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Bangladesch

Die Arbeit von Compassion in Bangladesch begann 2003. Heute besuchen dort 56.000 Kinder und Jugendliche 189 Kinderzentren, die mit unserem örtlichen Entwicklungspartner zusammenarbeiten, um bengalischen Kindern zu helfen, ihre Armut zu überwinden.

Bangladesch

Die Arbeit von Compassion in Bangladesch begann 2003. Heute besuchen dort 56.000 Kinder und Jugendliche 189 Kinderzentren, die mit unserem örtlichen Entwicklungspartner zusammenarbeiten, um bengalischen Kindern zu helfen, ihre Armut zu überwinden.

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Kontinent

Asien

Bevölkerung

169 Millionen

Hauptstadt

Dhaka

Sprache

Bengalisch, verschiedene Regionalsprachen

Religion

Muslime 91%
Hindus 8%
Buddhisten, Christen und andere 1%

Kontinent

Asien

Bevölkerung

169 Millionen

Hauptstadt

Dhaka

Sprache

Offiziell Filipino (basiert auf Tagalog) und Englisch.
Acht große Regionalsprachen: zum Beipiel Tagalog, Cebuano,
Ilocano und Ilonggo

Religion

Muslime 91%
Hindus 8%
Buddhisten, Christen und andere 1%

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Das „Land der Bengalen“ gehörte bis 1947 zu Britisch-Indien. Nach der Teilung der ehemaligen Kronkolonie in einen mehrheitlich hinduistischen Staat, Indien, und einen muslimischen Staat, Pakistan, wurde Ost-Bengalen mit seiner muslimischen Bevölkerung Pakistan zugewiesen. Doch die gemeinsame Religion reichte nicht aus, um einen Staat zusammenzuhalten, dessen beiden Teile mehr als 1500 Kilometer auseinanderlagen. Die Spannungen entluden sich 1971 in einem Bürgerkrieg, in dem schließlich Indien auf Seiten der Bengalen die pakistanischen Truppen schlug. Ein neuer Staat entstand: Bangladesch.

Immer wieder wird das Land von Überschwemmungen und Wirbelstürmen heimgesucht. Denn hier liegt das Delta von einigen der größten Flüsse Asiens: des Ganges, Jamuna und Brahmaputra. Bangladesch gilt als das am dichtesten besiedelte Land der Erde. Somit trifft es oft Hunderttausende, wenn die Flüsse im Monsun über die Ufer treten oder Stürme das Land verwüsten.

Seit seiner Unabhängigkeit hat Bangladesch unter instabilen politischen Verhältnissen und Diktaturen gelitten. Aktuell regiert die Awami League unter Premierministerin Sheikh Hasina das Land.

Etwa vier Millionen Menschen arbeiten in der Textilindustrie – zumeist unter schwierigen Bedingungen, obwohl seit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 Verbesserungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter bewirkt wurden. Die meisten Menschen leben jedoch weiter von der Landwirtschaft, besonders vom Reisanbau in den fruchtbaren Gebieten des Gangesdeltas.

Nach UN-Beschluss wird das Land 2026 die Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder verlassen.

Die Arbeit von Compassion in Bangladesch begann 2004.

Bangladesch hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, was den Schulbesuch der Kinder betrifft: etwa 98 Prozent der Kinder im Grundschulalter besuchen heute tatsächlich eine Schule. Dennoch ist die Qualität des Unterrichts weiter niedrig: Fast ein Drittel der Grundschüler hat Mühe, mit Verständnis zu lesen.

Arme Kinder haben oft keinen Zugang zu Bildung. Ungefähr fünf Millionen Kinder in Bangladesch im Alter von 6 bis 13 Jahren gehen nicht zur Schule. Diese Kinder stammen überdurchschnittlich häufig aus armen Familien, städtischen Slums und schwer zugänglichen Gebieten.

20 Prozent aller Schüler brechen die Schule vor Erreichen der 5. Klasse ab. Viele ältere Jugendliche brechen die Schule wegen der Entfernung ab, die sie zurücklegen müssen, und wegen der Schulkosten.

Nur vier Prozent  der Erwerbstätigen in Bangladesch haben eine höhere Bildung als die Sekundarstufe.

Laut UNICEF schließen 75 Prozent der Schüler ihren Sekundarschulbesuch nicht ab. Die Quote der Mädchen, die die sechste und siebte Klasse abbrechen, ist doppelt so hoch wie die der Jungen.

Bangladesch ist von der Bevölkerung her eins der größten muslimischen Länder der Welt. Der Islam ist Staatsreligion, aber das Gesetz sieht das Recht auf freie Ausübung einer selbstgewählten Religion vor. Während die Regierung diese Bestimmung in der Praxis für gewöhnlich respektiert, hat Religion durchaus einen starken Einfluss auf die Politik.

Religion wird an staatlichen Schulen unterrichtet, die Eltern können ihre Kinder zusätzlich in ihrer eigenen Religion unterrichten lassen. Oft arbeiten Schulen mit örtlichen Kirchen oder buddhistischen Tempeln zusammen, um den Kindern von Minderheitsreligionen eine religiöse Unterweisung außerhalb des Unterrichts zu ermöglichen.

Das kulturelle Erbe Bangladeschs vereint Einflüsse aus animistischen, buddhistischen, muslimischen und Hindutraditionen. Zum Kunsthandwerk gehören Webarbeiten, Töpferarbeiten und das Herstellen von Terrakottaskulpturen. Volkstheater ist verbreitet auf dem Land und wird meist während der Erntezeit oder auf Dorffesten aufgeführt.

Die reiche Musiktradition in Bangladesch kann in drei Kategorien unterteilt werden: Klassik, folkloristische Musik und moderne Musik.

Die folkloristische Musik, über viele Generationen von Dorfsängern gepflegt, ist die populärste und zeitloseste Form von Musik in Bangladesch. Sie ist reich an Elementen der islamischen Mystik. Die moderne bengalische Musik entstand aus zwei verschiedenen Schulen. Die erste ist eine Mischung aus östlichen und westlichen Elementen. Die zweite, die auch mit Arrangements aus Klassik, Folklore und Klängen aus dem Nahen Osten experimentiert, wurde von dem Dichter Kazi Nazrul Islam eingeführt.

Als muslimische Nation werden in Bangladesch natürlich vor allem die Feste des islamischen Kalenders gefeiert. Daneben werden aber auch Feiertage wie Neujahr, Unabhängigkeitstag und Weihnachten ebenso gefeiert, wie Feiertage der Hindus und Buddhisten. Das muslimische Fest Shab-e-Barat wird mit der Gabe von Almosen und Süßigkeiten an Mittellose gefeiert. Zu den Hindufesten gehört Durga Puja, an welchem die Hindus die Göttin Durga anbeten.

Die Menschen in Bangladesch mögen vor allem Cricket, Fußball und Badminton.

Typische Gerichte sind in Bangladesch stark gewürzt und enthalten Rindfleisch und manchmal auch Hammel, Huhn, Fisch oder Eier. Gemüse wird mit Hülsenfrüchten und einfachem Reis serviert.

Reshmi Kabab
2 Pfund Hähnchenfleisch
4 Zwiebeln
ca. 5 cm Ingwerwurzel
8 Knoblauchzehen
1 Bund Koriandergrün
1 TL Kreuzkümmel
weißer Pfeffer nach Geschmack
1 TL Garam Masala*
2 Eier
Salz nach Geschmack
Zwiebeln und Zitronen zur Dekoration

Das Huhn zerteilen. Alle Zutaten bis auf Eier und Salz zusammen zermahlen. Dann Eier und Salz einrühren. Die Masse zu Würsten formen. Auf Spieße ziehen und über Holzkohlenfeuer oder einem Grill langsam garen. Mit Zwiebeln und Zitronen garnieren.

* Garam Masala ist eine Mischung aus bis zu 12 verschiedenen Gewürzen, zu denen schwarzer Pfeffer, Zimt, Nelken, Kreuzkümmel, Kardamom, Chili, Fenchel, Muskatnuss und Muskatblüten gehören können. Diese Gewürzmischung gibt es in gut sortierten Supermärkten oder Asienläden.

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