Null Toleranz für FGM  

„Warte! Warte! Stopp! Es tut weh! Hilfe!“ Das waren die Schreie von Helenes Nichte. 
Sie war damals erst sieben Jahre alt. Ein bezauberndes Mädchen – mit Träumen und einer hoffnungsvollen Zukunft“, erzählt Helene. „Vor 20 Jahren wurde sie zu einer alten Frau gebracht und Opfer weiblicher Genitalverstümmelung. Ein Ritual, das ihr das Leben kostete.“ 

Null Toleranz für FGM  

„Warte! Warte! Stopp! Es tut weh! Hilfe!“ Das waren die Schreie von Helenes Nichte. 
Sie war damals erst sieben Jahre alt. Ein bezauberndes Mädchen – mit Träumen und einer hoffnungsvollen Zukunft“, erzählt Helene. „Vor 20 Jahren wurde sie zu einer alten Frau gebracht und Opfer weiblicher Genitalverstümmelung. Ein Ritual, das ihr das Leben kostete.“ 

Null Toleranz für FGM  

„Warte! Warte! Stopp! Es tut weh! Hilfe!“ Das waren die Schreie von Helenes Nichte. 
Sie war damals erst sieben Jahre alt. Ein bezauberndes Mädchen – mit Träumen und einer hoffnungsvollen Zukunft“, erzählt Helene. „Vor 20 Jahren wurde sie zu einer alten Frau gebracht und Opfer weiblicher Genitalverstümmelung. Ein Ritual, das ihr das Leben kostete.“ 

Dieser tragische Verlust wurde zu einem Wendepunkt für Helene, ihre Familie und die ganze Nachbarschaft. Er löste eine Bewegung aus, um FGM (Abkürzung für die englische Bezeichnung Female Genital Mutilation) den Kampf anzusagen. Weltweit sind über 230 Millionen Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. 1 

Was ist FGM?  

Laut UNICEF bezeichnet weibliche Genitalverstümmelung „alle Praktiken […], bei denen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane aus nicht medizinischen Gründen teilweise oder vollständig entfernt oder verletzt werden.“ 2 FGM ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte von Mädchen und Frauen und wird meist an jungen Mädchen zwischen dem Säuglingsalter und 15 Jahren durchgeführt.3 

Im Gegensatz zur männlichen Beschneidung verursacht FGM extreme Schmerzen, irreversible körperliche Schäden und kann tödlich enden – so wie im Fall von Helenes Nichte. 

FGM verhindern 

In einem abgelegenen Ort im Süden von Burkina Faso macht sich eine lokale Kirche stark für den Schutz von Mädchen und Frauen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, Bewusstsein für diese schädliche Praxis zu schaffen und FGM in all ihren Formen zu beenden. Afrikanische Länder stellen mit über 144 Millionen Frauen und Mädchen den größten Anteil dieser Gesamtzahl.4 

Aufklärung der Gefahr von FGM, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Kürzlich organisierte die Kirche eine Diskussionsrunde und zeigte einen Dokumentarfilm zum Thema. Durch die Veranstaltung führte ein Vertreter des Sozialministeriums sowie eine Gesundheitsfachkraft. 

„Heute sprechen wir über ein Thema, über das viel zu oft geschwiegen wird. FGM ist schwierig, aber als Kirche wollen wir dieses Schweigen brechen. Unser Ziel ist es, für die verheerenden Auswirkungen von FGM auf Körper, Geist und Seele sowie auf die Würde von Frauen zu sensibilisieren“, erzählt Larissa, Leiterin des Compassion-Kinderzentrums, das einer lokalen Kirche angeschlossen ist. 

Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gebets und des Lobpreises. Sie ist ein Ort, an dem Menschen Werte lernen – Werte, die ihnen helfen, in Freiheit und Würde zu leben. Werte, die Familien und ganze Nachbarschaften verändern können.
Deshalb war die Kirche der richtige Ort für diese Veranstaltung. Der Wunsch: die Herzen und Köpfe der Menschen zu erreichen und zu verändern. 

Bevor die Veranstaltung begann, bereiteten Larissa und ihr Team die Bühne vor. Die Frauen nahmen auf den Holzbänken Platz und warteten gespannt auf die Gäste. 

Aufklärung der Gefahr von FGM, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Dramane, Sozialarbeiter im Sozialministerium, kam nach einer zweistündigen Fahrt über staubige Straßen mit seinem Motorrad an. Gemeinsam mit einer Krankenschwester begann er, über FGM zu sprechen. 

Sie zeigten verstörende Bilder und einen Dokumentarfilm. Darin kamen Frauen zu Wort, die selbst von FGM betroffen sind. Der Raum wurde still. Schock, Angst und Trauer lagen in der Luft.  

Für Helene war es eine schmerzhafte Erinnerung an den Verlust ihrer Nichte. „Als ich den Film sah, musste ich an das denken, was meiner Nichte angetan wurde. Kein Mädchen sollte so etwas erleben“, erzählt Helene. 

Mutter mit Tochter glücklich, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Die verborgene Gefahr 

FGM ist in Burkina Faso seit 1996 gesetzlich verboten. Das Gesetz betrifft Täter, Helfer, Anstifter, medizinisches Personal und alle, die entsprechende Fälle nicht melden.
Dennoch wird FGM in manchen Familien weiterhin heimlich praktiziert. 

Falsche Vorstellungen halten sich hartnäckig – etwa der Glaube, dass Verstümmelung Frauen daran hindert, untreu zu sein. Für die Betroffenen hat das oft lebenslange Folgen: sexuelle Probleme, tiefe Traumata und zerbrochene Ehen. 

„Wegen der Folgen von FGM erleiden viele Frauen Fehlgeburten, starke Blutungen oder Anämie. Viele sind schwer traumatisiert“, erklärt Dramane. 

In ländlichen Regionen wird die Praxis häufig mit unsauberen Klingen oder Messern durchgeführt, was schwere Infektionen verursacht. Bei Komplikationen erreichen die Betroffenen oft nicht rechtzeitig ein Krankenhaus, da die Eingriffe im Verborgenen stattfinden. 

Eine bessere Zukunft für Mädchen sichern 

Compassion und lokale Partnerkirchen im ganzen Land mobilisieren ihre Gemeinden, um dieser Gewalt an Frauen ein Ende zu setzen – einer Praxis, die Mädchen ihr Recht auf Gesundheit, Würde und Leben nimmt. 

Am Ende des Treffens waren sich alle einig: FGM muss aufhören. Die Frauen versprachen, ihre Töchter zu schützen und sich für kommende Generationen einzusetzen. 

Mutter mit Tochter glücklich, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Helenes älteste Tochter war während der Veranstaltung in der Schule. Doch ihre Mutter wird das neue Wissen an sie und an andere Teenager im Ort weitergeben. 

„Ich bin gegen jede Form von Gewalt und Verstümmelung. Meine Tochter Chantal ist 15 Jahre alt und besucht das Compassion-Kinderzentrum der Kirche. Ihre kleine Schwester ist erst zehn Monate alt – sie wird diese Praxis niemals erleben. Wenn ich von einem Fall höre, werde ich ihn melden“, betont Helene und fügt hinzu: „Wir müssen gute Traditionen bewahren – aber schädliche hinter uns lassen.“ 

Ihr Wunsch: Dass ihre Töchter gesund, frei von Gewalt und selbstbestimmt aufwachsen und zu starken Frauen werden, die ihre Generation prägen. Eine Generation, die aufsteht und sich gegen diese Praxis wehrt. 

„Gott hat Frauen vollkommen geschaffen. Es gibt keinen Grund, ihnen aus kulturellen Gründen Organe zu entfernen. Keine Tradition darf die körperliche Unversehrtheit von Mädchen verletzen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind“, sagt die Teenagerin Faridatou. 

Mädchen lächelt, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Mädchen brauchen unseren Schutz und unser Engagement, damit sie gesund und in Frieden aufwachsen können. In den Compassion-Kinderzentren werden Kinder und Jugendliche altersgerecht über Gefahren aufgeklärt, lernen, sich zu schützen, und erfahren, wo sie Hilfe finden. Die Mitarbeiter der lokalen Partnerkirchen von Compassion setzen sich dafür ein, sichere Räume zu schaffen, in denen Kinder begleitet, gestärkt und gefördert werden. 

Möchtest du dazu beitragen, dass Mädchen und Jungen eine Chance auf eine bessere, sichere Zukunft haben? 

Bericht und Fotos: Jehojakim, Compassion Burkina Faso 

Dieser tragische Verlust wurde zu einem Wendepunkt für Helene, ihre Familie und die ganze Nachbarschaft. Er löste eine Bewegung aus, um FGM (Abkürzung für die englische Bezeichnung Female Genital Mutilation) den Kampf anzusagen. Weltweit sind über 230 Millionen Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. 1 

Was ist FGM?  

Laut UNICEF bezeichnet weibliche Genitalverstümmelung „alle Praktiken […], bei denen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane aus nicht medizinischen Gründen teilweise oder vollständig entfernt oder verletzt werden.“ 2 FGM ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte von Mädchen und Frauen und wird meist an jungen Mädchen zwischen dem Säuglingsalter und 15 Jahren durchgeführt.3 

Im Gegensatz zur männlichen Beschneidung verursacht FGM extreme Schmerzen, irreversible körperliche Schäden und kann tödlich enden – so wie im Fall von Helenes Nichte. 

FGM verhindern 

In einem abgelegenen Ort im Süden von Burkina Faso macht sich eine lokale Kirche stark für den Schutz von Mädchen und Frauen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, Bewusstsein für diese schädliche Praxis zu schaffen und FGM in all ihren Formen zu beenden. Afrikanische Länder stellen mit über 144 Millionen Frauen und Mädchen den größten Anteil dieser Gesamtzahl.4 

Aufklärung der Gefahr von FGM, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Kürzlich organisierte die Kirche eine Diskussionsrunde und zeigte einen Dokumentarfilm zum Thema. Durch die Veranstaltung führte ein Vertreter des Sozialministeriums sowie eine Gesundheitsfachkraft. 

„Heute sprechen wir über ein Thema, über das viel zu oft geschwiegen wird. FGM ist schwierig, aber als Kirche wollen wir dieses Schweigen brechen. Unser Ziel ist es, für die verheerenden Auswirkungen von FGM auf Körper, Geist und Seele sowie auf die Würde von Frauen zu sensibilisieren“, erzählt Larissa, Leiterin des Compassion-Kinderzentrums, das einer lokalen Kirche angeschlossen ist. 

Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gebets und des Lobpreises. Sie ist ein Ort, an dem Menschen Werte lernen – Werte, die ihnen helfen, in Freiheit und Würde zu leben. Werte, die Familien und ganze Nachbarschaften verändern können.
Deshalb war die Kirche der richtige Ort für diese Veranstaltung. Der Wunsch: die Herzen und Köpfe der Menschen zu erreichen und zu verändern. 

Bevor die Veranstaltung begann, bereiteten Larissa und ihr Team die Bühne vor. Die Frauen nahmen auf den Holzbänken Platz und warteten gespannt auf die Gäste. 

Aufklärung der Gefahr von FGM, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Dramane, Sozialarbeiter im Sozialministerium, kam nach einer zweistündigen Fahrt über staubige Straßen mit seinem Motorrad an. Gemeinsam mit einer Krankenschwester begann er, über FGM zu sprechen. 

Sie zeigten verstörende Bilder und einen Dokumentarfilm. Darin kamen Frauen zu Wort, die selbst von FGM betroffen sind. Der Raum wurde still. Schock, Angst und Trauer lagen in der Luft.  

Für Helene war es eine schmerzhafte Erinnerung an den Verlust ihrer Nichte. „Als ich den Film sah, musste ich an das denken, was meiner Nichte angetan wurde. Kein Mädchen sollte so etwas erleben“, erzählt Helene. 

Mutter mit Tochter glücklich, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Die verborgene Gefahr 

FGM ist in Burkina Faso seit 1996 gesetzlich verboten. Das Gesetz betrifft Täter, Helfer, Anstifter, medizinisches Personal und alle, die entsprechende Fälle nicht melden.
Dennoch wird FGM in manchen Familien weiterhin heimlich praktiziert. 

Falsche Vorstellungen halten sich hartnäckig – etwa der Glaube, dass Verstümmelung Frauen daran hindert, untreu zu sein. Für die Betroffenen hat das oft lebenslange Folgen: sexuelle Probleme, tiefe Traumata und zerbrochene Ehen. 

„Wegen der Folgen von FGM erleiden viele Frauen Fehlgeburten, starke Blutungen oder Anämie. Viele sind schwer traumatisiert“, erklärt Dramane. 

In ländlichen Regionen wird die Praxis häufig mit unsauberen Klingen oder Messern durchgeführt, was schwere Infektionen verursacht. Bei Komplikationen erreichen die Betroffenen oft nicht rechtzeitig ein Krankenhaus, da die Eingriffe im Verborgenen stattfinden. 

Eine bessere Zukunft für Mädchen sichern 

Compassion und lokale Partnerkirchen im ganzen Land mobilisieren ihre Gemeinden, um dieser Gewalt an Frauen ein Ende zu setzen – einer Praxis, die Mädchen ihr Recht auf Gesundheit, Würde und Leben nimmt. 

Am Ende des Treffens waren sich alle einig: FGM muss aufhören. Die Frauen versprachen, ihre Töchter zu schützen und sich für kommende Generationen einzusetzen. 

Mutter mit Tochter glücklich, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Helenes älteste Tochter war während der Veranstaltung in der Schule. Doch ihre Mutter wird das neue Wissen an sie und an andere Teenager im Ort weitergeben. 

„Ich bin gegen jede Form von Gewalt und Verstümmelung. Meine Tochter Chantal ist 15 Jahre alt und besucht das Compassion-Kinderzentrum der Kirche. Ihre kleine Schwester ist erst zehn Monate alt – sie wird diese Praxis niemals erleben. Wenn ich von einem Fall höre, werde ich ihn melden“, betont Helene und fügt hinzu: „Wir müssen gute Traditionen bewahren – aber schädliche hinter uns lassen.“ 

Ihr Wunsch: Dass ihre Töchter gesund, frei von Gewalt und selbstbestimmt aufwachsen und zu starken Frauen werden, die ihre Generation prägen. Eine Generation, die aufsteht und sich gegen diese Praxis wehrt. 

„Gott hat Frauen vollkommen geschaffen. Es gibt keinen Grund, ihnen aus kulturellen Gründen Organe zu entfernen. Keine Tradition darf die körperliche Unversehrtheit von Mädchen verletzen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind“, sagt die Teenagerin Faridatou. 

Mädchen lächelt, Null Toleranz für FGM, Compassion Deutschland

Mädchen brauchen unseren Schutz und unser Engagement, damit sie gesund und in Frieden aufwachsen können. In den Compassion-Kinderzentren werden Kinder und Jugendliche altersgerecht über Gefahren aufgeklärt, lernen, sich zu schützen, und erfahren, wo sie Hilfe finden. Die Mitarbeiter der lokalen Partnerkirchen von Compassion setzen sich dafür ein, sichere Räume zu schaffen, in denen Kinder begleitet, gestärkt und gefördert werden. 

Möchtest du dazu beitragen, dass Mädchen und Jungen eine Chance auf eine bessere, sichere Zukunft haben? 

Bericht und Fotos: Jehojakim, Compassion Burkina Faso