todesfälle. Bislang hat das Land genug Impfstoffe verabreicht, um 11 % der 68,6 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Thailand hat 77 Provinzen, von denen die meisten freiwillige Ausgangssperren verhängt haben, um die Ausbreitung von COVID-19 zu reduzieren. In ganz Thailand mussten Krankenhäuser vorübergehend geschlossen werden, da medizinisches Personal entweder unter Quarantäne gestellt wurde oder sich mit dem Virus infiziert hat, nachdem es mit Patienten zu tun hatte, die ihre Symptome oder den Kontakt mit COVID-19-Infizierten nicht angegeben hatten. Die gesamte Wirtschaft ist aufgrund des rückläufigen Tourismus ins Stocken geraten, so dass viele Menschen ohne Einkommen sind.

Manche Compassion-Zentren haben begonnen, sich in kleinen Gruppen zu treffen, während die meisten Kinder durch Hausbesuche erreicht werden. Andere treffen sich in kleinen Gruppen unter Beibehaltung der Sicherheitsmaßnahmen und eine sehr kleine Anzahl führt ausschließlich Hausbesuche bei den Kindern und ihren Familien durch, wobei auch hier auf die Einhaltung der Regierungsrichtlinien geachtet wird. Bisher konnten über 165.000 Lebensmittelpakete und 81.000 Hygiene-Kits an Patenkinder und ihre Familien verteilt und mehr als 4.800 Menschen medizinisch versorgt werden.

TOGO

Nach sehr geringen Zahlen im Mai und Juni steigen die bestätigten COVID-19-Infektionen in Togo seit Juli wieder stark an. Togo hat genügend Impfdosen verabreicht, um 1,8 % der 8,6 Millionen Einwohner vollständig zu impfen. Ein Gesundheitsnotstand ist bis mindestens Mitte September in Kraft. Geschäfte, Märkte, Restaurants und Bars sind geöffnet, während die meisten Gottesdienste und Kirchen geschlossen bleiben. Vorbeugende Maßnahmen wie Händewaschen, Tragen von Masken und Kontakteinschränkungen sind vorgeschrieben.

In den meisten Compassion-Kinderzentren in Togo konnten die Treffen in kleinen Gruppen wieder aufgenommen werden. Kinder und Jugendliche nehmen am Unterricht und anderen Aktivitäten teil und halten sich dabei an die lokalen Richtlinien. Die Mitarbeiter der Partnerkirchen führen Hausbesuche durch und versorgen die am stärksten gefährdeten Kinder mit Lebensmittelpaketen. Sie überprüfen die Gesundheit der Kinder und Familien und beten mit ihnen. Die Kinderzentren konnten mehr als 618.000 Lebensmittelpakete und 401.000 Hygiene-Kits an Familien verteilen und über 89.000 Personen medizinisch unterstützen.

UGANDA

Nach einem extremen Anstieg der neuen Fälle von COVID-19 im Mai sind die Zahlen seit Mitte Juni wieder deutlich gesunken. Bislang hat Uganda 0,6 % seiner Bevölkerung von 40,9 Millionen Menschen vollständig geimpft. Uganda erhält Hilfe von den Vereinigten Staaten, um das Impfprogramm zu unterstützen. Eine landesweite Ausgangssperre gilt von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens. Von den Bürgern wird erwartet, dass sie in der Öffentlichkeit Gesichtsmasken tragen und jederzeit auf sicheren Abstand achten. Die Schulen haben begonnen, in versetzten Schichten und unter Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien wieder zu öffnen.

In die meisten Kinderzentren der Compassion-Partnerkirchen in Uganda können die Kinder und Jugendlichen wieder zum Unterricht und zu Aktivitäten in kleinen Gruppen kommen. Einige wenige bleiben geschlossen, wobei die Mitarbeiter hier Hausbesuche und Telefonanrufe machen, um nach den Familien zu sehen und Hilfe zu leisten, zum Beispiel bei Krankheiten und Unfällen oder Angelegenheiten des Kinderschutzes. Darüber hinaus konnten die Mitarbeiter der Kinderzentren mehr als 122.000 Lebensmittelpakete und 514.000 Hygiene-Kits an von Compassion unterstützte Familien verteilen und über 132.000 Personen medizinisch unterstützen.

Auf der ganzen Welt leisten die Mitarbeiter von Compassion harte Arbeit, um Kinder und Familien wo immer möglich zu unterstützen. Obwohl weiterhin viele Kinderzentren für Gruppenaktivitäten vorübergehend geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet sind, bedeutet das nicht, dass in diesen Fällen die Maßnahmen und Inhalte des Compassion-Programms eingestellt wurden. Deine monatliche Unterstützung wird gerade in dieser Zeit mehr denn je gebraucht. Viele Mitarbeiter unserer Partnerkirchen besuchen die Kinder regelmäßig zu Hause, um sich über ihr Wohlergehen und das ihrer Familien zu informieren. Sie verteilen medizinische Hilfsgüter, Hygiene-Materialien, zusätzliche Nahrungsmittel, Wasser und vieles andere, um in dieser Krisenzeit zu helfen. Bisher konnten über 13,6 Millionen Lebensmittelpakete und rund 9,6 Millionen Hygiene-Kits weitergegeben werden. Zudem wurde die medizinische Versorgung von über 1,55 Millionen Menschen ermöglicht (Stand Mitte August 2021). Die Mitarbeiter der Kinderzentren haben weiterhin die mentale und emotionale Gesundheit der Familien im Blick und achten besonders auf Anzeichen von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch. Zudem bieten sie Gebet und geistliche Begleitung an und sorgen dafür, dass die Kinder trotz teils geschlossener Schulen mit Lernmaterialien und altersentsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten versorgt sind. Vielen Dank für deine treue Unterstützung!

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