77 Benitha

Benitha

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    Land: Ruanda
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    Alter: 3
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    Geschlecht : Mädchen
Mein Rufname: Ishimwe Mein Geburtstag: 11.12.2014 Ich bin ein Mädchen und besuche den Kindergarten Ich lebe bei meiner Mutter und weiteren Verwandten. Geschwister habe ich keine. Meine Mutter hat zeitweise Arbeit als Kleinbäuerin.Durch deine Patenschaft werde ich in meiner Persönlichkeit gefördert und kann meine Begabungen entdecken. Und ich höre davon, dass Gott mich lieb hat. Ich freue mich auf Post von dir, bitte bete auch für mich.
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Compassion in Togo

Compassion begann 2008 mit der Arbeit in Togo. Heute besuchen dort mehr als 21.000
Kinder 100 Compassion-Kinderzentren im Süden des Landes. Compassion arbeitet mit
einheimischen christlichen Gemeinden und Kirchen zusammen, um togolesischen Kindern zu helfen,
ihre Armut zu überwinden.

  • Geschichte

    Über die Region, die das Staatsgebiet Togos ausmacht, gibt es wenige Informationen, die weiter als 500 Jahre zurückreichen. Als die ersten Europäer eintrafen, hatten Stämme wie die Ewe, Mina und Guin das Gebiet schon besiedelt. Vom 16. Jahrhundert an, über einen Zeitraum von 200 Jahren, führten Sklavenhändler mit Hilfe der Mina Raubzüge auf der Suche nach Sklaven durch. Deshalb war die Region auch als die „Sklavenküste“ bekannt. 1847 kamen deutsche Missionare nach Togo, um vor allem die Ewe zu missionieren, Togos größten Stamm. Später folgten deutsche Händler den Missionaren und 1884 wurde Togoland, wie es damals hieß, eine Kolonie des Deutschen Reichs. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914, verlor Deutschland bald die Herrschaft über seine Vorzeigekolonie an britische und französische Truppen. Nach dem Krieg wurde Togoland als Mandatsgebiet des Völkerbundes zwischen Großbritannien und Frankreich aufgeteilt; nach dem Zweiten Weltkrieg folgten die Vereinten Nationen, die den Völkerbund ersetzt hatten.

    Immer noch gemeinsam von Großbritannien und Frankreich verwaltet, stimmten die Bewohner des britischen Teils dafür, sich mit der britischen Goldküste zu vereinen: 1956 entstand das neue Land Ghana. Der französische Teil Togolands wurde schließlich 1960 zur unabhängigen Nation Togo. Die erste Wahl des Landes nach der Unabhängigkeit gewann die Partei von Sylvanus Olympio. Die Jahre danach waren gezeichnet von Unruhen, denn Olympio unterdrückte jegliche Opposition. 1963 fiel Olympio einem Attentat zum Opfer. Sein Nachfolger als Präsident, Grunitzky, wurde 1967 durch einen Militärputsch unter Gnassingbé Eyadéma entmachtet. Eyadéma verbot alle politischen Parteien und hob die Verfassung auf - ab 1972 regierte er Togo faktisch allein.
    Togo ist ein Land mit einem starken Gefälle zwischen dem besser entwickelten Süden und dem veramten Norden. Dahinein spielen Gegensätze zwischen den einzelnen Stämmen, von denen die Ewe im Süden eine traditionelle Elite bilden. Erst unter Diktator Eyadéma, der aus dem Volk der Kabiyé im Norden stammte, wurde diese Region stärker entwickelt. Der General festigte bewusst seine Macht, indem er Angehörige seines Stammes in Schlüsselpositionen von Militär und Politik brachte.

    Mit dem Fall des Kommunismus in Osteuropa wurde die Sehnsucht nach einer demokratischen Regierung auch in Ländern wie Togo größer. Die neunziger Jahre waren gekennzeichnet von Spannungen und Annäherungen zwischen der Regierung und der Opposition. Immer wieder kam es zu Ausbrüchen von Gewalt. Zahlreiche Anschläge wurden auf Eyadémas Leben verübt, aber alle waren erfolglos. Seine 33-jährige Herrschaft kam unvermittelt im Februar 2005 zum Ende, als er an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg nach Frankreich an einem Herzinfarkt verstarb. Das Militär setzte seinen Sohn Faure Gnassingbé als Nachfolger ein. Auf internationalen Druck hin werden jedoch seitdem allmählich demokratische Reformen durchgeführt. Parteien, Medien und Kirchen können sich wieder frei betätigen. Unter dem Slogan „Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung“ wird auf eine Aussöhnung der verschiedenen Gruppen hingearbeitet. Dazu wurde eine Kommission unter Vorsitz des katholischen Bischofs Nicodème Barrigah eingerichtet, die bis Dezember 2010 Täter, Opfer und Zeugen aus der Zeit der Diktatur befragte. Ihre Empfehlungen, die sie 2012 gab, warten noch darauf, umgesetzt zu werden.

  • Bildung

    Obwohl in Togo ein hoher Wert auf Bildung gelegt wird, konnte die Regierung aufgrund der schwierigen Vergangenheit kaum ins Bildungssystem investieren. Die Familien konnten die mit dem Schulbesuch ihrer Kinder verbundenen Kosten häufig nicht aufbringen. Während wenige Schulen privat von christlichen oder islamischen Organisationen geführt werden, wurden die meisten Schulen von der Regierung gebaut. Allerdings waren die Klassenräume nicht so voll, wie sie hätten sein können, weil die Eltern einen eher anspruchslosen Unterricht bezahlen mussten.

    2008 schaffte die togolesische Regierung alle Schulgebühren ab. Mit verbessertem Zugang zur öffentlichen Bildung ist der Grundschulbesuch nun gesetzlich vorgeschrieben. Er dauert normalerweise fünf Jahre. Doch obwohl die Regierung nun die Kosten für die Bildung trägt, sind die Klassenräume immer noch minimal ausgestattet, die meisten sogar ohne Elektrizität.

    Die weiterführende Schule in Togo dauert sieben Jahre und verwendet einen Studienplan nach französischem Vorbild. Auch die Sprache, in der unterrichtet wird, ist Französisch. Obwohl Französisch für die meisten Kinder eine Zweit- oder gar Drittsprache ist, ist die Bildungsrate Togos eine der höchsten Afrikas.
    In der Hauptstadt Lomé existieren Universitäten für Verwaltung, Architektur und Stadtplanung. Zusätzlich befindet sich dort die „University of Benin“.

  • Religion

    Es gibt drei große Religionen in Togo, die von der Regierung anerkannt sind: der Katholizismus, der Protestantismus und der Islam. Religiöse Gruppen, die keine Verbindung zu diesen dreien haben, müssen sich als Verein registrieren, um dieselben Rechte und denselben Schutz zu genießen.
    Wie in anderen Ländern Westafrikas, herrscht auch in Togo ein starkes Wohlstandsgefälle zwischen dem christlich geprägten Süden und dem muslimischen Norden des Landes.

    Die Verfassung gewährleistet Religionsfreiheit. Ferner verbietet sie politischen Parteien, sich auf religiöser Basis zu gründen.
    Im Allgemeinen respektiert die Regierung die Ausübung der Religionsfreiheit. Trotzdem untersagt die staatliche Kommission, die die Medien beaufsichtigt, den religiösen Radio- und Fernsehstationen, in ihren Sendungen politische Themen zu diskutieren. Zudem ist Religion nicht im Lehrplan der öffentlichen Schulen enthalten.

  • Kunst und Musik

    Die Kunst Togos umfasst verschiedene Arten von Textilien, handgemachten Gold- und Silberschmuck, traditionelle Masken und Holzschnitzereien. Auch handgearbeitete Marmor-Aschenbecher sind beliebt.

    In Togo wird die Musik von Schlagzeugen in Dutzenden Variationen dominiert. Einige Schlagzeugarten sind zum Beispiel die Blekete, Grekon, Ageche, Akpesse, Aziboloe, Amedjeame und Adamdom. Oft wird die Musik von Tanz begleitet, die meisten Lieder werden in der Sprache der Ewe gesungen.

  • Feiertage und Feste

    Neujahrstag, 1. Januar
    Tag der Befreiung, 13. Januar
    Mouloud, 9. März: Muslimisches Fest des Geburtstags des Propheten
    Ostern, im März oder April
    Tag der Unabhängigkeit, 27. April
    Tag der Arbeit, 1. Mai
    Christi Himmelfahrt, im Mai
    Pfingstmontag, im Mai oder Juni
    Tag der Märtyrer, 21. Juni
    Mariä Himmelfahrt, 15. August
    Eid al-Fitr: Ende des Ramadan, abhängig vom Mondkalender.
    Jahrestag der fehlgeschlagenen Attacke auf Lomé, 24. September
    Allerheiligen, 1. November
    Tabaski: Muslimisches Opferfest, abhängig vom Mondkalender
    Weihnachten, 25. Dezember

  • Sport und Freizeit

    Wie in vielen Ländern Afrikas ist Fußball der beliebteste Sport. Allerdings war Togo eine unbedeutende Mannschaft auf dem Weltschauplatz, bis es die Nationalmannschaft, genannt Les Eperviers (Die Sperber), 2006 schaffte, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Heute spielen togolesische Spieler in vielen europäischen Profiligen.

    Während der Olympischen Spiele 2008 in Peking gewann Togo seine erste Olympische Medaille, als Benjamin Boukpeti (ein Franzose, der Togo repräsentierte) Bronze im Kajak-Slalom der Herren erhielt.

  • Landesübliche Speisen

    Die beliebteste Speise in Togo ist Mais, der zu einem Brei verarbeitet wird, den man Pâtes (französisch) oder Akume (Ewe) nennt. Dieses einfache Gericht wird mit „Soßen“ serviert: dicke Eintöpfe, wie etwa Gemüseeintopf aus Okraschoten, und Spinat- oder Fleischeintopf mit Fisch, Kuhhaut oder großen Buschratten.

    Ein anderes beliebtes Gericht ist Fufu aus Yamswurzel. Wenn die Yamswurzel einmal geschält und klein geschnitten ist, wird sie gekocht, bis sie die Konsistenz von Teig hat. Wie auch die Pâtes wird Fufu mit „Saucen“ serviert. Beliebte Geschmacksrichtungen sind dabei Erdnuss, Ziegenfleisch oder Palmnuss. Andere Getreidearten neben Mais und Yamswurzel werden ähnlich zubereitet.

    Hähnchen-Erdnuss-Suppe (kann gut zu Fufu serviert werden)
    1 Hähnchen, in mundgerechte Stücke geschnitten, braun gebraten und gewürzt
    1 große Zwiebel, klein gehackt
    2 frische Tomaten, fein zerhackt
    1 kleine Dose Tomatenmark
    1 Maggi-Würfel
    1 Glas (240 ml) Erdnussbutter
    Salz und Pfeffer zum Würzen
    600 ml Wasser

    Zwiebel und das Wasser in einen Topf geben. Die Erdnussbutter und das Tomatenmark hinzufügen. Das ganze bei niedriger Hitze kochen, bis das Öl der Erdnussbutter an die Oberfläche der Suppe steigt. Nun das Hähnchen dazugeben und 5 Minuten kochen, bevor Tomaten hinzugefügt werden und alles noch nach Geschmack gewürzt wird. Die Suppe umrühren und bei niedriger Hitze etwa 25 Minuten lang kochen lassen, bis das Hähnchenfleisch zart ist.
    Mit Fufu servieren.

  • Begrüßungen

    Französisch ist die Amtssprache von Togo.

    Bonjour (Hallo, Guten Morgen, Guten Tag)
    Je m'appelle ... (Ich heiße …)
    Comment vous-appelez vous? (Wie heißen Sie?)
    Quoi de neuf? (Was gibt es Neues?)
    Ça va? (Wie geht's?)
    Adieu (Auf Wiedersehen)
    Salut (Tschüss)

  • Geschichte

    Über die Region, die das Staatsgebiet Togos ausmacht, gibt es wenige Informationen, die weiter als 500 Jahre zurückreichen. Als die ersten Europäer eintrafen, hatten Stämme wie die Ewe, Mina und Guin das Gebiet schon besiedelt. Vom 16. Jahrhundert an, über einen Zeitraum von 200 Jahren, führten Sklavenhändler mit Hilfe der Mina Raubzüge auf der Suche nach Sklaven durch. Deshalb war die Region auch als die „Sklavenküste“ bekannt. 1847 kamen deutsche Missionare nach Togo, um vor allem die Ewe zu missionieren, Togos größten Stamm. Später folgten deutsche Händler den Missionaren und 1884 wurde Togoland, wie es damals hieß, eine Kolonie des Deutschen Reichs. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914, verlor Deutschland bald die Herrschaft über seine Vorzeigekolonie an britische und französische Truppen. Nach dem Krieg wurde Togoland als Mandatsgebiet des Völkerbundes zwischen Großbritannien und Frankreich aufgeteilt; nach dem Zweiten Weltkrieg folgten die Vereinten Nationen, die den Völkerbund ersetzt hatten.

    Immer noch gemeinsam von Großbritannien und Frankreich verwaltet, stimmten die Bewohner des britischen Teils dafür, sich mit der britischen Goldküste zu vereinen: 1956 entstand das neue Land Ghana. Der französische Teil Togolands wurde schließlich 1960 zur unabhängigen Nation Togo. Die erste Wahl des Landes nach der Unabhängigkeit gewann die Partei von Sylvanus Olympio. Die Jahre danach waren gezeichnet von Unruhen, denn Olympio unterdrückte jegliche Opposition. 1963 fiel Olympio einem Attentat zum Opfer. Sein Nachfolger als Präsident, Grunitzky, wurde 1967 durch einen Militärputsch unter Gnassingbé Eyadéma entmachtet. Eyadéma verbot alle politischen Parteien und hob die Verfassung auf - ab 1972 regierte er Togo faktisch allein.
    Togo ist ein Land mit einem starken Gefälle zwischen dem besser entwickelten Süden und dem veramten Norden. Dahinein spielen Gegensätze zwischen den einzelnen Stämmen, von denen die Ewe im Süden eine traditionelle Elite bilden. Erst unter Diktator Eyadéma, der aus dem Volk der Kabiyé im Norden stammte, wurde diese Region stärker entwickelt. Der General festigte bewusst seine Macht, indem er Angehörige seines Stammes in Schlüsselpositionen von Militär und Politik brachte.

    Mit dem Fall des Kommunismus in Osteuropa wurde die Sehnsucht nach einer demokratischen Regierung auch in Ländern wie Togo größer. Die neunziger Jahre waren gekennzeichnet von Spannungen und Annäherungen zwischen der Regierung und der Opposition. Immer wieder kam es zu Ausbrüchen von Gewalt. Zahlreiche Anschläge wurden auf Eyadémas Leben verübt, aber alle waren erfolglos. Seine 33-jährige Herrschaft kam unvermittelt im Februar 2005 zum Ende, als er an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg nach Frankreich an einem Herzinfarkt verstarb. Das Militär setzte seinen Sohn Faure Gnassingbé als Nachfolger ein. Auf internationalen Druck hin werden jedoch seitdem allmählich demokratische Reformen durchgeführt. Parteien, Medien und Kirchen können sich wieder frei betätigen. Unter dem Slogan „Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung“ wird auf eine Aussöhnung der verschiedenen Gruppen hingearbeitet. Dazu wurde eine Kommission unter Vorsitz des katholischen Bischofs Nicodème Barrigah eingerichtet, die bis Dezember 2010 Täter, Opfer und Zeugen aus der Zeit der Diktatur befragte. Ihre Empfehlungen, die sie 2012 gab, warten noch darauf, umgesetzt zu werden.

  • Geschichte

    Über die Region, die das Staatsgebiet Togos ausmacht, gibt es wenige Informationen, die weiter als 500 Jahre zurückreichen. Als die ersten Europäer eintrafen, hatten Stämme wie die Ewe, Mina und Guin das Gebiet schon besiedelt. Vom 16. Jahrhundert an, über einen Zeitraum von 200 Jahren, führten Sklavenhändler mit Hilfe der Mina Raubzüge auf der Suche nach Sklaven durch. Deshalb war die Region auch als die „Sklavenküste“ bekannt. 1847 kamen deutsche Missionare nach Togo, um vor allem die Ewe zu missionieren, Togos größten Stamm. Später folgten deutsche Händler den Missionaren und 1884 wurde Togoland, wie es damals hieß, eine Kolonie des Deutschen Reichs. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914, verlor Deutschland bald die Herrschaft über seine Vorzeigekolonie an britische und französische Truppen. Nach dem Krieg wurde Togoland als Mandatsgebiet des Völkerbundes zwischen Großbritannien und Frankreich aufgeteilt; nach dem Zweiten Weltkrieg folgten die Vereinten Nationen, die den Völkerbund ersetzt hatten.

    Immer noch gemeinsam von Großbritannien und Frankreich verwaltet, stimmten die Bewohner des britischen Teils dafür, sich mit der britischen Goldküste zu vereinen: 1956 entstand das neue Land Ghana. Der französische Teil Togolands wurde schließlich 1960 zur unabhängigen Nation Togo. Die erste Wahl des Landes nach der Unabhängigkeit gewann die Partei von Sylvanus Olympio. Die Jahre danach waren gezeichnet von Unruhen, denn Olympio unterdrückte jegliche Opposition. 1963 fiel Olympio einem Attentat zum Opfer. Sein Nachfolger als Präsident, Grunitzky, wurde 1967 durch einen Militärputsch unter Gnassingbé Eyadéma entmachtet. Eyadéma verbot alle politischen Parteien und hob die Verfassung auf - ab 1972 regierte er Togo faktisch allein.
    Togo ist ein Land mit einem starken Gefälle zwischen dem besser entwickelten Süden und dem veramten Norden. Dahinein spielen Gegensätze zwischen den einzelnen Stämmen, von denen die Ewe im Süden eine traditionelle Elite bilden. Erst unter Diktator Eyadéma, der aus dem Volk der Kabiyé im Norden stammte, wurde diese Region stärker entwickelt. Der General festigte bewusst seine Macht, indem er Angehörige seines Stammes in Schlüsselpositionen von Militär und Politik brachte.

    Mit dem Fall des Kommunismus in Osteuropa wurde die Sehnsucht nach einer demokratischen Regierung auch in Ländern wie Togo größer. Die neunziger Jahre waren gekennzeichnet von Spannungen und Annäherungen zwischen der Regierung und der Opposition. Immer wieder kam es zu Ausbrüchen von Gewalt. Zahlreiche Anschläge wurden auf Eyadémas Leben verübt, aber alle waren erfolglos. Seine 33-jährige Herrschaft kam unvermittelt im Februar 2005 zum Ende, als er an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg nach Frankreich an einem Herzinfarkt verstarb. Das Militär setzte seinen Sohn Faure Gnassingbé als Nachfolger ein. Auf internationalen Druck hin werden jedoch seitdem allmählich demokratische Reformen durchgeführt. Parteien, Medien und Kirchen können sich wieder frei betätigen. Unter dem Slogan „Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung“ wird auf eine Aussöhnung der verschiedenen Gruppen hingearbeitet. Dazu wurde eine Kommission unter Vorsitz des katholischen Bischofs Nicodème Barrigah eingerichtet, die bis Dezember 2010 Täter, Opfer und Zeugen aus der Zeit der Diktatur befragte. Ihre Empfehlungen, die sie 2012 gab, warten noch darauf, umgesetzt zu werden.

  • Geschichte

    Über die Region, die das Staatsgebiet Togos ausmacht, gibt es wenige Informationen, die weiter als 500 Jahre zurückreichen. Als die ersten Europäer eintrafen, hatten Stämme wie die Ewe, Mina und Guin das Gebiet schon besiedelt. Vom 16. Jahrhundert an, über einen Zeitraum von 200 Jahren, führten Sklavenhändler mit Hilfe der Mina Raubzüge auf der Suche nach Sklaven durch. Deshalb war die Region auch als die „Sklavenküste“ bekannt. 1847 kamen deutsche Missionare nach Togo, um vor allem die Ewe zu missionieren, Togos größten Stamm. Später folgten deutsche Händler den Missionaren und 1884 wurde Togoland, wie es damals hieß, eine Kolonie des Deutschen Reichs. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914, verlor Deutschland bald die Herrschaft über seine Vorzeigekolonie an britische und französische Truppen. Nach dem Krieg wurde Togoland als Mandatsgebiet des Völkerbundes zwischen Großbritannien und Frankreich aufgeteilt; nach dem Zweiten Weltkrieg folgten die Vereinten Nationen, die den Völkerbund ersetzt hatten.

    Immer noch gemeinsam von Großbritannien und Frankreich verwaltet, stimmten die Bewohner des britischen Teils dafür, sich mit der britischen Goldküste zu vereinen: 1956 entstand das neue Land Ghana. Der französische Teil Togolands wurde schließlich 1960 zur unabhängigen Nation Togo. Die erste Wahl des Landes nach der Unabhängigkeit gewann die Partei von Sylvanus Olympio. Die Jahre danach waren gezeichnet von Unruhen, denn Olympio unterdrückte jegliche Opposition. 1963 fiel Olympio einem Attentat zum Opfer. Sein Nachfolger als Präsident, Grunitzky, wurde 1967 durch einen Militärputsch unter Gnassingbé Eyadéma entmachtet. Eyadéma verbot alle politischen Parteien und hob die Verfassung auf - ab 1972 regierte er Togo faktisch allein.
    Togo ist ein Land mit einem starken Gefälle zwischen dem besser entwickelten Süden und dem veramten Norden. Dahinein spielen Gegensätze zwischen den einzelnen Stämmen, von denen die Ewe im Süden eine traditionelle Elite bilden. Erst unter Diktator Eyadéma, der aus dem Volk der Kabiyé im Norden stammte, wurde diese Region stärker entwickelt. Der General festigte bewusst seine Macht, indem er Angehörige seines Stammes in Schlüsselpositionen von Militär und Politik brachte.

    Mit dem Fall des Kommunismus in Osteuropa wurde die Sehnsucht nach einer demokratischen Regierung auch in Ländern wie Togo größer. Die neunziger Jahre waren gekennzeichnet von Spannungen und Annäherungen zwischen der Regierung und der Opposition. Immer wieder kam es zu Ausbrüchen von Gewalt. Zahlreiche Anschläge wurden auf Eyadémas Leben verübt, aber alle waren erfolglos. Seine 33-jährige Herrschaft kam unvermittelt im Februar 2005 zum Ende, als er an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg nach Frankreich an einem Herzinfarkt verstarb. Das Militär setzte seinen Sohn Faure Gnassingbé als Nachfolger ein. Auf internationalen Druck hin werden jedoch seitdem allmählich demokratische Reformen durchgeführt. Parteien, Medien und Kirchen können sich wieder frei betätigen. Unter dem Slogan „Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung“ wird auf eine Aussöhnung der verschiedenen Gruppen hingearbeitet. Dazu wurde eine Kommission unter Vorsitz des katholischen Bischofs Nicodème Barrigah eingerichtet, die bis Dezember 2010 Täter, Opfer und Zeugen aus der Zeit der Diktatur befragte. Ihre Empfehlungen, die sie 2012 gab, warten noch darauf, umgesetzt zu werden.

 

Fakten zu Togo

 

Bevölkerung7 Millionen
HauptstadtLomé
SpracheCirca 40 Stammessprachen; dominierend im Süden:
Ewe und Mina, im Norden: Kabiyé und Dagomba.
Französich ist Amts- und Verkehrssprache.
ReligionKatholisch 26%
Evangelisch 9%
Muslimisch 15%
Übrige Naturreligionen

Quellen 2015: The World Factbook, Auswärtiges Amt

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