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Nicaragua

Compassion begann 2002 seine Arbeit in Nicaragua. Heute besuchen dort mehr als 68.000 Kinder 200 Compassion-Kinderzentren. Compassion arbeitet mit lokalen christlichen Gemeinden und Kirchen zusammen, um nicaraguanischen Kindern zu helfen, ihre Armut zu überwinden.

Nicaragua

Compassion begann 2002 seine Arbeit in Nicaragua. Heute besuchen dort mehr als
68.000 Kinder 200 Compassion-Kinderzentren. Compassion arbeitet mit lokalen
christlichen Gemeinden und Kirchen zusammen, um nicaraguanischen Kindern zu helfen, ihre
Armut zu überwinden.

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Lage

Mittelamerika

Bevölkerung

6 Millionen

Hauptstadt

Managua

Sprache

Spanisch. Auch Kreolisch und indigene Sprachen
wie Miskito, Sumu, Rama oder Garífuna

Religion

Katholisch 50%
Evangelisch 33%
Andere

Lage

Mittelamerika

Bevölkerung

6 Millionen

Hauptstadt

Managua

Sprache

Spanisch. Auch Kreolisch und indigene Sprachen
wie Miskito, Sumu, Rama oder Garífuna

Religion

Katholisch 50%
Evangelisch 33%
Andere

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Das größte Land Zentralamerikas hat viele Berge, Seen und Urwälder, ist aber auch das nach Haiti ärmste Land der Region. Diktaturen, Bürgerkriege und Naturkatastrophen haben Nicaragua in die Knie gezwungen. Die Diktatur des Somoza-Clans wurde nach einem siebenjährigen Bürgerkrieg 1979 beendet und endete mit dem Sieg der marxistischen Sandinisten.

Die durchaus populären Sandinisten führten eine Landreform zugunsten vieler Kleinbauern durch, um die ungleiche Verteilung des Grundbesitzes zu beenden. Auch das Bildungs- und Gesundheitswesen erlebte eine gewisse Verbesserung. Doch der Kalte Krieg ließ Nicaragua zum politischen Spielball werden: Die USA finanzierten eine Gegenrevolution durch die sogenannten Contras, die das Land weiter destabilisierte. Erst 1990 kam es zu freien Wahlen und zum Ende des bewaffneten Kampfes.

Da Nicaragua über wenig Industrie und mineralische Bodenschätze verfügt, ist die Wirtschaft hauptsächlich auf die Produktion und den Export von Landwirtschaftsgütern ausgerichtet. Die wichtigsten Produkte sind Kaffee, Baumwolle und Bananen, dazu kommen Rindfleisch und Fisch. Die wechselnden demokratischen Regierungen haben es bislang nicht geschafft, Misswirtschaft und Korruption zu unterbinden. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft nach wie vor gespalten ist. Parlament, Präsident und Justiz blockieren sich teilweise gegenseitig.

2018 kam es immer wieder zu Protesten gegen die Regierung, die oft zu Gewalt und Plünderungen führten – vor allem in der Hauptstadt Managua und anderen größeren Städten. Gespräche zwischen Opposition und Regierung blieben weitgehend ergebnislos.

Zur politischen Instabilität kommen Gefahren aus der Natur: 1972 zerstörte ein Erdbeben die Hauptstadt Managua. Dazu wüten immer wieder Hurrikans im Land. Wie so oft sind es die Armen, die am Schwersten unter den Folgen solcher Katastrophen leiden.

Viele Kinder Nicaraguas kommen aus zerbrochenen Familien. Kaum 50 Prozent der Jungen und Mädchen beenden die Schule mit einem Abschluss. Viele Familien haben nicht genug Geld für Schule, Medikamente und Kleidung.

Nicaragua hat 2015 die meisten der sogenannten Millenniumsziele der UN zur Reduzierung der Armut nicht erreicht.

1979 begann die nicaraguanische Regierung, das Bildungssystem zu verbessern, das unter den schlechtesten in Lateinamerika rangiert hatte. In den Jahrzehnten vorher mussten viele arme Familien ihre Kinder mitarbeiten lassen, um zum Überleben der Familie beizutragen. Während der achtziger Jahre erhöhte die Regierung die Finanzmittel für die Schulen und führte eine erfolgreiche Kampagne gegen Analphabetentum durch. Nach 2007 wurde der Besuch öffentlicher Schulen wieder kostenlos.

Trotz dieser Bemühungen ist die heutige Gesellschaft Nicaraguas in weiten Teilen nur mangelhaft gebildet und zählt Nicaraguas Bildungssystem zu einem der schlechtesten in Lateinamerika. Die Bildungsrate ist bei den armen Familien noch einmal geringer – viele Nicaraguaner kommen nicht über den Besuch der sechsjährigen Grundschule hinaus.

Die nicaraguanische Verfassung schützt die Religionsfreiheit. Die Katholische Kirche ist traditionell die aktivste Kirche in Nicaragua und hat auch einen bedeutenden politischen Einfluss.

Wie in anderen lateinamerikanischen Ländern wächst auch in Nicaragua der Anteil evangelischer Christen an der Bevölkerung stark.
Religion wird an staatlichen Schulen nicht unterrichtet, allerdings gibt es private Schulen von religiösen Trägern.

Poesie ist eine der meistgeliebten Künste in Nicaragua. Rubén Dario (1867-1916) ist als der „Prinz der spanisch-amerikanischen Literatur“ bekannt geworden. In Deutschland bekannter sind die Werke des Priesters und Dichters Ernesto Cardenal.

Erdbeben und Krieg haben leider viele Monumente des nicaraguanischen Kulturerbes ausgelöscht. Besonders gilt das für die Kolonialarchitektur, auch wenn in Städten wie León noch einige schöne alte Gebäude erhalten sind.
Die Inseln von Solentiname im Nicaraguasee sind als Künstlerparadies bekannt. Hier kann man Poeten und Kunsthandwerker antreffen. Straßenkunst, besonders moderne Wandmalereien, findet man vor allem in der Universitätsstadt León.

Viele Nicaraguaner mögen mexikanische Musik, die von Marimbas und Gitarren geprägt ist. Tonada-Musik, eine traditionelle Liedart, die auf die Musik der spanischen Einwanderer zurückgeht, ist ebenfalls beliebt. Bluefields, die größtenteils Englisch sprechende Stadt an der karibischen Küste, ist ein Zentrum des Reggae.

Osterwoche, März oder April
Tag der Arbeit, 1. Mai
Unabhängigkeitstag, 15. September: erinnert an die Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1821. In manchen Regionen wird dieser Tag mit Stierkämpfen begangen, in denen der Matador nicht versucht, den Stier zu töten, sondern ihn zu reiten.
Weihnachten, 25. Dezember: Die Kinder in Nicaragua feiern Weihnachten im ganzen Dezember mit Wettkämpfen, Partys und Spielen. Das Feiern endet mit dem Weihnachtstag, an dem die Kinder Geschenke erhalten.

Zusätzlich zu den nationalen Feiertagen halten viele Orte Feiern zu Ehren des lokalen Schutzpatrons ab, so wie das Fest des San Sebastian am 20. Januar in Diriamba: Ein Fest, bekannt für seine Tanz- und Theateraufführungen. Das Tanzen wird von traditionellen Flöten begleitet, Tänzer und Trommler tragen oft gefiederte Hüte und kunstvolle Masken. Diese Schutzheiligenfeste werden häufig mit Paraden begangen, bei denen die Teilnehmer Masken tragen und Kämpfe aus der Sagenwelt nachspielen.

Baseball ist das beliebteste Spiel in Nicaragua. Wie in allen lateinamerikanischen Ländern ist aber auch Fußball sehr beliebt.

Ein typisches nicaraguanisches Gericht besteht aus Eiern und Fleisch, Bohnen und Reis, Kohlsalat und Tomaten, Tortillas und Früchten. Bekannt ist Gallo Pinto, ein Gemisch aus Bohnen und Reis. Andere typische Gerichte sind Baho: eine Kombination aus Rind, Suppengrün, reifen Kochbananen und Yucca, oder auch Vigorón: Yucca mit gebratener Schweinehaut und Krautsalat.

Nicaraguanisches Essen, wie das aller mittelamerikanischen Völker, basiert auf Mais. Heute ist Mais das Hauptelement in Kuchen, Alkohol, Desserts und Getränken. Maniok, Bohnen und Chilischoten sind ebenfalls weit verbreitet und werden als Zutaten in verschiedenen nicaraguanischen Gerichten benutzt. Hier einige der bekanntesten Maisgerichte:

Nacatamales
Knödel aus Maismehl kochen und in Bananenblättern, gefüllt mit Gemüse servieren.
Maistortillas
Ein Fladenbrot, typischerweise aus Maismehl, Wasser, Salz und Limone hergestellt.
Caballo vayo
Ein Tortilla-Wrap aus Fleisch, Geflügel, Avocado, Käse, usw.

Gallo Pinto

1 TL Öl
1 Dose rote Bohnen
2 ½ Tassen Reis
Rote Bohnen und Reis in Öl anbraten, bis sie durchgekocht sind.

Begrüßungen auf Spanisch
Buenos dias (Guten Tag)
Dios te bendiga (Gott segne dich)
Hola (Hallo)
¿Cómo está? (Wie geht es dir?)
Bien (Gut)