15.06.2020 |

Vier Helden für die Kinder – Gerade jetzt!

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In Deutschland werden in diesen Wochen zahlreiche Maßnahmen gegen Corona gelockert. Viele von uns kehren Stück für Stück zu einer gewissen Normalität zurück. Doch in anderen Teilen der Welt kämpfen Menschen weiter, teilweise unter schwierigsten Umständen. Denn gerade in den ärmeren Ländern verschärft sich durch den Corona-Lockdown das Leben vieler Familien. Wie gut, wenn es Helden gibt, die einspringen und helfen. Wir stellen vier von ihnen vor:

Der Pastor, der sich für arme Kinder einsetzt – trotz Krebs

Pastor Roberto Narvaez aus Kolumbien ist im Krankenhaus und muss sich wegen einer Leukämie-Erkrankung einer Chemotherapie unterziehen. Seit zwei Monaten wartet er auf eine Knochenmarktransplantation. Trotzdem arbeitet er von seinem Krankenhausbett aus, um Kindern in Armut zu helfen.

Jeden Morgen dankt Roberto Gott dafür, dass er ihm noch einen weiteren Tag geschenkt hat. Der Gedanke an die Kinder seines Compassion-Kinderzentrums, deren Eltern durch die Ausgangssperre vielleicht nicht in der Lage sind, sie zu ernähren, treibt ihn an. Roberto hilft, die Arbeit des Kinderzentrums zu koordinieren. Aktuell hat es für seine Mitarbeiter Vorrang, sicherzustellen, dass es den Kindern und ihren Familien gut geht und sie mit Lebensmitteln und Hygienematerialien zu versorgen. Auch wenn er oft erschöpft ist und Schmerzen hat, engagiert sich Pastor Roberto weiter für die Kinder.

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Die Mitarbeiterin, die sich kümmert – damit ein Baby sicher zur Welt kommt

Vielen schwangeren Frauen, die in Armut leben, drohen gerade jetzt Komplikationen bei der Geburt: denn Ausgangssperren und Einschränkungen der öffentlichen Verkehrsmittel machen es ihnen unmöglich, zur Entbindung in ein Krankenhaus zu kommen. Doch die Mitarbeiterinnen des Mutter-Kind-Programms von Compassion arbeiten hart daran, dass die Babys sicher zur Welt kommen.

Als bei Joya in Bangladesch die Wehen einsetzten, rief Alina, die Mitarbeiterin aus ihrem Mutter-Kind-Programm, eine Hebamme an, um die Situation zu beurteilen. Es wurde schnell klar, dass die Lage des Babys im Bauch eine Hausgeburt zu riskant machte. Alina machte sich daran, für Joya so schnell wie möglich eine Fahrtmöglichkeit ins Krankenhaus zu organisieren. Nach stundenlangem Warten zu Hause war im Morgengrauen jemand gefunden, und Joya konnte ins Krankenhaus gefahren werden. Dort angekommen, führten die Ärzte sofort einen Kaiserschnitt durch – und ihr wunderschönes Baby kam gesund zur Welt!

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Der Pastor, der sich zum Clown macht – um Kinder zu Hause zu ermutigen

Pastor Alexander in Ecuador zeichnet täglich kurze Videos für Kinder auf, und verbreitet so Hoffnung und Freude. Jeden Morgen nimmt er die Botschaften mit seinem Handy auf und schickt sie an die Kinder seiner Gemeinde und ihres Kinderzentrums. Oft verkleidet er sich dazu als Clown oder spielt mit einer Handpuppe, um die Kinder abzulenken und zum Lachen zu bringen.

„Ich bin kein YouTuber oder Influencer“, sagt Pastor Alexander. „Ich will die Kinder meiner Gemeinde einfach nicht allein lassen. Ich möchte, dass sie wissen, dass sie in dieser verrückten Zeit nicht allein sind und dass Gott sich um sie kümmert.“
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Die Lehrerin, die Hunderte Anrufe macht – um Familien beizustehen

Griselda in Bolivien arbeitet als Lehrerin und Betreuerin für Compassion. Normalerweise bedeutet das, dass sie 105 Kinder im Compassion-Kinderzentrum betreut. Jetzt, da alle Kinder zu Hause bleiben müssen, möchte Griselda sicherstellen, dass ihre Bedürfnisse weiterhin gesehen und gestillt werden. Jeden Tag arbeitet sie sich durch eine Liste mit 105 Namen: Sie ruft jede einzelne Familie an, um zu erfahren, wie es ihr geht.

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Manchmal muss sie Nachbarn oder Verwandte anrufen. Aber sie bleibt so lange dran, bis sie erfährt, wie die Lage zu Hause ist. Griselda hört viel zu, ermutigt die Familien und betet für sie. Sie fragt, für wie viele Tage die Lebensmittel reichen und ob Familienmitglieder Krankheitssymptome von COVID-19 haben. Falls nötig, informiert sie, wo sich das nächstgelegene Gesundheitszentrum befindet oder sorgt dafür, dass die Familie ein Lebensmittelpaket erhält.

„Viele der Eltern wollen sich ihre Probleme von der Seele reden. Mein Ziel ist es, ihnen zuzuhören und sie zu ermutigen“, sagt Griselda. „Die meisten sagen, dass die Anrufe ein großer Segen und Grund zur Freude sind. Ich möchte Gottes Liebe weitergeben und deutlich machen, dass wir gerade in diesen besonderen Zeiten an ihrer Seite stehen.“

Vier Helden, die uns dankbar machen. Sie stehen für viele Mitarbeiter und Ehrenamtliche von Compassion, die auf der ganzen Welt verstärkt dafür arbeiten, Kindern in Armut zu helfen. Denn die Armut der Kinder und ihrer Familien wächst in diesen Wochen, wo die Eltern nicht arbeiten können.

Darum bitten wir dich herzlich, die Corona-Nothilfe unserer Partnerkirchen durch deine Spende zu unterstützen! Hier findest du weitere Informationen dazu. Danke für deine Unterstützung!

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